Erstes Speeddating in der Hoyaer Grundschule: Jugendliche lernen Unternehmen kennen

In wenigen Minuten zum Ausbildungsplatz

Speeddating in der Grundschule Hoya: Jugendliche treffen auf Ausbilder regionaler Unternehmen. Foto: Christel Niemann

Hoya - Von Christel Niemann. Jeweils fünf Minuten hatten Bewerber und Unternehmen am Donnerstagnachmittag Zeit, um sich beim ersten Azubi-Speeddating, organisiert von der Werbeagentur MF Medienservice Hoya, in den Räumen der Grundschule Hoya kennenzulernen. Dann war auch schon der Sand durch die Uhr gelaufen, die Teilnehmer wechselten die Plätze und das nächste „Date“ der potenziellen Chefs und Mitarbeiter begann.

Sieben regionale Unternehmen – Smurfit Kappa, OMT Oelschläger Metalltechnik, die Sparkasse Nienburg, das DRK-Altenzentrum Hoya, die Bäckerei Deicke, Classic Lühmann und Kannegiesser Pharmagg – präsentierten mehr als 30 Berufe aus den Bereichen Verwaltung, Handel, Handwerk, Einzelhandel, IT, Rettungsdienst oder Pflege, teils auch in Verbindung mit einem dualen Studium. Mit ein wenig Glück konnten beide Seiten sogar noch für das aktuelle Ausbildungsjahr zueinanderfinden. Es zählte primär der persönliche Eindruck und nicht vordergründig die Bewerbungsmappe.

„Das Azubi-Dating ist ein niedrigschwelliger Erstkontakt zwischen Bewerber und Unternehmen und ein guter Einstieg, motivierten und qualifizierten Nachwuchs zu finden“, beschrieb Organisatorin Martina Dillmann vom MF Medienservice die Intention des Azubi-Speeddatings, das Friederike Schäfer von der Koordinierungsstelle „frau + wirtschaft“ aus Nienburg moderierte. Ausbildungsplatzsuchende und potenzielle Arbeitgeber könnten schauen, ob es für beide passt und ein Arbeitsverhältnis denkbar sei. Die Veranstaltung solle den Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Chance geben, auf der persönlichen Ebene etwas auszudrücken, was so in einer schriftlichen Bewerbung kaum möglich sei. „Und im besten Fall kann sich dadurch die Einladung zu einem richtigen Bewerbungsgespräch mit Praktikums- und Ausbildungsplatz ergeben“, beschreibt Dillmann das Prozedere.

Und die Chancen stehen für die Suchenden gut, da fast alle der teilnehmenden Unternehmen und Dienstleister noch Azubis brauchen. Demnach gute Aussichten hatte Teilnehmer Adrian, denn das Feld seiner beruflichen Interessen ist breit gesteckt. „Ich kann mir vieles vorstellen. Ich bin an den Berufen Fachkraft für Lagerlogistik oder Einzelhandelskaufmann interessiert, grundsätzlich kommt aber auch eine handwerkliche Ausbildung in Betracht“, schilderte er.

Jasmin, Paula und Julian waren indes ohne konkrete Vorstellungen zum Azubi-Dating gekommen, wissen jedoch, welcher Beruf es keinesfalls sein soll. „Ich habe bereits ein Praktikum in einem metallverarbeitenden Betrieb gemacht. Das war absolut nicht mein Ding“, erzählte Julian. Jasmin und Paula haben Praktika in einer Kita absolviert und sind sich sicher, dass sie diesen Beruf nicht ergreifen möchten. „Es war mir zu laut und zu anstrengend“, gab Jasmin zu und Paula ergänzte, dass das Windeln der Kleinen nicht ihre Sache sei. „Einmal musste ein Kind spucken, für mich ging das gar nicht.“ Sie sei bei solchen Dingen zu empfindlich.

„Wer engagiert ist, hat bei uns alle Chancen“, erklärten die Ausbildungsleiter René Altenau, Sven Otersen und Thorsten Rabbe vom Unternehmen Smurfit Kappa. Die Firma bietet aktuell noch einen Ausbildungsplatz im Bereich Lagerlogistik an und hat laut eigener Aussage in der Vergangenheit bei Ausbildungsbörsen mehrfach Lehrlinge für unterschiedliche Berufe gefunden.

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Quelle: kreiszeitung.de

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