Wenn es am Arbeitsplatz knirscht

Liesel Denker neue Frauenbeauftragte der Lebenshilfe-Werkstätten

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Liesel Denker (l.) und Daniela Genschik sind für die Gleichberechtigung von männlichen und weiblichen Mitarbeitern in den Werkstätten der Lebenshilfe zuständig. 

Nienburg - Liesel Denker ist die erste Frauenbeauftragte der Werkstätten für behinderte Menschen bei der Lebenshilfe Nienburg. Denker ist jetzt mitsamt ihrer Vertreterin Daniela Genschik von den Mitarbeiterinnen der Werkstätten gewählt worden. Die Stelle der Frauenbeauftragten gibt es bei der Lebenshilfe überhaupt erst seit knapp einem Jahr. Eine neue Werkstättenmitwirkungsverordnung sieht seitdem neben der Wahl des Werkstattrates auch die Wahl einer Frauenbeauftragten vor. Davon berichtet die Einrichtung in einer Pressemitteilung.

Liesel Denker war in der Hausreinigung, im Werkstattladen und in der Heißmangel der Werkstatt beschäftigt. Seit einigen Jahren arbeitet sie in der Aktenvernichtung. „In der Werkstatt ist sie beliebt, da sie als hilfsbereit gilt und sich für andere einsetzt“, heißt es. „Ich kann gut zuhören, erzähle nichts weiter und helfe gern. Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist mir sehr wichtig. Deshalb habe ich mich zur Wahl gestellt und tatsächlich gewonnen“, berichtet Denker.

Zusammen mit ihrer Vertreterin Daniela Genschik vertritt und unterstützt sie die Mitarbeiterinnen der Werkstätten der Lebenshilfe bei frauenspezifischen Themen.

Wichtig dafür seien Kenntnisse über Rechte und Pflichten der Frauenbeauftragten. Deshalb nahmen die beiden Frauen mit der Vertrauensperson Maike Klose-Brinkmann an einem dreitägigen Seminar für Frauenbeauftragte in Lüneburg teil. Weitere Seminare stünden bereits auf dem Programm des Duos.

Feste Beratungszeiten und spezielle Veranstaltungen für Frauen

Denker und Genschik wollen in ihrer vierjährigen Amtszeit unter anderem feste Beratungszeiten einrichten, zudem planen sie spezielle Veranstaltungsangebote für Frauen.

„Belästigung und Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz soll es nicht geben. Kommt es doch dazu, stehen die Frauenbeauftragten den Kolleginnen helfend und beratend zur Seite“, heißt es. Geplant seien außerdem Netzwerke mit anderen Frauenbeauftragten in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, aber auch mit Institutionen, die sich mit Frauenrechten befassen.

„Wenn die Frauen das wollen“, so Liesel Denker, „setzen wir uns auch dafür ein, dass mehr Frauen in Bereichen der Werkstätten arbeiten, in denen bislang hauptsächlich Männer tätig sind. Die Frauen stehen bei unserer Arbeit immer im Mittelpunkt.“

Quelle: kreiszeitung.de

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