Danach Freigabe von Stettiner Straße und Abzweig Hoyerhagen

Wenn die Lampen stehen, wird die vierte Kreisel-Abfahrt geöffnet

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Der Verkehr im Kreisel fließt. Radfahrer haben die Wahl, ob sie die Fahrbahn benutzen oder den Gehweg.

Hoya - Von Michael Wendt. Vor sieben Wochen feierte Hoya ein „Kreiselfest“, freute sich über die Freigabe des Kreisels. Bis heute ist der allerdings nur eingeschränkt zu nutzen: Die Abzweigung nach Hoyerhagen ist nach wie vor gesperrt. Langsam werden die Verkehrsteilnehmer unruhig.

Unsere Redaktion erreichten diese Woche mehrere Anfragen, wann die Fahrbahn endlich freigegeben wird und warum es derzeit im Kreisel so dunkel ist. Auch fragen sich viele Radfahrer, wo sie durch den Kreisel fahren sollen. Unsere Zeitung hat bei der Straßenbaubehörde und beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) nachgefragt.

Die vierte Abzweigung

Die Sperrung der Fahrbahn nach Hoyerhagen hängt mit der noch ausstehenden Fertigstellung der Beleuchtung zusammen (siehe unten). „Den Abzweig brauchen wir noch als Stellplatz, die Baufirmen müssen sich bewegen können“, sagt Uwe Schindler vom Bauherrn, der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Der Leiter des Geschäftsbereichs Nienburg fügt hinzu: „Dass der Ast noch geschlossen ist, ist aus unserer Sicht nicht so kritisch.“ Manch einer unserer Leser sieht das anders. Einige, aus Richtung Hoyerhagen kommend, ärgern sich über die Wartezeiten an der Ampelkreuzung (Umleitungsstrecke) in Hoya. Andere umfahren die Stadt wenn möglich lieber ganz.

Die Beleuchtung

Der Kreisel bekommt eine sogenannte Adaptionsbeleuchtung. Sie leuchtet stärker, je dunkler es ist. „Diese Beleuchtung war nicht ohne Weiteres zu bekommen, und es war gar nicht einfach, eine Firma zu finden, die sie installiert“, erklärt Uwe Schindler. Die alte Beleuchtung der ehemaligen Kreuzung ist bereits abgebaut.

„Eine an die Helligkeit angepasste Beleuchtung ist neuerdings Vorschrift“, sagt Schindler. Er selbst habe noch keine in Betrieb gesehen und sei gespannt auf das Ergebnis. Die Lampen werden übrigens nicht von der Firma Matthäi eingebaut, sondern von einem Subunternehmen. Matthäi hat die Straßenbauarbeiten durchgeführt.

Sind die Straßenlaternen installiert, was nächste Woche geschehen soll, wird der Kreisel komplett freigegeben, sagt Uwe Schindler.

Die Stettiner Straße

Mit der Freigabe des Kreisels Ende September sollte ursprünglich auch die Zufahrt von der Bücker in die Stettiner Straße wieder freigegeben werden. Sie ist aber bis heute gesperrt, weil beim Setzen der „Beleuchtungsköpfe“ auf die Lampenmasten kommende Woche erneut die Baustellenampel in Betrieb genommen werden muss. Diese regelt nicht den Verkehr aus der Stettiner Straße, die beim Kreisel in die Bücker Straße mündet.

Die Gehwege

Fußgänger und Radfahrer, die die Gehwege nutzen, haben Vorrang gegenüber Autofahrern, die den Kreisel verlassen wollen.

Die Radfahrer

Radfahrer dürfen den Kreisel nur in Nord-Süd-Richtung oder umgekehrt durchqueren. Die Benutzung der Weserstraße nach Hoyerhagen und zur Weserbrücke ist für sie verboten.

Auf der Bücker Straße wurden an den Kreiseleinfahrten sogenannte Schutzstreifen für Radler auf die Fahrbahn gemalt. Das geschah auf Wunsch des ADFC, erklärt dessen Kreisverbandsvorsitzender Berthold Vahlsing.

Radler können sich aussuchen, ob sie die Fahrbahn oder den Gehweg nutzen. Der bisherige Radweg an der Bücker Straße soll demnächst aufgehoben werden. Damit gibt es künftig entlang der großen Straßen durch Hoya eine Radwegbenutzungspflicht nur noch am Hasseler Steinweg, an der Von-Staffhorst-Straße sowie an einem Teilstück des Kuhkamps (von der Einmündung der Rudolf-Harbig-Straße bis zum Ortsausgang).

Die zum Kreisel führenden Fußwege an der Bücker Straße sind jedoch für Radfahrer freigegeben. „Man muss aber darauf hinweisen, dass Radfahrer dort mehr Vorsicht [gegenüber Fußgängern] walten lassen müssen“, betont Vahlsing. Auf solchen Wegen haben Fußgänger Vorrang, Radfahrer müssen bei Bedarf anhalten und dürfen höchstens Schrittgeschwindigkeit fahren. Bei maximal 7 km/h ist also ein guter Gleichgewichtssinn gefragt.

Die falsche Seite

Viele aus Richtung Bücken kommende Radfahrer fahren an der Bücker Straße auf dem linksseitigen Gehweg. Berthold Vahlsing weist darauf hin, dass dies verboten ist. Insbesondere Schüler fahren morgens jedoch häufig komplett auf der linken Seite, weil dort der aus Bücken kommende Radweg verläuft und sie ansonsten einmal am Ortseingang (wo es eine Querungshilfe gibt) und an der Schule (bei der Ampel) die Straße überqueren müssten. „Allerdings ist das Unfallrisiko auf der falschen Straßenseite für sie deutlich erhöht“, mahnt Berthold Vahlsing. Denn Autofahrer, die von den angrenzenden Grundstücken kommen, rechnen nicht mit Radfahrern von rechts.

Orientierung für Blinde

Anhand der in den Gehweg eingelassenen Noppen- und Rillenplatten können Sehbehinderte ertasten, wo der Gehweg endet und sie die Fahrbahn betreten.

Quelle: kreiszeitung.de

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