Werkzeuge sind Herz und Verstand

Dorfhelferinnen in Loccum nehmen ihre Arbeit auf

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Die neuen Dorfhelferinnen mit Renate Kräft (links) und Seminarleiterin Gitta Matthes.

Loccum - Von Beate Ney-Janßen. Ihr wichtigstes Handwerkszeug sind Herz und Verstand, hat Renate Kräft, Geschäftsführerin des Dorfhelferinnenwerks Niedersachsen, den neuen Dorfhelferinnen bei ihrer Aussendungsfeier gesagt. Mit Herz und Verstand sind sie nun also bereit, in Haushalte zu gehen, in denen sie dringend benötigt werden.

Ein Spaziergang ist die Ausbildung zur Dorfhelferin nicht. 14 Monate mit vielen theoretischen Einheiten und etlichen Praktika in zahlreichen Bereichen haben die neuen Dorfhelferinnen hinter sich – überwiegend mussten sie diesen Kraftakt neben ihrer eigentlichen Arbeit und neben der Familie bewerkstelligen. Umso größer war nun die Freude bei der Aussendung, die traditionell dort gefeiert wird, wo auch die Ausbildung der Dorfhelferinnen angesiedelt ist: auf dem Gelände der Evangelischen Heimvolkshochschule Loccum.

Zwei Tage zuvor waren die Frauen vor der Landwirtschaftskammer in Hannover geprüft worden. Eine sehr komplexe Prüfung sei das, sagte Kräft weiter, die durch die Abnahme vor der Kammer noch einmal eine zusätzliche Wertigkeit bekomme. Lächelnd erinnerte sie sich daran, wie sie im Anschluss ihren Wagen zur Bar umfunktioniert und mit alkoholfreiem Sekt mit den Frauen auf dem Parkplatz der Landwirtschaftskammer angestoßen hatte.

Dorfhelferinnen bei Notsituationen in Familien im Einsatz

Manche der neuen Dorfhelferinnen – Ute Bieritz aus Bad Nenndorf, Sabrina Harms aus Cuxhaven und Antonia Suhm aus Amelinghausen – haben nun sofort Verträge beim Dorfhelferinnenwerk unterzeichnet und zwei Frauen – Gertrud Osterheider und Theresa Witte – haben ihre Ausbildung an anderer Stätte absolviert, sind nun aber beim Niedersächsischen Werk unter Vertrag genommen worden. Lina Fürch, Maria Flatken und Anke Heinen wollen sich zunächst anderen Aufgaben widmen, bevor sie entscheiden, ob sie auch in das Arbeitsfeld der Dorfhelferinnen einsteigen möchten.

Dorfhelferinnen können immer dann eingesetzt werden, wenn Notsituationen in Familien eintreten, etwa bei Schwangerschaften, während derer noch weitere Kinder zu betreuen sind, dort, wo in der Familie Altenpflege geleistet wird oder Menschen mit Behinderungen betreut werden. Auskünfte über die Möglichkeiten, eine Dorfhelferin anzufordern, gibt das Dorfhelferinnenwerk in Hannover unter 0511/1241539.

Der nächste Ausbildungs-Kursus hat in der Heimvolkshochschule Loccum unterdessen bereits begonnen. Wer Interesse an dieser Ausbildung hat, kann unter der Telefonnummer 05766/7274 weitere Informationen dazu erhalten.

Quelle: kreiszeitung.de

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