Wesavi unter Top 4

Bestes kommunales Schwimmbad: Landkreis Nienburg vorne dabei

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Nienburg - Das Nienburger Schwimmbad Wesavi zählt laut der Stiftung „Lebendige Stadt“ und dem DOSB zu den besten kommunalen Bädern in Deutschland.

Umweltbewusst, kosteneffizient und attraktiv – diese Kriterien erfüllt das Nienburger Schwimmbad Wesavi und hat es dadurch unter die Top 4 des Wettbewerbs „Das beste kommunale Schwimmbad“ geschafft. „Das ist ein Grund zur Freude“, sagte am Donnerstag Bürgermeister Henning Onkes zu diesen Ergebnis. Der Verwaltungschef sei zwar nach wie vor von dem Ganzjahresbad überzeugt, doch die gute Platzierung habe schon für eine Überraschung gesorgt.

Schließlich wurde im Rathaus zunächst darüber diskutiert, ob sich die Stadt Nienburg überhaupt an der Ausschreibung beteiligen sollte. „Die Stimmung in Nienburg bezüglich des Bades ist nicht immer positiv“, erklärt dazu Georg Hennig, Aufsichtsratsvorsitzender der Bädergesellschaft. „Daher haben wir uns erst nicht getraut, eine Bewerbung einzureichen. Aber wir sind alle stolz auf das Wesavi und wollten uns deshalb dem Vergleich mit anderen Bädern stellen“, sagt Hennig, der selbst als CDU-Politiker an dem rund 15 Jahre andauernden Planungsprozess beteiligt war.

Kommunale Schwimmbäder werden prämiert

Dass sich das Nienburger Schwimmbad hinter den Angeboten anderer Kommunen nicht verstecken muss, zeigt nun das Ergebnis. 275 Bewerbungen wurden bei der Stiftung „Lebendige Stadt“ eingereicht, die gemeinsam mit dem Deutschen Olympische Sportbund (DOSB) dazu aufgerufen hatte. Welchen Platz genau das Wesavi belegt, wird erst bei der Preisverleihung am 17. September in Bochum bekanntgegeben. Der vierte ist dem Sport- und Gesundheitsbad jedenfalls sicher.

Die Stadt Nienburg hatte schon einmal Erfolg bei einem Wettbewerb der Stiftung „Lebendige Stadt“. Sie kürte den Nienburger Wochenmarkt im Jahr 2008 zum schönsten in Europa.

Die Bepflanzung rund um das Schwimmbad ist besonders bienenfreundlich. 

Der Geschäftsführer der Bäder-Gesellschaft, Olaf Seemeyer, hat im Pressegespräch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nur kommunale Bäder sich bewerben konnten. Das Wesavi wurde also nicht mit Spaß- oder Erlebnisbädern verglichen. Zudem sei kein Besucherpreis ausgeschrieben gewesen. Die Jury habe ihr Urteil aufgrund von Daten und Fakten gesprochen. Daher wurde in der Bewerbung die gemeinschaftsstiftende Wirkung sowie die Umweltfreundlichkeit des Bades besonders ausgearbeitet. Durch ein mit Biogas betriebenes Blockheizkraftwerk sowie eine Solarabsorbtionsanlage wird das Ganzjahresbad zu 100 Prozent CO2-neutral beheizt. Schon bei der Planung sei auf einen engen Naturbezug und Energieeffizienz geachtet worden, erklärt Onkes.

Nienburg: Gute Zusammenarbeit im Wesavi

Ebenfalls hervorzuheben sei die gute Zusammenarbeit vieler Akteure im Wesavi. Ganz bewusst werde mit den städtischen Vereinen zusammengearbeitet, die das Bad beleben. „Das machen nicht viele Bäder“, weiß Seemeyer. Dass immer mal wieder über das neue Schwimmbad geschimpft wird, wissen die Verantwortlichen nur zu gut. Doch es werde auch auf Anregungen und Wünsche der Gäste eingegangen. So wurden etwa ein Drehkreuz zum Entspannungsbecken entfernt, neue Liegen im Außenbereich aufgestellt oder die Zeiten angepasst.

Einblicke ins Wesavi

 © Friedrike Schockenhoff
 © Friedrike Schockenhoff
 © Friedrike Schockenhoff
 © Friedrike Schockenhoff
 © Friedrike Schockenhoff
 © Friedrike Schockenhoff
 © Friedrike Schockenhoff
 © Friedrike Schockenhoff
 © Friedrike Schockenhoff
 © Friedrike Schockenhoff
 © Friedrike Schockenhoff

Und das Wesavi erhält immer mehr Zuspruch: „Wir haben schon lange die Besucherzahlen des alten Schwimmbads erreicht“, berichtet Hennig. Rund 800 Badegäste verzeichnet Seemeyer aktuell durchschnittlich am Tag. Am vergangenen heißen Donnerstag waren es sogar 1056. Doch auch weiterhin soll am Angebot gefeilt werden. Das unterstützt auch Bürgermeister Henning Onkes: „Unsere Motivation für die Teilnahme an dem Wettbewerb war Selbstreflexion. Jetzt sind wir gespannt darauf, welchen Platz wir genau erreichen.“

Baustelle Badelandschaft

Geschäftsführer Olaf Seemeyer im zukünftigen Foyer des Wesavi. © Leif Rullhusen
Das Gesundheitsbecken. Hier können die Gäste demnächst bei 32 Grad Wassertemperatur entspannen. © Leif Rullhusen
Der Durchgang vom Gesundheitsbecken in den Außenbereich. © Leif Rullhusen
Die Elektroinstallationen sind noch nicht abgeschlossen. © Leif Rullhusen
Eine der fünf Saunen. © Leif Rullhusen
Kabelgewirr: Hier steigen nur die Fachleute durch. © Leif Rullhusen
Die Betonskulptur im Hintergrund wird eine der Außenduschen. © Leif Rullhusen
Die Blockhaussauna. © Leif Rullhusen
Unter dem Partyzelt arbeiten die Fliesenleger vor Regen geschützt. © Leif Rullhusen
Sauna mit Weserblick. © Leif Rullhusen
Auf dem Außengelände gibt es noch einiges zu tun. © Leif Rullhusen
Unter dem Partyzelt arbeiten die Fliesenleger vor Regen geschützt. © Leif Rullhusen
Im Außenbecken fehlt eigentlich nur noch das Wasser. © Leif Rullhusen
Im Außenbecken fehlt eigentlich nur noch das Wasser. © Leif Rullhusen
Schon ferig gefliest: Das Sportbecken (im Hintergrund) und das Nichtschwimmerbecken (vorne). © Leif Rullhusen
Schon ferig gefliest: Das Sportbecken (im Hintergrund) und das Nichtschwimmerbecken (vorne). © Leif Rullhusen
Das fertig geflieste Sportbecken. © Leif Rullhusen
Überall auf der Baustelle sind Handwerker aktiv. © Leif Rullhusen
Blick vom Sportbereich nach draußen. Die Glasfront kann bei gutem Wetter komplett geöffnet werden. © Leif Rullhusen
Das Kursbecken ist ebenfalls schon fertig. © Leif Rullhusen
Steuerungseinrichtung für das Blockheizkraftwerk. © Leif Rullhusen
Aufwändige Technik zum Wohle der Badegäste. © Leif Rullhusen
Aufwändige Technik zum Wohle der Badegäste. © Leif Rullhusen
Aufwändige Technik zum Wohle der Badegäste. © Leif Rullhusen
Die raumlufttechnische Anlage (Lüftungsanlage) auf dem Dach. © Leif Rullhusen
Geschäftsführer Olaf Seemeyer auf dem Dach des Wesavi. © Leif Rullhusen
Blick vom Dach auf das Außenbecken. © Leif Rullhusen
Die raumlufttechnische Anlage (Lüftungsanlage) auf dem Dach. © Leif Rullhusen

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