Imke Wicke aus Martfeld-Hollen will Vorsitzende des Landfrauenvereins Hoya werden

„Wir sind für alle Frauen auf dem Land da“

Imke Wicke ist gelernte Hauswirtschaftsleiterin und arbeitet im landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Familie mit. Die 48-Jährige betont aber, dass im Landfrauenverein heute längst nicht mehr nur Menschen aktiv sind, die beruflich mit der Landwirtschaft zu tun haben. - Foto: Regine Suling

Bücken/Martfeld - Von Regine Suling. Sie will vor allem mit einem aufräumen – dem Klischee, dass in Landfrauenvereinen nur Frauen aktiv sind, die mit der Landwirtschaft zu tun haben. „Das ist schon lange vorbei. Wir sind für alle Frauen da, die auf dem Land leben“, sagt Imke Wicke aus dem kleinen Martfelder Ortsteil Hollen. Die 48-Jährige engagiert sich seit 17 Jahren im Vorstand des Landfrauenvereins Hoya in wechselnden Positionen. Ende März wird sie voraussichtlich den Staffelstab von Claudia Bartels übernehmen und neue Vorsitzende des Vereins werden.

„Ich mache das, weil wir ein gutes Vorstandsteam sind“, sagt Imke Wicke. Ihre eigenen Stärken sieht sie darin, Ideen umzusetzen und das Programm mitzugestalten. Eine anspruchsvolle Aufgabe: Immerhin zählt der Landfrauenverein Hoya aktuell rund 830 Mitglieder mit ganz unterschiedlichen Interessen. Das Angebot müsse daher breit gefächert sein, mit abwechslungsreichen Programmpunkten für jüngere wie ältere Mitglieder, findet Imke Wicke.

Sie selbst kam als junge Frau zu den Landfrauen, stieg im Bezirk sechs (Engeln, Ochtmannien, Oerdinghausen, Scholen, Weseloh) in die Arbeit ein.

„Vereinsarbeit ist Teamarbeit“

Wenn man etwas verändern will, muss man in den Vorstand, war damals Imke Wickes Ansatz. „Mittlerweile bin ich lange dabei und habe ein gutes Netzwerk“, sagt die 48-Jährige. Heute traut sie sich zu, den Vorsitz von Claudia Bartels zu übernehmen, die das Amt abgibt.

Teamarbeit steht für Imke Wicke obenan. Jeder müsse seine Stärken in die Vereinsarbeit einbringen, und doch müsse noch genug Zeit bleiben für all die anderen Dinge im Leben: Familie, Freizeit, Arbeit und Sport. Imke Wicke selbst arbeitet im landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Familie mit. „Ich mache einen Teil der Büroarbeit, gehe aber auch mit in den Schweinestall“, sagt die Hauswirtschaftsleiterin, die in der Vergangenheit angehende Hauswirtschafterinnen auf dem heimischen Betrieb ausbildete. Das macht sie heute nicht mehr. Aber: „Ich bin Mitglied im Prüfungsausschuss für den Ausbildungsberuf Fachpraktiker/in der Hauswirtschaft“, erzählt die dreifache Mutter. „So bleibe ich auch da thematisch dran.“

Quelle: kreiszeitung.de

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