Aktion der „Hafensänger & Puffmusiker“

Benefizturnier soll zwei kranken Kindern Therapie ermöglichen

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Zyan ist gut drauf, aber er braucht Hilfe. Eine spezielle Therapie könnte ein Schritt sein, mit dem der Alltag für den Vierjähriger einfacher wird.

Wahnebergen/Eystrup - Jede Menge Kinder werden morgen beim achten Benefizturnier des Vereins „Hafensänger & Puffmusiker“ in Hülsen antreten. Es wird Fußball gespielt und mit dem Erlös des Turniers soll zwei kranken Kindern und deren Familien geholfen werden. Eines dieser beiden Kinder ist der vierjährige Zyan Tuac aus Wahnebergen.

Während eines Besuchs der Familie rollt Zyan sich über den Fußboden. So kann sich der mehrfach schwerstbehinderte Junge eigenständig fortbewegen. Seine Aufmerksamkeit schenkt er einem Bilderbuch, aber als sich der Fokus der Kamera auf ihn richtet, schaut er her und lächelt. Wie hatte seine Mutter kurz vorher noch gesagt: „Er ist gut drauf. Ein richtiger Schatz, ein Engel.“

Doch der Alltag der Familie ist eine täglich neue Herausforderung. „Zum Ende der Schwangerschaft wurde erkannt, dass Zyan nicht gesund sein wird“, berichten seine Eltern Gezal und Süleyman Tuac. Ein Arzt vermutete sogar, dass er nicht lebensfähig sein würde. Ein anderer Mediziner relativierte diese Diagnose. 

Vier Wochen nach der Geburt zeigten sich erste Auffälligkeiten. Folgen eines nicht näher erforschten Gen-Defekts. Zudem bringt eine Zyste in Zyans Kopf sein hormonelles Gleichgewicht durcheinander.

Ziel der Therapie ist, dass Zyan sich besser bewegen kann

Mutter Gezal hat ihre Arbeit aufgegeben, um sich ganz um Zyan kümmern zu können. „Das ist jetzt mein Job“, sagt die 32-Jährige. Außerdem soll die zweijährige Tochter Dilan nicht zu kurz kommen. Die Eltern wollen den Jungen aber nicht nur gut umsorgen, sondern setzen viel Hoffnung auf eine spezielle Therapie: Die „konduktive Methode“, die der ungarische Arzt András Petö entwickelt hat. 

Ziel ist dabei eine Förderung der Bewegungsfähigkeit. „Zyan wird immer seine Defizite haben, aber uns ist es wichtig, ihn in seinen Grundbedürfnissen zu stärken“, erklärt seine Mutter.

Eine zweiwöchige Therapie in Hamburg wurde bewilligt und zeigte schnell Wirkung. Zyan könne jetzt angelehnt an einer Wand sitzen bleiben, berichten die Eltern. Das sei vorher nicht möglich gewesen. 

Es gebe bereits Studien, die belegen würden, dass die Therapie Erfolge bringt und günstiger als andere Therapien auf Lebenszeit sei sie auch, sagt die 32-Jährige. Doch anders als in Bayern würden die Kosten in Niedersachsen von den Krankenkassen nicht übernommen.

Verein will die Kosten für die nächste Therapiesitzung übernehmen

Die „Hafensänger und Puffmusiker“ wollen der Familie helfen. Der Verein will die nächsten Therapiesitzungen finanzieren, denn Zyan soll keine kostbare Zeit verlieren. „Wir haben unseren Sohn in der Therapie bereits von einer ganz anderen Seite kennengelernt“, sagt seine Mutter. 

Sie und ihr Mann sind dem Verein unendlich dankbar für deren Unterstützung. Sie hoffen aber auch, dass die Therapie bekannter wird. Denn sie sind überzeugt, dass damit vielen Kindern geholfen werden kann.

Der Verein „Hafensänger und Puffmusiker“ bittet um Spenden für Zyan und den 13-jährigen Moritz. Das Spendenkonto, Stichwort „Benefizturnier“ hat die IBAN-Nr. DE34 2566 3584 0825 8252 00 bei der Volksbank Aller-Weser. - wb

Quelle: kreiszeitung.de

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