Arbeitskreis kritisiert Verhalten der Stadt

Wohnungen sind Mangelware in Hoya

Hoya - Von Horst Friedrichs. Zu wenig Wohnungen in Hoya – dieses Problem erörterten die Mitglieder des Arbeitskreises „Bürger gestalten Hoya“ (BGH) am Donnerstagabend während eines Treffens im Hoyaer „Lindenhof“. Einen Aspekt mit besonderer Dringlichkeit brachte Rainer Fellermann auf den Punkt: „Macht euch keine Gedanken über ein Druckereimuseum und Ähnliches. Was wir in Hoya brauchen, ist ein umfassenderes Angebot an betreutem Wohnen. Dafür gibt es einen großen Bedarf.“

Wie sehr die unbefriedigende Wohnungssituation in Hoya dem BGH unter den Nägeln brennt, zeigte sich an einer einmütigen Übereinkunft der Mitglieder, die unter Vorsitz von Norbert Thoss tagten: In einer der nächsten Sitzungen soll Hoyas Wohnungsproblem als Schwerpunktthema behandelt werden. Dazu soll auch Samtgemeindebürgermeister und Stadtdirektor Detlef Meyer eingeladen werden.

Ein weiteres Thema entwickelte sich während der Versammlung zu unerwarteter Brisanz: „Bürger fragen – die Stadt antwortet nicht“ könnte die Überschrift dazu lauten. Norbert Thoss berichtete zu Beginn der Diskussion, dass es von der Stadt keine Eingangsbestätigungen zu Anfragen, Eingaben oder Anregungen gebe. Sowohl der BGH als auch einzelne Bürger, die sich mit Vorschlägen an die Stadt wandten, erhielten oftmals weder eine Antwort noch eine Eingangsbestätigung. „Das ist sehr unhöflich“, sagte Norbert Thoss und nannte als Beispiel die Gestaltung der Verkehrsinsel in der Mitte des neuen Kreisels an Weserstraße/Bücker Straße.

Dazu seien alle Hoyaer Bürger aufgerufen worden, Vorschläge zu machen. Dass der Gestaltungsauftrag für den Kreisel letztlich dem Warper Künstler Pablo Hirndorf erteilt wurde, sei völlig in Ordnung, erklärte Thoss. Nicht in Ordnung sei aber, dass alle anderen, die eine Idee oder einen Vorschlag eingereicht hatten, nicht einmal ein Absageschreiben erhalten hätten, von einer Eingangsbestätigung ganz zu schweigen. Rainer Fellermann fasste die Forderung der Versammlungsteilnehmer zusammen: „Was die Stadt schriftlich erhält, muss sie auch beantworten.“

Nichtsdestoweniger lobten Norbert Thoss und auch Olaf Heye die erfolgreiche Arbeit der Stadt beim Erwerb von Grundstücken, deren Umgestaltung einer weiteren positiven Entwicklung des Stadtbilds diene.

Für die hohe Nachfrage nach betreutem Wohnen in Hoya lieferte Rainer Fellermann eine triftige Begründung: „Viele Interessenten wollen nach Hoya ziehen, weil es hier eine hervorragende Infrastruktur gibt.“ Ideal für die meist älteren Interessenten seien Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen, möglichst im Erdgeschoss, mit einem kleinen Garten und altersgerechten Versorgungsangeboten. Niklas Brenten wusste zu berichten: „Ein solches Projekt war Gesprächspunkt im Diakonischen Werk, konnte aber nicht verwirklicht werden.“ Nicht weniger unzureichend, so die Feststellung der Teilnehmer, sei das allgemeine Angebot an Wohnungen und auch an Bauplätzen für Einfamilienhäuser in Hoya.

www.arbeitskreis-bgh.de

Quelle: kreiszeitung.de

Rubriklistenbild: © dpa

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