Zeichen auf dem Pflaster verunsichern Passanten

Handyverbot in Nienburgs Fußgängerzone?

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Seit dem Wochenende verwirren diese Symbole die Fußgänger in Nienburgs Innenstadt.

Nienburg -Von Leif Rullhusen. Smartphones sind gefährlich. Sie haben schon so manchen Verkehrsunfall ausgelöst und sind im Auto längst verboten. Neuerdings aber auch auf öffentlichen Plätzen?

Zumindest in Nienburg scheint das seit dem vergangenen Wochenende der Fall zu sein. Auf dem Susanna-Abraham-Platz weisen zwei Verbotszeichen genau darauf hin.

So einige Passanten blieben vor den Zeichen fragend und verunsichert stehen. Manche gingen kopfschüttelnd weiter. Die Symbole in weißer Farbe auf dem roten Pflaster zeigen ein durchgestrichenes Smartphone. Initiator ist die Nienburger Polizei. „Ich habe persönlich die Schablone gehalten, während mein Kollege die Farbe aufgesprüht hat“, bestätigt Ordnungshüter Werner Müller auf Blickpunkt-Nachfrage.

Mit einem Bußgeld oder anderen Sanktionen muss aber niemand rechnen, der auf dem Platz am Spargelbrunnen zu seinem Mobiltelefon greift. Die Verbotszeichen bestehen aus Sprühkreide und sind spätestens nach dem nächsten Regenguss wieder verschwunden. Auch so lange sie zu sehen sind, haben sie keinerlei rechtliche Bedeutung. Entstanden sind sie am vergangenen Samstag im Rahmen eines landesweiten Verkehrssicherheitstages in Niedersachsen. Daran beteiligten sich in enger Kooperation die Polizei und die Verkehrswacht Landkreis Nienburg. Thema war unter anderem „Ablenkung“. Zum ersten Mal kam dabei das neu beschaffte Reaktionstestgerät der Verkehrswacht zum Einsatz, das auch Möglichkeiten zur Simulation von Ablenkungen bietet. Zusätzlich wurde ein Ablenkungsparcours aufgebaut, in dem verdeutlicht wurde, wie stark man durch die Nutzung des Smartphones beim Fahren eingeschränkt wird. Der Aktionsstand war zeitweise stark umlagert. „Das Interesse der Wochenmarktbesucher an den Tests war groß, galt es doch am Simulator, neben der Reaktion in Gefahrensituationen, ganz nebenbei ein elektronisches Gerät Zielgerichtet zu bedienen. Hier wurde schnell deutlich, dass dies nur den wenigsten gelingt“, berichtet Müller. Ein Handy-Verbot wäre übrigens gar nicht so schlecht gewesen, erklärt der Ordnungshüter. Während der Aktion hatte er nämlich einen Mann beobachtet, der so konzentriert mit seinem Smartphone beschäftigt war, dass er fast in den Spargelbrunnen gestürzt wäre.

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