Auszeichnung für Nienburger Krankenhaus

Zertifikat bestätigt Qualität

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Über die Anerkennung freuen sich (v. l.) Geschäftsführer Ronald Gudath, dessen Stellvertreterin Kirsten Schmidt-Tlatlik und Dr. Michael Stalp.

Nienburg - Von Nikias Schmidetzki. Sie mussten noch, sie wollten. Die Verantwortlichen der Helios Kliniken Mittelweser haben sich als Endoprothetikzentrum zertifizieren lassen – um zu demonstrieren, welche Standards das Krankenhaus erfüllt.

Ganz neu ist das Zertifikat nach Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädischer Chirurgie (DGOOC) und der Endocert Gesellschaft nicht. Bereits im Juni 2014 erfolgte die Bescheinigung nach ausgiebigen Tests und Stichproben. Im Zuge der Umstrukturierungen war die Tatsache fast untergegangen, nun erfolgte die erste Rezertifizierung, eine weitere steht fürs kommende Jahr an.

Rund 330 künstliche Hüften und Kniegelenke setzt das Personal der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie der Klink jährlich ein. Die Menge war ein Teil der Auflagen, hinzu kamen die Einführung von Behandlungspfaden – grob beschrieben Musterabläufe – wie auch Strukturen für eine hohe Qualität in der Patientenversorgung. Nach drei Jahren muss die Zertifizierung komplett neu erfolgen, erklärt Dr. Michael Stalp. Dazu käme dann auch ein anderes – unvoreingenommenes – Untersuchungsteam.

Ebenfalls zertifiziert sind die Helios Klinken Mittelweser seit zwei Jahren als regionales Traumazentrum, zugehörig zum Traumanetzwerk Hannover. Unter anderem waren auch dafür Behandlungspfade notwendig, außerdem eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Regionalleitstelle und den Rettungsdiensten im Landkreis.

Angestrebt ist spätestens fürs kommende Jahr zudem eine Zertifizierung zum Zentrum für Alterstraumatologie in Zusammenarbeit mit der Klinik für Geriatrie im Krankenhaus Stolzenau. Speziell auf ältere Patienten abgestimmte Abläufe und sind Kern des Vorhabens. Gerade Senioren haben oftmals Schwierigkeiten nach Stürzen und Brüchen. Schon heute stünden Ärzte aus Nienburg und Stolzenau in regem Kontakt, betont Sr. Stalp. Eine Vertiefung dieser Zusammenarbeit soll schließlich mit dem Zertifikat belohnt werden.

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