Planungen von klassischem Wohnbau bis zu verdichteter Bauweise

Zwei Baugebiete für Rehburg

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Rechts die Schule, im Hintergrund das Rathaus – auf dem Platz dazwischen soll das „Urbane Stadtquartier“ in Rehburg entstehen.

Rehburg - Von Beate Ney-Janßen. Zwei Baugebiete werden derzeit in Rehburg auf den Weg gebracht. Ein klassisches Neubaugebiet ist in Rehburgs Norden mit „Am Gieseberg“ geplant, ein „Urbanes Stadtquartier“ soll im Ortskern zwischen Rathaus und Schule entstehen.

Das jüngste Baugebiet in Rehburg ist der „Katzhagen“, 1999 mit rund 100 Bauplätzen erschlossen, die mittlerweile komplett verkauft sind. Der Bedarf nach weiteren Bauplätzen sei aber vorhanden, führte Björn Polacek vom städtischen Bauamt in der jüngsten Sitzung des Rehburger Ortsrates aus – nahezu wöchentlich gehe eine entsprechende Anfrage im Bauamt ein.

Um die Anfragen befriedigen zu können, wird in Rehburg zweigleisig gefahren. An der Straße „Gieseweg“ soll ein Baugebiet mit rund 22 Baugrundstücken für Einfamilien- und Doppelhäuser bei Grundstücksgrößen von 650 bis 780 Quadratmeter erschlossen werden. 

Eine Wohnform der etwas anderen Art ist auf dem ehemaligen Festplatz in Rehburgs Mitte geplant. Dreigeschossige Bebauung soll dort möglich sein, Baukörperlängen, die teilweise 50 Meter überschreiten können, und ein Konzept, das sowohl den Ansprüchen nach kleineren Wohneinheiten als auch nach Barrierefreiheit genügen kann.

Bis zu zwei Vollgeschosse sollen am Gieseberg möglich sein – damit werde dem Trend der „Stadtvilla“ stattgegeben, sagte Polacek. Die Bauhöhe dürfe aber zehn Meter nicht überschreiten. Die Zuwegung zu dem Baugebiet soll über die Straße Gieseweg erfolgen. Der zu bebauende Abschnitt schließt im Süden wie auch im Osten an die vorhandene Bebauung an.

 Erweiterungsmöglichkeiten bestehen – die nun beplante Fläche ist nur rund ein Viertel der Fläche, die laut Flächennutzungsplan zur Verfügung steht. Für eine ähnlich große Fläche westlich sind die Zuwegungen bereits in diesem Plan vorgesehen. Mit dem Beginn des Verkaufs der Grundstücke hofft die Verwaltung Mitte 2020 loslegen zu können.

Mehr Zeit wird es voraussichtlich in Anspruch nehmen, bis das „Urbane Stadtquartier“ realisiert wird. Die verdichtete Bebauung ist auf dem Platz geplant, auf dem bis zu diesem Jahr der Frühjahrsmarkt gefeiert wurde. Während der Flächennutzungsplan für das rund 3,52 Hektar große Gelände, das auch das Grundstück des Kindergartens „Spielwiese“ umfasst, bereits einmal ausgelegt wurde, steht dem Bebauungsplan diese erste Auslegung noch bevor. Im März 2019, sagte Rehburg-Loccums Bürgermeister Martin Franke, hoffe er nach der ersten Auslegung auf den nächsten Verfahrensschritt. 

Sorge hatte zuvor bestanden, dass sich auf dem avisierten Gelände allerhand archäologisch interessante Funde angesammelt hätten. Nach einer ersten Prospektion des Geländes hat Kommunalarchäologe Jens Berthold allerdings mitgeteilt, dass die Bedeutung jenes Abschnitts voraussichtlich nicht zu allzu hohen Kosten und allzu langwierigen Grabungen führen werde. 

Ein solches Szenario hatte sich jüngst abgespielt, als in Rehburg neben dem Raths-Keller eine neue Platz-Situation entstehen sollte. Erste weitere Bedenken von Trägern öffentlicher Belange sind eingegangen. Darunter sei nichts, was die Planungen grundsätzlich gefährde, meinte Franke.

Der Rehburger Ortsrat war mit den Planungen für beide Baugebiete einverstanden und stimmte einstimmig zu.

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