Kanzlerin auf Pressekonferenz

Merkel gerät wegen Corona-Maske ins Schwimmen - doch dann überrascht sie mit absolutem Novum

Kürzlich brachte eine Journalistin Angela Merkel mit der Frage, warum sie nie einen Mund-Nasen-Schutz trage, in Erklärungsnot. Nun sorgt die Kanzlerin für ein Novum. 

  • Angela Merkel empfiehlt immer wieder, Maske zu tragen.
  • Selbst hat sie sich jetzt erstmals mit dem Mund-Nasen-Schutz gezeigt.
  • Beim Auftritt mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron hatte eine Journalistin sie kürzlich mit dem Thema Maske konfrontiert.

Update vom 3. Juli, 15.56 Uhr: Bislang war Angela Merkel nicht mit Maske gesehen worden, nun zeigte sich die Bundeskanzlerin aber erstmals offiziell mit einem Mund-Nase-Schutz gegen das Coronavirus. Ein in Berlin am Donnerstagabend entstandenes Foto zeigt Merkel mit einer schwarzen Maske mit dem Logo der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. 

Erstmals wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einer Maske fotografiert.

Die Kanzlerin steht neben Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), der ebenfalls eine Maske trägt. Merkel und Haseloff hatten sich mit anderen Parteikollegen zu einer Vorbesprechung der Unionsländer vor der Bundesratssitzung in der Landesvertretung von Mecklenburg-Vorpommern in Berlin getroffen. Die Sitzung des Bundesrates am Freitag besuchte Merkel erneut mit Mund-Nasen-Schutz.

Merkel gerät wegen Corona-Maske ins Schwimmen - „Ich verrate Ihnen aber nicht ...“

Erstmeldung vom 30. Juni, 10.00 Uhr: Angela Merkel wirbt immer wieder dafür, sich an die vom Robert-Koch-Institut* empfohlenen Vorgaben zu halten, um eine Ausbreitung des Coronavirus* zu verhindern - zum Beispiel, Mund-Nasen-Schutzmasken zu tragen. Doch die Bundeskanzlerin hat sich noch nie selbst mit Maske gezeigt - im Gegensatz zu den Ministerpräsidenten der Länder oder dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Eine Journalistin fragte die Kanzlerin nun beim Auftritt mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf Schloss Meseberg, woran das liegt. 

Angela Merkel erklärt Journalistin, warum man sie nie mit Corona-Maske sieht

„Sie werben stets dafür, die Abstandsregeln einzuhalten und die Schutzmasken aufzusetzen. Auffällig ist aber, dass man Sie selbst noch nie mit einer Maske gesehen hat, woran liegt das?“, fragte die Journalistin bei der Pressekonferenz. Merkels* logische Antwort: „Wenn ich die Abstandsregeln* einhalte, brauche ich die Maske nicht aufzusetzen. Und wenn ich sie nicht einhalte und ich zum Beispiel einkaufen gehe, dann treffen wir uns nicht, offensichtlich“, sagte sie und schob lachend hinterher:  „Sonst hätten Sie mich auch schon mit Maske sehen können. Ich verrate Ihnen aber nicht, wann ich wo einkaufen gehe.“

Corona-Krise: Angela Merkel und Emmanuel Macron geben Pressekonferenz

Erstmals seit der Pandemie hat Bundeskanzlerin Angela Merkel und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron persznlich getroffen. Bei den Termin ging es um die Zukunft der Europäischen Union nach der Corona-Krise* und um den Corona-Hilfsfonds. Die Kanzlerin wiederholte, man lebe in „einer ernsten Zeit“. Die Pandemie sei eine wirtschaftliche Herausforderung, „wie wir sie noch nie erlebt haben“. 

"Wir sind an einem Moment der Wahrheit für Europa angekommen. Mit den deutsch-französischen Plänen für einen Corona Wiederaufbaufonds kann daraus ein Moment des Erfolgs werden“, ergänzte Macron. Der geplante Corona-Hilfsfonds sollte zunächst 500 Milliarden Euro umfassen, um die Ökonomie der EU-Länder und den Zusammenhalt Europas wieder zu stärken. Die EU-Kommission legte noch 250 Milliarden Euro obendrauf. Macron will den Fonds schon beim nächsten EU-Gipfel im Juli beschließen lassen. Doch nicht alle EU-Länder sind einverstanden, etwa Österreich und Dänemark sind für einen sparsameren Umgang mit Zuschüssen und Krediten.

US-Präsident Donald Trump gerät in seiner Heimat weiter unter Druck. Ein Bericht wirft ihm nun „wahnhaften“ Umgang mit anderen Staatschefs vor. Angela Merkel soll Trump massiv beleidigt haben. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Wolfgang Kumm

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