Ergebnisse der Corona-Konferenz

Corona-Regeln an Weihnachten und Silvester: Das gilt im Dezember für Deutschland

Der Teil-Lockdown mit verschärften Corona-Regeln wird zu Weihnachten und Silvester gelockert. Was sich ändert - was bleibt. Die Vorgaben im Überblick.

  • Die Bundesländer haben die Corona-Beschränkungen bis zum 20. Dezember verlängert.
  • Private Zusammenkünfte werden weiter beschränlkt. Schulen bleiben jedoch offen.
  • Sonderregeln sind für die Weihnachtsfeiertage vorgesehen.

Deutlich nach 21.00 Uhr traten Bundeskanzlerin Angela Merkel, Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am 25. November vor die Presse. Sie verkündeten die bei der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossenen Maßnahmen. Wie bereits vermutet wurden die geltenden Maßnahmen bis zum 20. Dezember verlängert. Bundeskanzlerin Angela Merkel merkte jedoch an: „Wir gehen davon aus, dass die Beschränkungen bis Anfang Januar gelten müssen.“ Über die Weihnachtsfeiertage sollen jedoch Treffen von zehn Personen erlaubt sein.

Corona-Regeln für Weihnachten und Silvester: Das gilt im Dezember

Darüber hinaus werden private Zusammenkünfte auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten beschränkt. Kinder unter 14 Jahren werden dabei jedoch nicht mitgezählt. Über Weihnachten und Silvester werden die Corona-Regeln in dieser Hinsicht gelockert. Auch diese Regelung war im Voraus vermutet worden. Genau so wie die Erweiterung der Masken-Pflicht im öffentlichen Raum, die ebenfalls beschlossen wurde.

Die Maskenpflicht soll vor allem in Innenstädten intensiviert werden.

Darüber hinaus haben sich Bund und Länder neben der Inzidenz-Grenze von 50 Neuinfektionen auf einen zweiten Grenzwert für Landkreise geeinigt. Ab einer Sieben-Tages-Inzidenz von 200 sollen noch stärkere Maßnahmen in den betroffenen Kreisen greifen. Wie diese genau aussehen sollen, liegt im Ermessen der Länder.

Corona-Regeln für Dezember: Schulen bleiben offen - Feuerwerk an Silvester bleibt erlaubt

Das Maßnahmenpaket beinhaltet jedoch nicht ein grundsätzliches Verbot von Feuerwerkskörpern an Silvester. Raketen und Böller seien „keine pandemische Herausforderung per se“, so Söder. Viel mehr gehe es um die Menschenansammlungen.

Schulen sollen jedoch weiterhin offen bleiben. Lediglich in Gebieten mit einer Inzidenz über 200 soll auf Maßnahmen wie Hybrid- und Wechselunterricht zurückgegriffen werden. Zuletzt werden Bundesbürger dazu aufgerufen, voerst bis zum 10. Januar 2021 keinen Ski-Urlaub zu machen.

Corona-Regeln für Weihnachten und Silvester - Lockerungen im Gegensatz zum restlichen Dezember

Verlängerter Lockdown, aber gesonderte Corona-Regeln für die Weihnachtszeit* und Silvester - das wurde bereits im Vorfeld als Ergebnis der Gespräche zwischen den Länderchefs zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie* erwartet. Für die Feiertage und Silvester sind laut den Beschlüssen nun Treffen von bis zu zehn Personen aus mehreren Haushalten erlaubt. Auf diese Beschlussvorlage konnten sich die Ministerpräsidenten Ende November verständigen. Kinder sollen bei der Anzahl der Personen nicht mitgezählt werden.

Diese Obergrenze gilt vom 23. Dezember bis zum 1. Januar. Zuvor bleibt die Grenze bei fünf Menschen aus zwei Haushalten. Festgelegt wurde, dass jede Person in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen hat. Wo sich Menschen länger aufhalten oder dicht beisammen sind, gilt die Pflicht auch im Freien.

Kein Corona-Lockdown zu Weihnachten und Silvester? Neue Bewertung erfolgt Mitte Dezember

All dies soll zunächst bis zum 20. Dezember gelten. Bis zum 15. Dezember wollen sich Bund und Länder über das weitere Vorgehen für Corona-Regeln zu Weihnachten und darüber hinaus verständigen.

Ein generelles Verbot von Silvesterfeuerwerk soll es zwar nicht geben. Auf belebten Plätzen und Straßen soll Pyrotechnik aber untersagt werden, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden. Zudem wird grundsätzlich empfohlen, auf das traditionelle Feuerwerk zu verzichten.

Corona vor Weihnachten: Deutschlands Hotels und Restaurants bleiben auch im Dezember geschlossen

Mit der Verlängerung der zuvor geltenden Maßnahmen bleiben auch Hotels, Restaurants oder Fitnessstudios bis zum 20. Dezember geschlossen. Zudem gilt während der Corona-Pandemie vor Weihnachten und Silvester, dass die Bürger weiter möglichst zu Hause bleiben und auch dort arbeiten sowie Reisen und Ausflüge unterlassen sollen.

Bietet in der Corona-Krise leider nicht genügend Schutz vor Ansteckung: Kanzlerin Angela Merkel spielt mit einem Windrad.

Corona-Regeln für Schulen: Maskenpflicht und frühere Weihnachtsferien

Bevor Silvester und Weihnachten kommen, gibt es auch vereinheitlichte Corona-Regeln für die Schulen. Bei einer Inzidenz über 50 soll ab der siebten Klassenstufe auch im Unterricht Maskenpflicht herrschen. Infektionsfreie Schulen sollen aber davon ausgenommen werden können. Über Homeschooling sollen die Länder selbst entscheiden. Zudem ist eine neue Teststrategie geplant: Bei einem Infektionsfall in einer Klasse sollen Schüler und Lehrer für fünf Tage in Quarantäne geschickt werden und dann Schnelltests* machen. Die meisten Bundesländer hatten hierfür aber schon zuvor eine Grenze ab einer niedrigeren Klassenstufe vorgesehen.

Einige Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen und Bayern haben den Beginn der Weihnachtsferien bereits vorgezogen, damit sich das Infektionsgeschehen rund um die Feiertage besser kontrollieren lässt. Davon sehen etwa Niedersachsen und Sachsen jedoch ab - etwa mit dem Verweis auf Betreuungsprobleme.

Corona-Finanzhilfen: Unternehmen, Selbstständige und Vereine sollen länger unterstützt werden

Die Staatshilfen für von Schließung betroffene Unternehmen, Selbstständige und Vereine sollen verlängert werden. Für Bereiche, die absehbar noch über Monate größere Einschränkungen des Geschäftsbetriebs zu erwarten haben, fordern die Länder vom Bund eine Verlängerung der Überbrückungshilfen bis Mitte 2021 - etwa für die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft, Soloselbstständige und die Reisebranche. Auch Steuerzuschüsse für die gesetzliche Krankenversicherung soll der Bund prüfen. (AFP) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Wie in Spanien - speziell an der Costa Blanca - Weihnachten und Silvester gefeiert werden kann, wird sich im Dezember entscheiden.

Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa

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