Kurz vor US-Grenze

Bedrohliche Stimmung: Proteste gegen Migranten in Tijuana

Bei der Demo gegen Migranten in Tijuana kam zu Handgreiflichkeiten zwischen gewaltbereiten Demonstranten und Polizisten. 
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Bei der Demo gegen Migranten in Tijuana kam zu Handgreiflichkeiten zwischen gewaltbereiten Demonstranten und Polizisten. 
Protest gegen die Ankunft von Migranten aus Mittelamerika im mexikanischen Tijuana. Foto: Omar Martinez
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Protest gegen die Ankunft von Migranten aus Mittelamerika im mexikanischen Tijuana. Foto: Omar Martinez
Migranten stehen Schlange am Grenzübergang Garita El Chaparral in Tijuana. Pro Tag werden rund 60 Interviews zu Asylanträgen geführt. Foto: Omar Martinez
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Migranten stehen Schlange am Grenzübergang Garita El Chaparral in Tijuana. Pro Tag werden rund 60 Interviews zu Asylanträgen geführt. Foto: Omar Martinez
Migranten campieren in der Sportanlage Benito Juárez. Zwischen 2000 und 2500 Migranten sind dort untergebracht und warten darauf Asyl in den USA zu bekommen. Foto: Amelie Richter
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Migranten campieren in der Sportanlage Benito Juárez. Zwischen 2000 und 2500 Migranten sind dort untergebracht und warten darauf Asyl in den USA zu bekommen. Foto: Amelie Richter
Sie will über die Grenze und lässt sich nicht entmutigen: Karen Aguilera aus Honduras steht mit ihrem Sohn Justin am Rand eines kleinen Spielplatzes in Tijuana. Foto: Amelie Richter
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Sie will über die Grenze und lässt sich nicht entmutigen: Karen Aguilera aus Honduras steht mit ihrem Sohn Justin am Rand eines kleinen Spielplatzes in Tijuana. Foto: Amelie Richter
Zu Fuß, per Taxi oder mit dem Laster: Tausende Migranten sind weiter in Mexiko unterwegs und wollen irgendwie weiter Richtung USA. Das ist anstrengend, besonders für die Kinder im Treck. Foto: Rodrigo Abd/AP
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Zu Fuß, per Taxi oder mit dem Laster: Tausende Migranten sind weiter in Mexiko unterwegs und wollen irgendwie weiter Richtung USA. Das ist anstrengend, besonders für die Kinder im Treck. Foto: Rodrigo Abd/AP
Flüchtlinge sitzen bei Tijuana auf dem Grenzzaun zwischen Mexiko und den USA. Nach einer Tausende Kilometer langen Reise haben die ersten Migranten aus Mittelamerika die Grenze erreicht. Foto: Eduardo Jaramillo/NOTIMEX
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Flüchtlinge sitzen bei Tijuana auf dem Grenzzaun zwischen Mexiko und den USA. Nach einer Tausende Kilometer langen Reise haben die ersten Migranten aus Mittelamerika die Grenze erreicht. Foto: Eduardo Jaramillo/NOTIMEX
US-Präsident Trump spricht von einer "Invasion" und schickte Soldaten an die Grenze, um die Menschen zu stoppen. Foto: Omar Martinez
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US-Präsident Trump spricht von einer "Invasion" und schickte Soldaten an die Grenze, um die Menschen zu stoppen. Foto: Omar Martinez

Sie haben Flüsse durchwatet, Berge überwunden und Wüsten gequert. Nach Tausenden von Kilometern sind die Menschen aus Mittelamerika fast am Ziel und doch sind die letzten Meter die schwersten. Die USA wollen sie nicht reinlassen - und in Mexiko sind sie nicht erwünscht.

Tijuana (dpa) - Hunderte Menschen haben am Wochenende in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana gegen den Zustrom von immer mehr Migranten aus Mittelamerika protestiert. Sie schwenkten mexikanische Flaggen und zeigten Transparente mit der Aufschrift "Nicht noch mehr Karawanen".

Die Demonstrantin Celia Oaxaca forderte: "Raus mit den Invasoren" und fügte hinzu: "Später stellt sich heraus, dass das Mörder sind. Es sind keine guten Leute. Und hier sind schon genug Menschen."

Rund 2500 Menschen aus Honduras, El Salvador und Guatemala kampieren derzeit in einer Sportanlage, weitere 3000 Migranten wurden in den kommenden Tagen erwartet. Die Mittelamerikaner sind seit rund einem Monat auf dem Weg in die USA. Viele wollen dort Asyl beantragen.

Am frühen Montagmorgen (Ortszeit) sperrte der US-Grenzschutz wegen Bauarbeiten vorübergehend den Grenzübergang San Ysidro. Für Fußgänger blieb er allerdings teilweise geöffnet. San Ysidro zwischen Tijuana und San Diego ist der meistfrequentierte Grenzübergang der westlichen Hemisphäre. Pro Tag reisen dort durchschnittlich 70.000 Menschen in Fahrzeugen und weitere 20.000 Fußgänger in die USA ein.

Die Menschen aus Mittelamerika fliehen vor der bitteren Armut und der Gewalt durch Jugendbanden in ihrer Heimat. Die sogenannten Maras erpressen Schutzgeld, kontrollieren ganze Stadtviertel und zwangsrekrutieren Jugendliche. Honduras und El Salvador gehören zu den gefährlichsten Ländern der Welt.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt immer wieder betont, die Migranten nicht ins Land zu lassen. Er sprach von einer "Invasion" und ließ rund 5600 Soldaten an die Grenze verlegen, um die Menschen zu stoppen. Insgesamt sind über 8000 Migranten in verschiedenen Gruppen auf dem Weg in die USA.

"Illegale Immigranten, die versuchen, in die USA zu kommen und oft stolz ihre Nationalfahnen schwenken, während sie in den Vereinigten Staaten um Asyl bitten, werden festgesetzt oder zurückgeschickt", schrieb Trump auf Twitter. "Die USA sind auf diese Invasion nicht vorbereitet und werden sie nicht hinnehmen. Sie sind verantwortlich für Verbrechen und verursachen große Probleme in Mexiko. Geht nach Hause."

Trump Tweet I

Trump Tweet II

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