Dominante Bayern verschenken Sieg

Bayer-Profi Rolfes: "Fußball ist nicht immer gerecht"

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Simon Rolfes, hier im Zweikampf mit Boateng, war sich der Unterlegenheit seines Teams bewusst.

Leverkusen - Bayern München war für Bayer Leverkusen eine Nummer zu groß. Mit großem Kampfgeist, einer Mauertaktik und dank des Unvermögens des Triple-Siegers, Tore zu schießen, trotzte die Werkself den Gästen ein Remis ab.

Spaß hat es nicht gemacht, lachen konnten die Spieler von Bayer Leverkusen trotzdem. „Wenn ich jede Woche so spielen müsste, würde es meine Lust am Fußball nicht steigern. Fußball ist nicht immer gerecht“, bekannte Werkself-Kapitän Simon Rolfes lächelnd nach dem grotesken 1:1 im Bundesliga-Spitzenspiel gegen den ebenso haushoch überlegenen wie im Torabschluss dilettantischen Triple-Sieger Bayern München. „Der Punkt ist natürlich herrlich“, sagte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler, der zugleich den Klassenunterschied zwischen Bayer und Bayern anerkannte: „Die Augenhöhe-Diskussion habe ich nie geführt.“

Die Hoffnung, dass der fünfmalige Vizemeister und beste Tabellendritte der Liga-Geschichte dem FC Bayern und der vom Meister auf Platz zwei verdrängten Borussia aus Dortmund dauerhaft im Saisonverlauf Paroli bieten könnte, zerstörten die Münchner mit einer weiteren Leistung der Sonderklasse. „Wenn mir jemand nach 20 Minuten gesagt hätte, es geht 1:1 aus, hätte ich nicht viel darauf gewettet“, gab Völler beeindruckt von der unglaublichen Bayern-Dominanz zu. Und Leverkusens „Sechser“ Stefan Reinartz unkte nach dem frustrierenden Hase-und-Igel-Spiel: „Die haben wohl mit zwei Mann mehr gespielt.“

30:70-Prozent Ballbesitz, 5:27-Schüsse aufs gegnerische Tor, 3:27-Flanken und 2:14-Ecken dokumentieren die Leverkusener Unterlegenheit. Für die brillanten, aber letztlich wenig effizienten Bayern konnte nur der ehemalige Bayer-Leihspieler Toni Kroos (29. Minute) eine der mehr als ein Dutzend großen Torchancen zum 1:0 nutzen, das jedoch Sidney Sam (31.) mit Saisontreffer Nummer sechs ausglich.

Neue FC-Bayern-Dienstwagen 2013/2014: Wer welches Auto

Neue FC-Bayern-Dienstwagen 2013/2014: Wer welches Auto fährt

FC Bayern München Autos 2013/14
Die Bayern-Stars haben am 2. August 2013 in Ingolstadt ihre neuen Audi-Dienstwagen für die Saison 2013/2014 in Empfang genommen. © dpa
FC Bayern München Autos 2013/14
Dafür reisten die Bayern-Stars mit dem ICE nach Ingolstadt. Javi Martinez und Thiago Alcantara hatten ihren Spaß © FC Bayern Facebook
FC Bayern München Autos 2013/14
Thomas Müller in seinem neuen Auto, Farbe "Caribicblau" © dpa
FC Bayern München Autos 2013/14
Schick schick © dpa
FC Bayern München Autos 2013/14
Thiago posiert © dpa
FC Bayern München Autos 2013/14
Das Wetter spielte auch mit © dpa
FC Bayern München Autos 2013/14
Bitte lächeln! © dpa
Einige wie Philipp Lahm suchten sich stärkere Autos aus, andere (vor allem die Youngster und Ergänzungsspieler) verzichteten auf allzuviele PS. © dpa
Wer suchte sich welchen aus? Klicken Sie sich durch. Anmerkung: Die Fotos zeigen nicht die tatsächlichen Farben, die sich die Bayern-Stars ausgesucht haben, aber die korrekten Modelle. In manchen Fällen handelt es sich um ähnliche Modelle aus der selben Serie. © dpa
FC Bayern München Spieler
David Alaba © AFP
Xherdan Shaqiri: S8 4.0 TFSI quattro tiptronic (520 PS, Farbe: Phantomschwarz Perleffekt) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Holger Badstuber © AFP
Thiago Alcantara: RS 5 Coupé 4.2 FSI quattro S tronic (450 PS, Farbe: Phantomschwarz Perleffekt) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Jerome Boateng © AFP
FC Bayern München Spieler
Diego Contento © AFP
Diego Contento: A5 Sportback 3.0 TDI quattro S tronic (245 PS, Farbe: Gletscherweiß Metallic) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Dante © AFP
FC Bayern München Spieler
Mario Götze © AFP
Daniel van Buyten: Q7 4.2 TDI quattro tiptronic (340 PS, Farbe: Daytonagrau Perleffekt) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Pep Guardiola © AFP
FC Bayern München Spieler
Jan Kirchhoff © AFP
FC Bayern München Spieler
Toni Kroos © AFP
Toni Kroos: S6 4.0 TFSI quattro S tronic (420 PS, Farbe: Havannaschwarz Metallic) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Philipp Lahm © AFP
Philipp Lahm: S6 Avant 4.0 TFSI quattro S tronic (420 PS, Farbe: Phantomschwarz Perleffekt) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Mario Mandzukic © AFP
FC Bayern München Spieler
Javi Martinez © AFP
FC Bayern München Spieler
Thomas Müller © AFP
Thomas Müller: SQ5 3.0 TDI quattro tiptronic (313 PS, Farbe: Caribicblau Perleffekt) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Manuel Neuer © AFP
Manuel Neuer: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic (560 PS, Farbe: Pantherschwarz Kristalleffekt) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
 © AFP
Lukas Raeder © AFP
Lukas Raeder: S5 Coupé 3.0 TFSI quattro S tronic (333 PS, Farbe: Monsungrau Metallic) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Rafinha © AFP
Rafinha: Q5 3.0 TDI quattro S tronic (245 PS, Farbe: Ibisweiß) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Franck Ribéry © AFP
FC Bayern München Spieler
Arjen Robben © AFP
FC Bayern München Spieler
Bastian Schweinsteiger © AFP
FC Bayern München Spieler
Xherdan Shaqiri © AFP
FC Bayern München Spieler
Tom Starke © AFP
FC Bayern München Spieler
Thiago Alcantara © AFP
FC Bayern München Spieler
Daniel van Buyten © AFP
FC Bayern München Spieler
Patrick Weihrauch © AFP
Patrick Weihrauch: A5 Coupé 3.0 TDI quattro (245) S tronic (245 PS, Farbe: Gletscherweiß Metallic) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Mitchell Weiser © AFP
Mitchell Weiser: A3 Ambition 2.0 TDI quattro 6-Gang (150 PS, Farbe: Phantomschwarz Perleffekt) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)

„Wir haben gedacht, dass die einzige Möglichkeit etwas in diesem Spiel zu erreichen, ist, gut zu verteidigen“, verteidigte Bayer-Coach Sami Hyypiä seine Mauertaktik. Allerdings hatte er nicht erwartet, dass seine Profis von den Bayern in der eigenen Hälfte wie Gefangene eingeschnürt würden. „Wie die Bayern heute gespielt haben, hatten wir keine Chance, etwas anderes zu machen“, so der Finne.

Abgefunden hat sich Völler damit, dass Bayer mit nun sichtbar gewordenem weiten Abstand auf das Topduo höchstens die dritte Kraft im deutschen

Fußball

ist. „Dass wir Dritter sind mit unseren Möglichkeiten, ist schon sensationell“, sagte er. „Die

Bayern

sind eine andere Kategorie. Da musst du dich mit deinen Möglichkeiten wehren. Das können wir besser.“ Gezeigt hat dies der einzige Bayern-Bezwinger der letzten

Saison

beim 2:1 am 28. Oktober 2012 in München. Seitdem ist der

Meister

33 Mal ungeschlagen und dem Bundesliga-Rekord des

Hamburger SV

(36 Mal) auf der Spur.

Trotz der großen Leistungskluft traut Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge auch dem Werksverein in dieser Saison einiges in der Champions League und in der nationalen Liga zu. „Leverkusen wird in diesem Jahr eine Rolle spielen, die von einem Stück mehr Selbstvertrauen geprägt sein wird“, meinte er.

Von sich reden machen konnte Bayer-Torwart Bernd Leno schon gegen die Münchner. „Das war Weltklasse“, lobte Rolfes. Was die Gäste nicht selbst an Chancen versemmelten, machte der 21-jährige Schlussmann mit überragenden Paraden zunichte. „Bis zur letzten Sekunde haben wir um unser Leben gekämpft“, sagte Leno und warnte trotz der Punktgleichheit mit dem Zweiten aus Dortmund (je 19) und des Sechs-Zähler-Abstandes zu Rang vier: „Wir dürfen jetzt nicht davon reden, dass wir Zweiter oder Meister werden wollen““, warnte Leno.

Schmerzhaft ging eine Woche für Stefan Kießling zu Ende, in der die Diskussion um seine Zukunft in der Nationalmannschaft auch in einem Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw eine unbefriedigende Klärung brachte. „Ich glaube, dass er gelöst ist“, meinte sein Fürsprecher Völler. „Ich bin davon überzeugt, dass er immer noch eine Chance hat, mit zur WM zu fahren, wenn er eine ähnliche Saison wie im letzten Jahr hat.“ Davon war der Liga-Torschützenkönig vor seiner Auswechslung kurz vor Schluss mit einer Fleischwunde weit entfernt.

dpa

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