Bundesliga

Bayern angriffslustig - Müller: "Liefern, wenn man muss"

Angreifer Thomas Müller (M) feiert mit den Teamkameraden seinen Treffer zur 1:0-Führung. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa
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Angreifer Thomas Müller (M) feiert mit den Teamkameraden seinen Treffer zur 1:0-Führung. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa
Herthas Torhüter Rune Jarstein blockt einen Schuss von Bayerns Robert Lewandowski (l) ab. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa
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Herthas Torhüter Rune Jarstein blockt einen Schuss von Bayerns Robert Lewandowski (l) ab. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa
Herthas Trainer Jürgen Klinsmann gibt seiner Mannschaft vom Spielfeldrand aus gestikulierend Anweisungen. Foto: Andreas Gora/dpa
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Herthas Trainer Jürgen Klinsmann gibt seiner Mannschaft vom Spielfeldrand aus gestikulierend Anweisungen. Foto: Andreas Gora/dpa
Münchens Leon Goretzka (l) kämpft mit Berlins Javairo Dilrosun um den Ball. Foto: Andreas Gora/dpa
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Münchens Leon Goretzka (l) kämpft mit Berlins Javairo Dilrosun um den Ball. Foto: Andreas Gora/dpa
Münchens Thomas Müller (2.v.l) trifft zum 1:0. Berlins Darida (l) und Torwart Jarstein kommen nicht mehr an den Ball. Foto: Andreas Gora/dpa
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Münchens Thomas Müller (2.v.l) trifft zum 1:0. Berlins Darida (l) und Torwart Jarstein kommen nicht mehr an den Ball. Foto: Andreas Gora/dpa
Während im Hintergrund die Münchener das 1:0 feiern, drehen die Berliner Darida und Ascacibar enttäuscht ab. Foto: Andreas Gora/dpa
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Während im Hintergrund die Münchener das 1:0 feiern, drehen die Berliner Darida und Ascacibar enttäuscht ab. Foto: Andreas Gora/dpa
Bayerns Robert Lewandowski (l) verwandelt einen Elfmeter zum 2:0. Foto: Andreas Gora/dpa
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Bayerns Robert Lewandowski (l) verwandelt einen Elfmeter zum 2:0. Foto: Andreas Gora/dpa

Der Start ins Jahr 2020 ist für den FC Bayern geglückt, das Zeichen an die Konkurrenz ist deutlich. Nur eine Halbzeit lang konnte Jürgen Klinsmanns Hertha den Meister ärgern. Damit ist die Münchner Jagd auf Herbstmeister Leipzig eröffnet.

Berlin (dpa) - Am Ende sah Jürgen Klinsmann auf der Hertha-Bank nur noch regungslos zu. "4:0 in Berlin - das schafft auch nicht jede Mannschaft", kommentierte Bayern-Trainer Hansi Flick den gelungenen Rückrundenstart des Titelverteidigers aus München bei Hertha BSC.

"Wir haben die Chancen in der zweiten Halbzeit eiskalt genutzt", sagte Flick, bevor er mit seinem Berliner Trainer-Kollegen Klinsmann lächelnd in die Katakomben des Olympiastadions entschwand. Seine Mannschaft hatte kurz die Muskeln spielen lassen und jagt jetzt bereits als Tabellenzweiter den Herbstmeister RB Leipzig.

"Wir nehmen es gerne mit. Es gibt der Mannschaft auch einen Ticken Selbstvertrauen. Aber wir wissen, dass wir in der Liga noch 16 Spiele haben, in denen wir gefordert sind", erklärte Flick. Sein Team hat in Berlin mit einer konzentrierten halben Stunde der Konkurrenz deutlich gemacht, dass der nationale Branchenführer auf Attacke-Modus gestellt hat. Mit dem 4:0 (0:0) am Sonntagabend bei Hertha bleibt der FC Bayern den Leipzigern mit vier Zählern Rückstand auf den Fersen.

Thomas Müller (60. Minute), Robert Lewandowski per Foulelfmeter (73.), Thiago (76.) und Ivan Perisic (84.) sorgten für den verdienten Auswärtserfolg. Für Klinsmanns Hertha war es nach vier Spielen ohne Niederlage ein bitterer Rückschlag. Die Berliner liegen als 14. nur zwei Punkte über der Abstiegszone. "Knackpunkt war der Elfmeter. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Wochen mal so einen Elfmeter für uns bekommen", bemerkte ein verärgerter Klinsmann, der die Aktion von Lukas Klünter gegen Nationalspieler Leon Goretzka "anders" als elfmeterwürdig gesehen hatte.

"Wir haben Hertha ein bisschen müde gespielt, da wurden die Lücken in der zweiten Halbzeit größer. Da haben wir mehr aufs Tempo gedrückt. Als der Knoten offen war, hat sich Hertha nicht mehr gewehrt", sagte Müller beim TV-Sender Sky und fügte später hinzu: "Wir sind weiter eine sehr wettkampfbezogene Mannschaft, die in der Lage ist zu liefern, wenn sie muss."

Gleichzeitig erinnerte sich Müller aber auch daran, dass Klinsmann seine Karriere besonders beeinflusst hatte. "Ich habe eine spezielle Beziehung zu Jürgen Klinsmann, er hat mich zum Profi gemacht. Ich habe noch die Mailbox im Ohr, als er mich zum Trainingslager der Profis eingeladen hat. Er hat mir die Chance gegeben, mir die Sporen bei den Profis zu verdienen, hat mich direkt eingesetzt. Es war schön, ihn heute wiederzusehen, aber noch schöner, hier heute zu gewinnen."

Enttäuschung herrschte dagegen bei den Berlinern. "Die individuellen Qualitäten kamen zum Tragen", sagte Davie Selke zu den Bayern. "Wie sie es ausgespielt haben, war schon stark. Wir wollten Nadelstiche setzen. Das hat in der ersten Halbzeit gut funktioniert." Der Hertha-Stürmer betonte aber zugleich: "Das ist für uns kein Rückschlag. Wir sind von unserem Weg überzeugt." Eine Stunde lang ließ Hertha bis auf eine Chance für Lewandowski, der nur 29 Tage nach einem Eingriff an seiner linken Leiste schon wieder in der Startaufstellung stand, nicht viel zu.

Bayerns Überlegenheit nach Wiederanpfiff wurde für Hertha dann aber zu groß. "Das erste Spiel so zu verlieren, ist bitter", sagte Abwehrspieler Klünter. Zunächst klärte noch Jordan Torunarigha nach einem Kopfball von Perisic, denn köpfte Dedryck Boyata einen Scharfschuss des Kroaten kurz vor der Torlinie weg. Doch als wieder Perisic eine Eingabe von Goretzka per Kopf auf Müller legte, ließ sich der Ex-Nationalspieler die Gelegenheit nicht entgehen.

Danach ging es Schlag auf Schlag: Lewandowski wurde zunächst ein Treffer wegen Torwartbehinderung aberkannt. Dann setzte der Pole den von Klinsmann kritisierten Elfmeter zu seinem 20. Liga-Saisontreffer ins Netz. Thiago und Perisic machten den klaren Sieg perfekt.

Hertha BSC

Visitenkarte Jürgen Klinsmann

Kader Hertha BSC

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