Arsenal wird demontiert

Bayern nach 5:1-Torspektakel auf Viertelfinal-Kurs

Der FC Bayern München hat im heimischen Stadion den FC Arsenal eindrucksvoll mit 5:1 besiegt. Foto: Sven Hoppe
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Der FC Bayern München hat im heimischen Stadion den FC Arsenal eindrucksvoll mit 5:1 besiegt. Foto: Sven Hoppe
Arjen Robben hat das 1:0 für München erzielt und bejubelt sein Tor. Foto: Andreas Gebert
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Arjen Robben hat das 1:0 für München erzielt und bejubelt sein Tor. Foto: Andreas Gebert
Arsenals Alexis Sanchez schießt einen Elfmeter den Bayern-Keeper Neuer allerdings parieren kann. Foto: Sven Hoppe
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Arsenals Alexis Sanchez schießt einen Elfmeter den Bayern-Keeper Neuer allerdings parieren kann. Foto: Sven Hoppe
Im Nachsetzen kann Sanchez den Ball dann doch noch für Arsenal im Tor versenken. Foto: Sven Hopppe
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Im Nachsetzen kann Sanchez den Ball dann doch noch für Arsenal im Tor versenken. Foto: Sven Hopppe
Torschütze Robert Lewandowski (r) jubelt mit Arjen Robben über den Treffer zum 2:1. Foto: Sven Hoppe
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Torschütze Robert Lewandowski (r) jubelt mit Arjen Robben über den Treffer zum 2:1. Foto: Sven Hoppe
Die Münchner Spieler beschweren sich bei Schiedsrichter Milorad Mazic über eine Entscheidung. Foto: Andreas Gebert
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Die Münchner Spieler beschweren sich bei Schiedsrichter Milorad Mazic über eine Entscheidung. Foto: Andreas Gebert
Thiago (M) hat die Tore zum 3:1 und 4:1 für den FC Bayern München erzielt. Foto: Andreas Gebert
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Thiago (M) hat die Tore zum 3:1 und 4:1 für den FC Bayern München erzielt. Foto: Andreas Gebert
Robert Lewandowski (l) kämpft gegen Shkodran Mustafi vom FC Arsenal um den Ball. Foto: Andreas Gebert
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Robert Lewandowski (l) kämpft gegen Shkodran Mustafi vom FC Arsenal um den Ball. Foto: Andreas Gebert

Das war das versprochene Fußball-Fest. Im Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse zeigen die Bayern, wozu sie in der Lage sind. Der FC Arsenal wird mit einer klaren Niederlage nach Hause geschickt.

München (dpa) - Wie auf Knopfdruck hat der FC Bayern in der Champions League seine ganze Klasse demonstriert. Nach einem 5:1-Torspektakel gegen den FC Arsenal sollte für den deutschen Fußball-Rekordmeister der vierte Achtelfinal-Erfolg gegen den Lieblingsgegner aus England nur noch Formsache sein.

Die Münchner trumpften nach zuletzt zähen Bundesliga-Auftritten dank wiederbelebter Offensivkraft richtig auf. Der herausragende Thiago (56./63. Minute), Joker Thomas Müller (88.), Robert Lewandowski (53.) Kunstschütze Arjen Robben (11.) sorgten für einen großen Sieg - auch für den Königsklassen-Spezialisten Carlo Ancelotti.

"Das ist ein wichtiger Sieg, ein wichtiges Ergebnis. Wir waren sehr kompakt", sagte der Bayern-Coach. Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge war richtig glücklich: "So, wie die Mannschaft nach der Pause aufgetreten ist, muss man super hochzufrieden sein", sagte er beim ZDF.

Der Ausgleich durch Alexis Sanchez (30.), der im Nachschuss bei einem von Manuel Neuer parierten Strafstoß traf, war an einem nahezu perfekten Abend am Ende nur ein Schönheitsfehler. 70 000 begeisterte Zuschauer feierten den 16. Heimsieg der Bayern in Europas Eliteliga nacheinander. Das Team um den starken Philipp Lahm darf mit größter Zuversicht im Rückspiel am 7. März in London auflaufen, auch wenn der Kapitän dann gelb-gesperrt fehlen wird.

"Das ist eine sehr, sehr gute Ausgangslage", sagte Lahm im ZDF und fügte mit einem Lächeln an: "Es sollte reichen". Robben ordnete den Leistungsschub mit der typischen Münchner Charakterstärke ein: "Das ist die Mentalität der Bayern."  Vergessen waren die zähen Auftritte in der Liga. "Das ist nicht der Moment, um kritisch zu sein", sagte Robben. "Wenn es drauf ankommt, sind wir immer da."

An dem angekündigten Fußball-Festtag zeigten sie eine positive Körpersprache, waren präsent und aktiv. Arsenal ließ die Bayern auf fahrlässige Weise agieren und stand auch bei Robbens 28. Königsklassen-Treffer brav Spalier. In seiner unnachahmlichen Art zog der Holländer nach innen und drosch den Ball mit links in den Winkel. "Es hat schon ein paar Mal funktioniert", scherzte Robben über sein Spezialtor.

Die Bayern waren dominant, gerade über die rechte Außenbahn kurbelten Lahm und Robben die Offensive an. Arsenal verteidigte weiter schlecht. Shkodran Mustafi sah nach einem überharten Einsteigen gegen Ballverteiler Thiago in der Bayern-Hälfte Gelb. Fast wirkten die Engländer überfordert. Es war Sanchez, der die Gunners aus der Lethargie riss. Sein Solo beendete Mats Hummels (26.) mit einem Foul knapp vor der Strafraumgrenze. Den folgenden Freistoß von Mesut Özil konnte Neuer nur abklatschen - noch ohne Konsequenzen.

Als Lewandowski Arsenals Abwehrchef Laurent Koscielny unter den ausgestreckten Fuß trat, entschied Schiedsrichter Milorad Mazic aus Serbien auf Strafstoß - die Bayern-Profis wollten es nicht glauben. Neuer entschärfte den Versuch von Sanchez, aber im zweiten Nachschuss ließ der Chilene gleich drei Bayern-Verteidiger um ihn herum alt aussehen. Neuer ärgerte sich maßlos über den vermeidbaren Ausgleich.

Nun wurde es hitzig. Zumal Mazic ein Handspiel von Hector Bellerin (35.) nicht für elfmeterwürdig hielt. Arsenal hatte mit Erlaubnis der Bayern ins Spiel gefunden. Beide Teams hatten noch vor der Pause Chancen zur Führung. Der bis dahin unglückliche Lewandowski (43.) köpfte über das Tor. Neuer parierte gegen Granit Xhaka (40.) und stark im Stellungsspiel gegen Özil (45.+1).

Kurz nach der Pause musste der starke Koscielny verletzt raus. Eine massive Schwächung für die Gäste, wie sich schnell zeigen sollte. Vier Minuten später sah Mustafi im Kopfball-Duell mit Lewandowski ganz schlecht aus. Der Pole köpfte sich elegant den Frust von der Seele - die Bayern waren wieder vorn. Drei Minuten später legte der Pole per Hackentrick für Thiago auf - 3:1.

Jetzt war wieder Festtagsstimmung in der Allianz Arena. Lewandowski (61.) zirkelt den Ball an die Latte. Javier Martinez scheiterte an Arsenals Schlussmann David Ospina (62.). Die Bayern hatten Spaß an ihrem Dauerdruck. Thiago erhöhte mit seinem insgesamt fünften Europapokal-Tor unter Mithilfe von Xhaka per Distanzschuss auf 4:1. Die Bayern waren mit sich und ihrer Fußball-Welt wieder richtig zufrieden und sogar Müller durfte nach 85 Minuten auf der Ersatzbank noch ran - und traf prompt zum Endstand.

Champions-League-Achtelfinale

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