Dementi vom Sportvorstand

Hamburger SV: Verwaltet Ex-„Storch“ Tim Walter das Erbe von HSV-Trainer Dieter Hecking?

Der Hamburger SV steht vor dem immens wichtigen Spiel gegen Sandhausen. Ist es bereits das letzte für HSV-Coach Dieter Hecking? Gerüchte um Ex-„Storch“ Tim Walter lassen dies vermuten.

Hamburg – Am Sonntag, 28. Juni 2020 heißt es ab 15:30 Uhr für den Hamburger SV, alles in die Waagschale zu werfen, was der Kader hergibt. Die Rothosen wollen sich auf jeden Fall gebührend von ihren Fans vor dem TV verabschieden, die eine turbulente Saison des HSV erlebt haben. Noch immer besteht die Möglichkeit, den Relegationsplatz drei zu erreichen - wenn auch nicht mehr aus eigener Kraft. Wird das Spiel gegen den SV Sandhausen womöglich schon das letzte für Trainer Dieter Hecking? Die Gerüchte um mögliche Nachfolger halten sich hartnäckig, der ehemalige Kiel-Coach Tim Walter gilt als Favorit.

Fußballtrainer:Tim Walter
Geboren:8. November 1975 (Alter 44 Jahre), Bruchsal
Bisherige Trainerstationen:VfB Stuttgart (Fußballtrainer, 2019-2019)
Name:Tim Laszlo Walter

Hamburger SV: Was wird aus Dieter Hecking? Ex-„Storch“ Tim Walter soll die Wende beim Fußball-Zweitligisten bringen

Im Volksmund heißt es, dass der Storch die Kinder bringt. Hält Ex-„Storch“ Tim Walter wiederum eine Art Neugeburt für den Hamburger SV bereit? Der ehemalige Trainer von Holstein Kiel wird als heißer Nachfolger von HSV-Coach Dieter Hecking gehandelt, sollte es doch noch zur Trennung vom 55-Jährigen kommen. Laut „Mopo, die sich wiederum auf „Sky“-Informationen beruft, haben sich die Verantwortlichen der Hamburger* bereits mit dem potenziellen „Erben“ ihres noch aktuellen Übungsleiters getroffen.

Ebenso seien André Breitenreiter, der eine dreijährige HSV-Vergangenheit aufweist und Darmstadt-Coach Dimitrios Grammozis, der die „Lilien“ zum Saisonende verlässt, im Gespräch. Entsprechend der brodelnden Gerüchteküche gilt Tim Walter aber als der Favorit auf den Trainerposten an der Elbe. Der 44-Jährige hat vor allem in den vergangenen drei Jahren auf sich aufmerksam gemacht.

Man kennt sich: HSV-Coach Dieter Hecking (links) kämpft um seinen Job, Trainerkollege Tim Walter könnte auf ihn folgen. (Archivbild)

Angefangen in den U-Abteilungen des Karlsruher SCs, übernahm Walter 2017 den Cheftrainerposten bei der Zweitvertretung von Rekordmeister Bayern München*. In der Regionalliga Bayern konnte sein Team hinter dem TSV 1860 München den zweiten Platz belegen. Doch der gebürtige Baden-Württemberger wollte nicht sesshaft werden und zog in den hohen Norden. Als Coach von Holstein Kiel konnte Walter den sechsten Platz in der Endabrechnung der 2. Fußball-Bundesliga belegen.

Nach dem Gusto der VfB Stuttgart-Verantwortlichen hatte der aus Bruchsal stammende Trainer sein Können damit bereits hinreichend unter Beweis gestellt. Zur Saison 2019/2020 heute Walter bei den Schwaben an, wurde jedoch schon im Dezember 2019 wieder von seinen Aufgaben entbunden. Grund hierfür war nicht zuletzt die deftige 2:6-Niederlage gegen den Hamburger SV. Dorthin könnte es den 44-Jährigen nun ziehen. Doch haben in diesem Fall auch noch der aktuelle Coach der Hamburger, Dieter Hecking und Sportvorstand Jonas Boldt ein gehöriges Wörtchen mitzureden.

Hamburger SV: Sportvorstand Jonas Boldt stärkt HSV-Coach Dieter Hecking den Rücken

Der gebürtige Nürnberger hat auf der HSV-Pressekonferenz am Mittwoch, 24. Juni verlauten lassen, sich eine weitere Zusammenarbeit mit Hecking auch im Falle des Nicht-Aufstiegs vorstellen zu können. „Wir haben uns das alle vielleicht noch einen Tick positiver erhofft. Jetzt ist es so, dass es am letzten Spieltag um alles geht. Deswegen haben wir uns auch in den vergangenen Wochen darüber ausgetauscht, dass wir beide diesen Weg, den wir hier beim HSV eingeschlagen haben, nicht einfach so über Bord werfen wollen“, hieß es von Boldt.

Das Verhältnis zwischen dem Sportvorstand und dem erfahrenen Trainer gilt als sehr harmonisch. Entsprechend positiv zeigt sich Boldt auch in seiner Wortwahl. „Hier sind viele Hindernisse gewesen, die wir aus dem Weg geräumt haben. Wir bekommen unglaublich viel Anerkennung, nicht nur aus dem Hamburger Raum, sondern aus ganz Deutschland, dass die Menschen sagen: Obwohl die Ziele noch nicht erreicht sind, können sie sich mit dem HSV wieder identifizieren", verweist er auf all jene, die es mit den Rothosen halten.

Der Fußballfunktionär wird sich aber auch der kritischen Stimmen und Töne bewusst sein. Die stammen beispielsweise von Felix Magath, dem ein HSV-Aufstieg egal wäre* oder Ex-Präsident Jürgen Hunke, der mit Investor Klaus-Michael Kühne abrechnet* – 24hamburg.de berichtet darüber ausführlich. „Der HSV steht für Werte. Natürlich zählen am Ende immer auch Ergebnisse, das wissen wir. Aber deswegen können wir uns einen weiteren gemeinsamen Weg vorstellen“, stellt Boldt unnachgiebig unter Beweis, dass er zumindest zu Hecking steht.

„Er geht immer wieder positiv mit sehr klaren Gedanken voran und ich kann nur betonen, dass das auch immer wieder der Grund gewesen ist, warum wir uns nach diesen Rückschlägen nicht haben abschlachten lassen, sondern mit Enthusiasmus ins nächste Spiel gegangen sind“, hebt der Sportvorstand die Stärke seines Trainers hervor. Lobenswerte Worte, die jedoch nicht in Stein gemeißelt sind. Schon gar nicht, wenn der HSV gegen Sandhausen baden geht oder eine nicht ansprechende Leistung zeigt. Häme und Spott* ist den Rothosen bereits gewiss.

Alles neu im Norden? HSV-Coach Hecking und Werder-Trainer Kohfeldt kämpfen um ihren Job, Sankt Paulis Luhukay bereits abgesägt

Die Mannschaft rund um Kapitän Aaron Hunt* muss am Sonntag, 28. Juni Moral zeigen und mindestens einen Punkt holen, um realistische Chancen auf die zwei zusätzlichen Spiele um den Aufstieg in Liga eins zu haben. Dafür ist Schützenhilfe von Spitzenreiter Bielefeld notwendig, die eine Fanfreundschaft mit dem HSV* pflegen. Doch müssen die Hamburger auch ihre eigenen Hausaufgaben machen und sollten den Gegner aus dem beschaulichen Sandhausen nicht auf die leichte Schippe nehmen. Ein Ex-Spieler der Hansestädter hat bereits angekündigt, den Rothosen das Leben schwer machen zu wollen.

Schwer wird es auch für den Nordrivalen von der Weser, dem SV Werder Bremen*. Die Grün-Weißen müssen ihr Spiel gegen Köln am Samstag, 27. Juni definitiv gewinnen, um Düsseldorf noch überholen zu können und den Relegationsplatz in Liga eins zu sichern. Doch auch hier bedarf es fremder Hilfe, in diesem Fall von Union Berlin. Bereits gerettet ist hingegen der FC Sankt Pauli*, auch wenn die Saison einer Achterbahnfahrt der Gefühle glich. Mittlerweile wurde die Trennung von Coach Jos Luhukay* bekannt gegeben, der den Kiezverein nur noch gegen Wehen Wiesbaden betreuen darf. Ähnliches kann auch Hecking und Werder-Trainer Florian Kohfeldt* drohen.

Alle Informationen rund um das Spiel gegen Sandhausen, über Unruhe im Vorfeld und Gründe, die dem HSV sowohl Mut als auch Angst machen, finden sich im 24hamburg.de-Live-Ticker*. * 24hamburg.de, deichstube.de, merkur.de und nordbuzz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa/picture alliance

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