Europa League

Heimpleite gegen Basaksehir: Gladbach ausgeschieden

Istanbuls Enzo Crivelli (r) besiegelte in der Nachspielzeit mit seinem Tor das Gladbacher Aus. Foto: Marius Becker/dpa
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Istanbuls Enzo Crivelli (r) besiegelte in der Nachspielzeit mit seinem Tor das Gladbacher Aus. Foto: Marius Becker/dpa
Gladbachs Christoph Kramer (l) wird von Danijel Aleksic unter Druck gesetzt. Foto: Marius Becker/dpa
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Gladbachs Christoph Kramer (l) wird von Danijel Aleksic unter Druck gesetzt. Foto: Marius Becker/dpa
Marcus Thuram brachte Gladbach mit 1:0 in Führung. Foto: Marius Becker/dpa
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Marcus Thuram brachte Gladbach mit 1:0 in Führung. Foto: Marius Becker/dpa
Nach vor dem Seitenwechsel durften sich die Basaksehir-Profis über den Ausgleich freuen. Foto: Marius Becker/dpa
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Nach vor dem Seitenwechsel durften sich die Basaksehir-Profis über den Ausgleich freuen. Foto: Marius Becker/dpa
Gladbachs Patrick Herrmann ärgert sich nach einer vergebenen Torchance. Foto: Marius Becker/dpa
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Gladbachs Patrick Herrmann ärgert sich nach einer vergebenen Torchance. Foto: Marius Becker/dpa

Borussia Mönchengladbach scheitert nach einer dramatischen Schlussphase in der Gruppenphase der Europa League. Ein spätes Tor lässt dagegen Istanbul Basaksehir jubeln.

Mönchengladbach (dpa) - Die Gladbacher Profis schauten fassungslos, Marcus Thuram zog sich schluchzend das Trikot über den Kopf.

Der Bundesliga-Tabellenführer hat sich in der Europa League blamiert und ist nach einem Last-Minute-Schock als einziger deutscher Club sowie erstmals in der Gruppenphase ausgeschieden. Die Borussia verlor am Donnerstagabend gegen Basaksehir aus Istanbul mit 1:2 (1:1) und rutsche in der Gruppe J von Platz eins noch auf den dritten Rang ab.

Fünf Tage nach dem Coup gegen den FC Bayern München brachte Thuram (33. Minute) Gladbach vor 40.046 Zuschauern zwar in Führung. Doch Irfan Can Kahveci (44.) nach einem Katastrophen-Fehler des bislang so starken Torwarts Yann Sommer und Enzo Crivelli (90.) drehten die Partie. Der türkische Herzensclub von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan jubelte dagegen über den ersten Einzug überhaupt ins Sechzehntelfinale.

"Das ist bitter für uns. Wir wollten unbedingt das Ziel erreichen, zu gewinnen und im nächsten Jahr dabei zu sein", sagte Trainer Marco Rose bei RTL. Stefan Lainer äußerte beim Streamingdienst "DAZN". "Es war komplett unnötig, dass wir nicht drei Punkte geholt haben. Wir hatten das Spiel komplett im Griff und haben zwei dumme, unnötige Gegentore bekommen."

Die Gastgeber begannen mit dem Selbstverständnis eines Bundesliga-Tabellenführers, der am vergangenen Wochenende die Bayern geschlagen hat. Florian Neuhaus prüfte Istanbuls Torwart Mert Günok bereits nach vier Minuten. Trainer Rose hatte im Vergleich zum 2:1 gegen München etwas überraschend fünf Wechsel in der Startformation vorgenommen und seine Mannschaft in ein offensives 4-3-3-System sortiert. Unter anderem Ramy Bensebaini, gegen den Rekordmeister noch Doppeltorschütze, saß zunächst auf der Bank.

"Wir wollen dem ganzen Kader vertrauen", hatte Rose beim Streamingdienst "DAZN" gesagt und auf die vier Gladbacher Spiele innerhalb von zehn Tagen bis Weihnachten verwiesen. Rechtsverteidiger Lainer absolvierte den 50. Europapokal-Einsatz seiner Karriere, der Österreicher bereitete Thurams Führungstreffer mit einem starken Pass mustergültig vor.

Defensiv waren die Borussen gegen die Gäste, die laut Rose über "hohe fußballerische Qualität" verfügen und ein paar bekannte Altstars ihn ihren Reihen haben, eigentlich kaum gefordert. Rose, der 2018 mit Salzburg das Halbfinale der Europa League erreicht hatte, sah sich das Geschehen dick eingepackt zumeist auf der Gladbacher Bank sitzend an. Dann aber sah Sommer bei Kahvecis Schuss aus gut 30 Metern schlecht aus - und machte die Partie ohne Not wieder spannend.

Kurz nach dem Wiederanpfiff wurde Istanbul zudem etwas stärker. Die besseren Chancen verzeichnete aber weiterhin die Borussia. Patrick Herrmann hatte das zweite Gladbacher Tor auf dem Fuß. Er scheiterte aber am glänzend reagierenden Istanbuler Torwart (60.), der auch beim Distanzschuss von Thuram (75.) und Kopfball des eingewechselten Alassane Pléa (87.) zur Stelle war. Crivelli sorgte für Ruhe im Borussia-Park, Thuram traf im Anschluss noch den Pfosten (90.+2).

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