Medien-Berichte

WM-Affäre: Belastende Beweise gegen Zwanziger?

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DFB-Präsident Theo Zwanziger.

Berlin - In der WM-Affäre beim Deutschen Fußball-Bund soll es einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge belastende Beweise gegen den früheren Verbandschef Theo Zwanziger geben.

Erst Zwanziger habe die genaue Summe für die dubiose Zahlung von 6,7 Millionen Euro festgesetzt, sollen demnach Recherchen der „SZ“, von NDR und WDR ergeben haben. Dies hätten die Ermittler der Kanzlei Freshfields, die beim DFB die Affäre aufklären sollen, durch handschriftliche Notizen des einstigen Spitzenfunktionärs auf einem entsprechenden Dokument festgestellt.

Zwanziger bestritt in der „SZ“ diese Darstellung. Dies sei „dummes Zeug“ und das „Geschwätz von DFB-Leuten“. Der frühere Verbandschef hatte den DFB im Unfrieden verlassen und sich später eine Fehde mit seinem inzwischen zurückgetretenen Nachfolger Wolfgang Niersbach geliefert. Mit der verdächtigen Zahlung war er angeblich in seiner Rolle als Finanzchef des Organisationskomitees für die WM 2006 befasst.

Der Millionenbetrag war zunächst offenbar als Darlehen des früheren Adidas-Chefs Robert Louis-Dreyfus an den Weltverband FIFA geflossen. Auf diesem Wege wollte sich das WM-OK angeblich einen Zuschuss der FIFA in Höhe von 170 Millionen Euro sichern. Als Dreyfus später das Geld vom DFB zurückforderte, soll das OK die 6,7 Millionen Euro auf ein FIFA-Konto überwiesen haben, damit es von dort weiter an den Franzosen fließt.

Zwanziger soll dem Bericht zufolge die vom OK-Aufsichtsrat dafür bewilligte Summe von sieben Millionen Euro um 300 000 Euro für Personalkosten gekürzt und somit dem ursprünglichen Darlehensbetrag angepasst haben. Auch die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt in der Sache unter anderem gegen Zwanziger wegen eines möglichen Steuervergehens. Diesen Vorwurf bestreitet der Ex-Chef des DFB ebenfalls.

dpa

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