HSV mit negativer Geschäftsbilanz

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Der HSV machte im Geschäftsjahr 2010/2011 einen Verlust von 4,87 Millionen Euro.

Hamburg - Der Hamburger SV schreibt seit 2003 erstmals rote Zahlen. Wer die Schuld dieser finanziellen Misere trägt:

Wie der Radiosender 90,3 und die Tageszeitung “Die Welt“ am Freitag berichteten, hat der Fußball-Bundesligist für das Geschäftsjahr 2010/2011 einen Verlust von 4,87 Millionen Euro ausgewiesen. “Sportliches und wirtschaftliches Ergebnis des Vereins sind enttäuschend ausgefallen“, sagte Ernst-Otto Rieckhoff, Vorsitzender des HSV-Aufsichtsrates. Die Bilanz wurde den Vereinsmitgliedern in diesen Tagen zugeschickt.

Wer am meisten abkassiert hat: Die TV-Geldrangliste der Bundesliga 2010/2011

Wer am meisten abkassiert hat: Die TV-Geldrangliste der  Bundesliga 2010/2011

18. FC St. Pauli 13,20 Millionen Euro (Gesamterlös aus Inlands- und Auslandsvermarktung) © Getty
17. 1. FC Kaiserslautern 13,92 Millionen Euro © Getty
16. Borussia Mönchengladbach 14,65 Millionen Euro © Getty
15. 1. FC Nürnberg 15,66 Millionen Euro © Getty
14. 1. FC Köln 16,10 Millionen Euro © Getty
13. SC Freiburg 16,83 Millionen Euro © Getty
12. Eintracht Frankfurt 17,77 Millionen Euro © Getty
11. FSV Mainz 05 18,81 Millionen Euro © Getty
10. 1899 Hoffenheim 19,01 Millionen Euro © Getty
9. Hannover 96 20,96 Millionen Euro © Getty
8. VfB Stuttgart 21,13 Millionen Euro © Getty
7. VfL Wolfsburg 22,10 Millionen Euro © Getty
6. FC Schalke 04 24,11 Millionen Euro © Getty
5. Werder Bremen 24,77 Millionen Euro © Getty
4. Hamburger SV 25,95 Millionen Euro © Getty
3. Bayer 04 Leverkusen 26,57 Millionen Euro © Getty
2. Borussia Dortmund 26,89 Millionen Euro © Getty
1. FC Bayern München 29,96 Millionen Euro © Getty

Für das Defizit verantwortlich gemacht wird das frühere Führungsduo Bernd Hoffmann und Katja Kraus. Im Vorfeld hat der Aufsichtsrat beide zu ungeklärten Vorgängen und vermissten Unterlagen in ihrer Amtszeit befragt. Daraufhin seien laut Kontrollgremium aber unzureichende Antworten gekommen. Unter anderem geht es um das geplatzte Engagement von DFB-Chefscout Urs Siegenthaler als Sportdirektor beim HSV.

Bei der Mitgliederversammlung am 15. Januar werden deshalb kritische Diskussionen erwartet. Den ehemaligen Vorstandsmitgliedern Hoffmann und Kraus könnte die Entlastung für das vergangene Geschäftsjahr verweigert werden.

dpa

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