Unnötiges 0:1

Niederlage gegen Florenz - Gladbach bangt um Achtelfinale

Durch den Treffer von Federico Bernardeschi verliert Gladbach 0:1 gegen Florenz. Foto: Federico Gambarini
1 von 5
Durch den Treffer von Federico Bernardeschi verliert Gladbach 0:1 gegen Florenz. Foto: Federico Gambarini
Federico Bernardeschi (l) klammert sich beim Kampf um den Ball an den Gladbacher Thorgan Hazard. Foto: Marius Becker
2 von 5
Federico Bernardeschi (l) klammert sich beim Kampf um den Ball an den Gladbacher Thorgan Hazard. Foto: Marius Becker
Federico Bernardeschi vom AC Florenz erzielt das 1:0 per Freistoß. Foto: Federico Gambarini
3 von 5
Federico Bernardeschi vom AC Florenz erzielt das 1:0 per Freistoß. Foto: Federico Gambarini
Gladbachs Torwart Yann Sommer kann das Tor nicht verhindern. Foto: Federico Gambarini
4 von 5
Gladbachs Torwart Yann Sommer kann das Tor nicht verhindern. Foto: Federico Gambarini
Gladbachs Trainer Dieter Hecking regt sich der Seitenlinie mächtig auf. Foto: Marius Becker
5 von 5
Gladbachs Trainer Dieter Hecking regt sich der Seitenlinie mächtig auf. Foto: Marius Becker

So hatten sich die Gladbacher das nicht vorgestellt. Das Achtelfinale der Europa League ist nach der unnötigen Niederlage gegen Florenz in weite Ferne gerückt. Nach dem Sonntagsschuss eines Geburtstagskinds wird es eng für die Borussia - doch die Hoffnung bleibt.

Mönchengladbach (dpa) - Borussia Mönchengladbach hat die Chance aufs Achtelfinale der Europa League so gut wie verspielt. Der Zehnte der Fußball-Bundesliga unterlag dem AC Florenz im Zwischenrunden-Hinspiel mit 0:1 (0:1) und steht damit in acht Tagen in Florenz vor einer schwierigen Mission.

Mit der ersten Niederlage nach zuvor vier Siegen und einem Remis endete am Donnerstagabend auch die Erfolgsserie unter dem neuen Trainer Dieter Hecking. Vor 41 863 Zuschauern im Borussia-Park erzielte Geburtstagskind Federico Bernardeschi (44.) den glücklichen Siegtreffer für die Gäste.

"Wir hätten heute drei, vier Tore machen können, deshalb sind wir für das Rückspiel auch positiv gestimmt", meinte Keeper Yann Sommer trotz der unglücklichen Niederlage. "Wir sind überzeugt davon, dass wir es noch schaffen", sagte der Schweizer und lobte sein Team: "Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und vor allem in der ersten Halbzeit sehr gute Chancen gehabt." Der Freistoß von Bernardeschi sei dann aber auch "sehr gut geschossen" gewesen.

Die Niederlage im 160. Europapokalspiel war völlig unnötig, denn Gladbach beherrschte den Tabellen-Achten der Serie A über weite Strecken nach Belieben. Das Hecking-Team spielte sich vor allem vor der Pause etliche Chancen heraus. Nach einer Klasse-Kombination über Fabian Johnson und Thorgan Hazard war Patrick Herrmann frei, schoss aber direkt in die Arme von AC-Keeper Ciprian Tatarusanu (14.). Zwei Minuten später war Herrmann erneut zur Stelle, diesmal wurde er elfmeterreif gelegt. Doch der Pfiff blieb aus.

Mit schnellen Kombinationen kamen die "Fohlen" oft gefährlich in Tornähe, sie kontrollierten die Partie - nur das erlösende Tor wollte nicht fallen. Nach einem Freistoß rettete Tatarusanu vor Verteidiger Jannik Vestergaard, der zum Kopfball hochgestiegen war (29.). Gladbach musste erneut auf Raffael (Muskelfaserriss im Oberschenkel) verzichten. Dafür kehrte Kapitän Lars Stindl, der beim 1:0-Sieg in Bremen gelb-gesperrt fehlte, ins Team zurück. Für ihn musste Stürmerkollege André Hahn zunächst auf der Bank Platz nehmen;er konnte in der Schlussviertelstunde aber auch nichts mehr ausrichten.

Hecking setzte auf sein bewährtes 4:4:2-System und das agile Sturmduo Hazard/Stindl, der noch vor der Pause die Riesenchance zum 1:0 vergab (40.). Sekunden später traf Johnson nur das Aluminium, Stindl ballerte den Nachschuss am langen Pfosten vorbei. Nach der Pause war die Luft schon ein bisschen raus, gute Chancen wie die von Oscar Wendt (69.) oder Josip Drmic (83.) wurden seltener. Der Bundesligist drängte und drückte, aber auch in der starken Schlussoffensive wollte der verdiente Ausgleich nicht mehr gelingen.

Florenz agierte mit einer Dreierkette und dem ehemaligen HSV-Profi Milan Badelj im Mittelfeld. Die vom Portugiesen Paulo Sousa trainierte Fiorentina lauerte vor allem auf Konter - echte Torgefahr ging von der Offensive um Top-Torjäger Nikola Kalinic nur einmal aus. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel schlug es kurz vor der Pause ein: An seinem 23. Geburtstag schockte der italienische Nationalspieler Bernardeschi ("Wir wollen die Europa League gewinnen") die am Ende enttäuschte Heimelf - Torhüter Sommer war bei diesem Traumtor machtlos.

Profil Borussia Mönchengladbach

Profil AC Florenz

Das könnte Sie auch interessieren

Nienburg

Herbstmarkt in Hoya

Die Fördergemeinschaft Hoya feierte am Sonntag Herbstmarkt. Dazu gehören traditionell auch der große Flohmarkt auf der Langen Straße, der Bauernmarkt …
Herbstmarkt in Hoya
Nienburg

Mittelalterliche Trauung in Hoya

Hoyas evangelischer Pastor Andreas Ruh hat am Sonntag im Mittelalter-Gottesdienst zum Katharinenmarkt Melanie und Jens Wicke aus Hoya getraut. Als …
Mittelalterliche Trauung in Hoya
Nienburg

Katharinenmarkt in Hoya

Der Katharinenmarkt Hoya hat am Wochenende sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Mit Graf und Gräfin, Gauklern und Spielleuten, Erzbischof und …
Katharinenmarkt in Hoya
Nienburg

Erntefest in Helzendorf

Die Dorfjugend hatte auf ihrem Wagen neben der Musikanlage auch eine Zapfanlage am Strom-Aggregat montiert und war damit bestens für die Tour …
Erntefest in Helzendorf

Meistgelesene Artikel

Früchtl wegen Neuer nicht zur U17-WM - 21 Spieler nominiert

Früchtl wegen Neuer nicht zur U17-WM - 21 Spieler nominiert

Tod der Ehefrau treibt Ferdinand in den Ring: Karriere als Boxprofi

Tod der Ehefrau treibt Ferdinand in den Ring: Karriere als Boxprofi

Nach Messis Viererpack: Nur noch sieben Tore bis zum Müller-Rekord

Nach Messis Viererpack: Nur noch sieben Tore bis zum Müller-Rekord

FCA-Präsident wettert gegen Hasenhüttl - Ermittlungen gegen Baier

FCA-Präsident wettert gegen Hasenhüttl - Ermittlungen gegen Baier

Kommentare