FIFA-Präsidentschaft

Ginola aus dem Rennen - Prinz Ali konkretisiert Pläne

Prinz Ali Bin al-Hussein (l) fordert Amtsinhaber Joseph Blatter heraus. Foto: Jamal Nasrallah
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Prinz Ali Bin al-Hussein (l.) fordert Amtsinhaber Joseph Blatter heraus.

Dubai - David Ginola ist mit seiner ohnehin als Werbegag betrachteten Kandidatur um das FIFA-Präsidentenamt schon an den Zulassungskriterien gescheitert. Die anderen Herausforderer von Amtsinhaber Joseph Blatter haben derweil ihre Kampagnen präzisiert.

Auf neun Seiten stellte der jordanische Weltverbands-Vize Prinz Ali Bin al-Hussein sein Programm für einen "frischen Start" vor, der frühere Weltfußballer Luís Figo benannte seine Unterstützer. Er sei von Dänemark, Luxemburg, Mazedonien, Montenegro und Polen sowie dem portugiesischen Landesverband nominiert worden, teilte Figo mit. "Es war ein großartiger Start - danke an alle, die es betrifft", sagte der ehemalige Profi des FC Barcelona und von Real Madrid.

Ginola scheitert an Zulassungskriterien

Ginola fand nicht die notwendigen fünf FIFA-Mitgliedsländer als Unterstützer und räumte am Freitag sein Scheitern ein. "Ich muss zu dem Schluss kommen, dass ich bis zum Fristende nicht die Bestätigung für fünf Nominierungen bekommen habe und ich daher leider nicht in der Lage bin, meine FIFA-Präsidentschaftskandidatur aufrecht zu halten", teilte Ginola mit. Der 48-Jährige hatte seine Bewerbung von einer irischen Wettfirma finanzieren lassen.

Nach Figo und dem Niederländer Michael van Praag bestätigte auch al-Hussein offiziell seine Kandidatur. "Ich bin sehr geehrt, dass ich die Nominierungen der Nationalverbände erhalten habe, die mir erlauben, ins Rennen um die FIFA-Präsidentschaft einzusteigen", teilte der Sohn des gestorbenen Königs Hussein mit.

Al-Hussein erklärte, er wolle einen "frischen Start für die FIFA, der eine aufrichtige Reform einschließt und auch den Mitgliedsverbänden mehr Macht und Ressourcen zur Verfügung stellt". Der 39-Jährige ist seit 1999 Präsident des jordanischen Verbands und wurde als Vertreter Asiens vor vier Jahren zum FIFA-Vize gewählt. Bevor sich Figo und van Praag zur Wahl stellten, war erwartet worden, dass al-Hussein viele Stimmen aus dem Blatter-kritischen Teil Europas erhalten könnte. Er will sich in der kommenden Woche bei einer Pressekonferenz in London vorstellen.

Al-Hussein erhält Unterstützung aus England

Bei der Nominierung wurde al-Hussein unter anderem durch die englische FA für die Wahl am 29. Mai in Zürich formell nominiert. "Aber wir haben auch die ermutigende Reform-Botschaft bemerkt, die Michael van Praag anbietet", sagte FA-Präsident Greg Dyke. Der niederländische Verbandspräsident war von Belgien, Rumänien, Schottland, Schweden, Färöer und seiner eigenen Organisation nominiert worden.

England werde vor einer Wahlentscheidung nun die offizielle Kandidatenliste abwarten, sagte Dyke weiter. "Wir sagen seit langer Zeit, dass ein neuer Ansatz innerhalb der FIFA notwendig ist." Es wird erwartet, dass nach Überprüfung der Bewerber die endgültige Aufstellung am 8. oder 9. Februar vorliegt.

Jeder Bewerber um das Amt benötigt die formelle Unterstützung von fünf Nationalverbänden für die Zulassung zur Wahl am 29. Mai. Diese haben nach eigenen Angaben bislang auch Figo und van Praag. Jérôme Champagne ließen bislang offen, ob er im Rennen bleiben kann. Er werde sich in den kommenden Tagen dazu äußern, sagte der frühere Funktionär des Fußball-Weltverbands der Deutschen Presse- Agentur. "Ich folge dem offiziellen Kalender des Wahlkomitees", erklärte Champagne.

dpa

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