Pleite gegen Galatasaray

Schock nach Derby-Rausch: Schalke ist raus

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Der zwischenzeitliche Ausgleich von Michel Bastos (r.) war zu wenig für Schalke.

Gelsenkirchen - Dem Derby-Rausch folgte der Schock in der Champions League gegen Galatasaray: Schalke 04 ist drei Tage nach dem grandiosen 2:1 gegen Borussia Dortmund aus der Königsklasse ausgeschieden.

Die Königsblauen verloren das Achtelfinalrückspiel gegen Galatasaray Istanbul 2:3 (1:2) und verspielten damit zusätzliche Millioneneinnahmen.

Roman Neustädter brachte die Gelsenkirchener zwar in Führung (17. ) und ließ sie nach dem 1:1 im Hinspiel vom dritten Viertelfinaleinzug nach 2008 und 2011 träumen. Doch der Ex-Schalker Hamit Altintop mit einem Distanzschuss (37.) und Burak Yilmaz mit seinem achten Saisontor (42.) zerstörten alle Hoffnungen. Michel Bastos gelang nur noch der Ausgleich (63.), ehe Unut Bulut (90.+5) für die Entscheidung sorgte. Die Königsblauen müssen sich mit rund 30 Millionen Euro trösten, die sie in der Königsklasse einspielten.

Altintop sorgt für die Wende

Dabei lief für den Bundesligavierten zunächst alles nach Plan: Gleich die erste Torchance nutzte Neustädter zum 1:0. Nach einer Ecke von Jefferson Farfan und einem Kopfball von Benedikt Höwedes legte Joel Matip den Ball auf den Ex-Gladbacher ab, der sein erstes Champions-League-Tor erzielte.

Doch Schalke spielte deutlich verhaltener als gegen Dortmund und überließ dem türkischen Meister die Initiative. Schon in der Anfangsphase hatten die Gäste, die von rund 8000 Fans unter den 54. 142 Zuschauern in der ausverkauften Schalker Arena angefeuert wurden, die besseren Torszenen. Nach Zuspiel von Wesley Sneijder scheiterte Altstar Didier Drogba aber ebenso an Schalkes Torhüter Timo Hildebrand (6.) wie wenig später Secuk Inan (13.).

Dann leitete ausgerechnet Altintop die Wende ein. Der gebürtige Gelsenkirchener zog aus fast 30 Metern ab und traf unhaltbar für Hildebrand zum Ausgleich. Es war für den Ex-Schalker, der im Hinspiel die Latte getroffen hatte, das erste Saisontor. Dem 1:2 gingen gleich mehrere Schalker Fehler voraus. Zunächst landete ein Querpass von Neustädter beim Gegner, dann verlor Höwedes den Zweikampf gegen Burak, außerdem stürzte Hildebrand aus dem Tor und war dann beim Heber machtlos.

"Grätsche ich meine Frau um?" Die Sprüche der Bundesliga-Hinrunde

"Grätsche ich meine Frau um?" Die Sprüche der Bundesliga-Hinrunde

„Wohin dann mit den Aggressionen? Grätsche ich dann meine Frau von hinten um, ramme ich sie über den Herd? Ist erfreulicherweise nicht der Fall.“ (Dortmunds Trainer Jürgen Klopp über die Zeit nach dem Ende seiner aktiven Karriere) © dapd
„Vielleicht sollte ich mich mal so wegschütten wie der Butler.“ (Fürths Trainer Mike Büskens auf die Frage, ob er sich angesichts einer Pleitenserie so fühle wie bei „Dinner for one“) © Getty
„Abhacken müssen die Jungs die Dinger noch nicht, um kein Handspiel zu begehen.“ (Klopp bei Sky über Marcel Schmelzers Verhalten bei einer Rettungsaktion auf der Torlinie) © Getty
„Meine Jungs sind Mentalitäts-Monster!“ (Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach dem 2:1 in Mainz) © Getty
„Dass Theo Zwanziger kein guter Präsident war, wusste ich schon lange. Dieses Buch wird ihn nach seinem mehr als peinlichen Rücktritt in die Isolation treiben.“ (Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß über das Buch des früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger) © Getty
„Das Dumme an Prognosen ist immer, dass sie sich auf die Zukunft beziehen.“ (Werder Bremens Manager Klaus Allofs zu den Gerüchten über einen möglichen Wechsel zum VfL Wolfsburg) © Getty
„Wir haben lange nicht verloren - zwei Spiele.“ (Hoffenheims Torwart Tim Wiese nach dem 1:1 bei Fortuna Düsseldorf) © Getty
„Metzelder? Ist wo Spieler? Auf Schalke? Mich wundert, dass er da Zeit hat, sich darüber Gedanken zu machen. Er soll seinen Job als Spieler machen - und fertig!“ (Trainer Bruno Labbadia vom VfB Stuttgart über TV-Kritiker Christoph Metzelder) © Getty
„Wir kommen auch nicht aus der Baumschule. Ein bisschen Fußball spielen können wir auch.“ (Fürths Trainer Mike Büskens nach dem 1:1 in Wolfsburg) © dpa
„Was der Reif sagt, geht mir völlig am Arsch vorbei! Dieser Klugscheißer.“ (Sportdirektor Rudi Völler von Bayer Leverkusen über die kritischen Worte des Sky-Kommentators Marcel Reif) © dpa
„Eine Garantie kriegen Sie, wenn Sie eine Waschmaschine kaufen.“ (Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf auf die Frage, ob sein Kapitän Clemens Fritz mit einer Stammplatzgarantie rechnen kann) © dpa
„Das ist jetzt ein fester Termin für mich: Dienstag, ab 2.05 Uhr, Afterwork-Party bei Rudas. Da komme ich wenigstens mal von zu Hause raus.“ (Norbert Meier, Trainer von Fortuna Düsseldorf, nach dem nächtlichen Ausflug seines Offensivspielers Andrej Woronin) © dpa
„Ich habe die Schnauze voll. Irgendwann kommen diese Leute noch zu mir nach Hause, durchsuchen meine Mülltonne und schauen nach, was ich gegessen habe.“ (Andrej Woronin von Fortuna Düsseldorf findet Journalisten zu neugierig) © AP
„Wenn einer einen Scheißdreck spielt, muss man ihm das sagen.“ (Präsident Uli Hoeneß von Bayern München zum Umgamg mit Kritik beim Bundesliga-Spitzenreiter) © dpa
„In der zweiten Halbzeit haben alle versagt, alle. Von denen, die auf dem Platz standen, bis hin zum Busfahrer.“ (Sportdirektor Horst Heldt von Schalke 04 nach dem 2:2 bei Fortuna Düsseldorf) © dpa
„Ich habe mit Freunden in der Oberliga trainiert. Sie haben mir auch einen Vertrag angeboten - aber eine Kiste Bier war mir dann doch zu wenig.“ (Ivan Klasnic von Mainz 05 über seine Zeit vor dem Transfer an den Rhein) © dapd
„Ich wollte eigentlich Eto'o, aber der Präsident hat wohl Edu verstanden.„ (Fürths Trainer Mike Büskens über die Ausleihe des brasilianischen Stürmers Edu von Schalke 04) © dpa
„Wenn ich genug Zeit hätte, würde ich eine Zeichnung machen und alles neu einteilen.“ (Jens Langeneke, Abwehrchef von Fortuna Düsseldorf, auf die Frage, ob die Zuordnung bei einem Gegentreffer nicht gestimmt habe) © dpa
„Freu Dich DFB!“ (Plakat im Düsseldorfer Block beim Spiel gegen den SC Freiburg. Der Verein hatte die Fans aufgerufen, ihre Kritik am Deutschen Fußball-Bund nicht mehr so unflätig zu äußern - wohl wie etwa auf dem hier gezeigten Plakat) © dapd

Bei Schalke lief in der Offensive deutlich weniger als gegen den BVB. Jungstar Julian Draxler konnte in der Zentrale lange Zeit nicht an seine Gala-Form der letzten beiden Spiele anknüpfen. Und in der Spitze machte sich der Ausfall von Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (Innenbandteilriss im linken Knie) schmerzhaft bemerkbar. Sein Vertreter Teemu Pukki blieb lange ein Fremdkörper im Schalker Spiel.

Nach dem Seitenwechsel bemühten sich die Gastgeber um mehr zielstrebige Angriffsaktionen. Doch zunächst blieb Istanbul gefährlicher. So musste Hildebrand gegen Burak retten (52.). Auf der Gegenseite scheiterte Pukki mit einem Flachschuss an Torhüter Fernando Muslera (56.). Der stärker werdende Draxler verfehlte nach einem Solo noch knapp das Ziel (61.), Marco Höger traf die Latte (63.), nur Sekunden später gelang Bastos der Ausgleich.

Schalke-Trainer Jens Keller vertraute auf die Elf, die gegen Dortmund den zweiten Derbysieg der Saison herausgespielt hatte. Galatasaray-Coach Fatih Terim stellte gegenüber dem Hinspiel nur auf einer Position um: Als rechter Außenverteidiger lief der Ivorer Emmanuel Eboue auf.

sid

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