Mangelnde Chancenverwertung

"Unfassbar!" Lahm kann nur den Kopf schütteln

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Philipp Lahm (r.) und Emre Can

Leverkusen - Die Tabellenspitze am achten Spieltag endlich erobert, aber dennoch nicht in Oktoberfest-Stimmung: Bei den Bayern wusste man nach dem 1:1 bei Bayer Leverkusen nicht so recht, ob man sich freuen oder ärgern sollte.

Pep Guardiola saß noch Minuten nach dem Abpfiff in der sich leerenden BayArena auf der Trainerbank, trommelte nervös mit seinen Fingern auf die metallische Umrandung. Immer und immer wieder schaute Bayern Münchens Trainer wie entgeistert auf die Anzeigentafel, konnte und wollte nicht glauben, was da schwarz auf rot geschrieben stand: Bayer Leverkusen - Bayern München 1:1.

„So ist Fußball“, sagte der 42-jährige Spanier lapidar und konnte sich ähnlich wie der Rest der Bayern-Kompanie nicht so recht über die erstmalige Tabellenführung seiner Mannschaft in dieser Saison freuen. Denn aus der haushohen Überlegenheit gegen den Tabellendritten konnte der Triplegewinner kein Kapital schlagen. Entsprechend sauer und mit angespannter Miene stapfte Bayern-Präsident Uli Hoeneß wortlos durch die Katakomben.

„Unfassbar“, sagte denn auch kopfschüttelnd Bayern-Kapitän Philipp Lahm angesichts der unglaublichen statistischen Werte. 78: 22 Prozent Ballbesitz für die Bayern, der drittbeste Wert in den letzten zehn Bundesliga-Jahren, dazu 27:5 Torschüsse.

„Eigentlich haben wir alles richtig gemacht, aber wir müssen unsere Chancen auch zu Toren nutzen. Daran müssen wir arbeiten. Wir setzen immer besser um, was der Trainer von uns erwartet, das war in Manchester super und auch heute sehr gut. Nur die Tore haben gefehlt“, resümierte Lahm auch mit Blick auf das tolle 3:1 unter der Woche in der Champions League bei Manchester City und Thomas Müller räumte ein: „Das fühlt sich an wie eine Niederlage.“

Dass die Stimmung beim traditionellen Oktoberfest-Besuch der Bayern am letzten Wiesn-Sonntag nicht ganz so ausgelassen werden würde, wie nach der Dortmunder 0:2-Pleite in Mönchengladbach erhofft, deutete sich bereits vor dem Schlusspfiff an.

Neue FC-Bayern-Dienstwagen 2013/2014: Wer welches Auto fährt

Neue FC-Bayern-Dienstwagen 2013/2014: Wer welches Auto fährt

FC Bayern München Autos 2013/14
Die Bayern-Stars haben am 2. August 2013 in Ingolstadt ihre neuen Audi-Dienstwagen für die Saison 2013/2014 in Empfang genommen. © dpa
FC Bayern München Autos 2013/14
Dafür reisten die Bayern-Stars mit dem ICE nach Ingolstadt. Javi Martinez und Thiago Alcantara hatten ihren Spaß © FC Bayern Facebook
FC Bayern München Autos 2013/14
Thomas Müller in seinem neuen Auto, Farbe "Caribicblau" © dpa
FC Bayern München Autos 2013/14
Schick schick © dpa
FC Bayern München Autos 2013/14
Thiago posiert © dpa
FC Bayern München Autos 2013/14
Das Wetter spielte auch mit © dpa
FC Bayern München Autos 2013/14
Bitte lächeln! © dpa
Einige wie Philipp Lahm suchten sich stärkere Autos aus, andere (vor allem die Youngster und Ergänzungsspieler) verzichteten auf allzuviele PS. © dpa
Wer suchte sich welchen aus? Klicken Sie sich durch. Anmerkung: Die Fotos zeigen nicht die tatsächlichen Farben, die sich die Bayern-Stars ausgesucht haben, aber die korrekten Modelle. In manchen Fällen handelt es sich um ähnliche Modelle aus der selben Serie. © dpa
FC Bayern München Spieler
David Alaba © AFP
Xherdan Shaqiri: S8 4.0 TFSI quattro tiptronic (520 PS, Farbe: Phantomschwarz Perleffekt) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Holger Badstuber © AFP
Thiago Alcantara: RS 5 Coupé 4.2 FSI quattro S tronic (450 PS, Farbe: Phantomschwarz Perleffekt) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Jerome Boateng © AFP
FC Bayern München Spieler
Diego Contento © AFP
Diego Contento: A5 Sportback 3.0 TDI quattro S tronic (245 PS, Farbe: Gletscherweiß Metallic) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Dante © AFP
FC Bayern München Spieler
Mario Götze © AFP
Daniel van Buyten: Q7 4.2 TDI quattro tiptronic (340 PS, Farbe: Daytonagrau Perleffekt) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Pep Guardiola © AFP
FC Bayern München Spieler
Jan Kirchhoff © AFP
FC Bayern München Spieler
Toni Kroos © AFP
Toni Kroos: S6 4.0 TFSI quattro S tronic (420 PS, Farbe: Havannaschwarz Metallic) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Philipp Lahm © AFP
Philipp Lahm: S6 Avant 4.0 TFSI quattro S tronic (420 PS, Farbe: Phantomschwarz Perleffekt) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Mario Mandzukic © AFP
FC Bayern München Spieler
Javi Martinez © AFP
FC Bayern München Spieler
Thomas Müller © AFP
Thomas Müller: SQ5 3.0 TDI quattro tiptronic (313 PS, Farbe: Caribicblau Perleffekt) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Manuel Neuer © AFP
Manuel Neuer: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic (560 PS, Farbe: Pantherschwarz Kristalleffekt) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
 © AFP
Lukas Raeder © AFP
Lukas Raeder: S5 Coupé 3.0 TFSI quattro S tronic (333 PS, Farbe: Monsungrau Metallic) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Rafinha © AFP
Rafinha: Q5 3.0 TDI quattro S tronic (245 PS, Farbe: Ibisweiß) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Franck Ribéry © AFP
FC Bayern München Spieler
Arjen Robben © AFP
FC Bayern München Spieler
Bastian Schweinsteiger © AFP
FC Bayern München Spieler
Xherdan Shaqiri © AFP
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Thiago Alcantara © AFP
FC Bayern München Spieler
Daniel van Buyten © AFP
FC Bayern München Spieler
Patrick Weihrauch © AFP
Patrick Weihrauch: A5 Coupé 3.0 TDI quattro (245) S tronic (245 PS, Farbe: Gletscherweiß Metallic) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)
FC Bayern München Spieler
Mitchell Weiser © AFP
Mitchell Weiser: A3 Ambition 2.0 TDI quattro 6-Gang (150 PS, Farbe: Phantomschwarz Perleffekt) © Audi (Die Fotos zeigen die korrekten Modelle, aber teils nicht die richtigen Farben)

In Werwolf-Manier von BVB-Trainer Jürgen Klopp baute sich Sammer nach einer strittigen Entscheidung von Schiedsrichter Knut Kircher vor dem vierten Offiziellen Mark Borsch auf, Guardiola bewahrte seinen Vorgesetzten vor Schlimmeren. „Ich habe gedacht, nicht, dass das noch so ein Tag ist, wo du am Ende 1:2 verlierst“, versuchte Sammer seine Gefühlsregungen in der hektischen Schlussphase zu erklären.

Dann sagte er ruhig und freundlich: „Wir nehmen den Punkt gerne mit.“ Dem schloss sich Guardiola an: „Wir müssen an der Effektivität arbeiten. Wichtig ist aber, dass wir Tabellenführer sind.“ Und auch Klub-Chef Karl-Heinz Rummenigge wollte sich die Bierlaune nicht verderben lassen: „Es hilft kein lamentieren, Spitzenreiter sind wir trotzdem. Das hatten wir uns vorgenommen, leider hat es nur zu einem Unentschieden gereicht, aber das reicht für Platz eins.“

Das sah auch der Europas Fußball-König Franck Ribery so. „Zur Halbzeit muss es 3:1 oder 4:1 stehen. Gut ist, dass wir nicht verloren haben. Jetzt sind wir Erster, das ist wichtig“, sagte der Franzose, der so ganz nebenbei einen historischen Bundesligarekord eingestellt hatte. Ribery blieb in seinen letzten 38 Bundesligaspielen ungeschlagen, was zuvor nur Holger Hieronymus Anfang der 80er Jahre im HSV-Trikot gelungen war.

Vor 30.210 Zuschauern hatte ausgerechnet der ehemalige Leverkusener Toni Kroos (29.) die Ballzauberer von der Säbener Straße in Führung geschossen. Nur zwei Minuten später gelang seinem Nationalmannschaftskollegen Sidney Sam vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und NBA-Superstar Kobe Bryant (Los Angeles Lakers) der glückliche Ausgleich für die Gastgeber, bei dessen Entstehung Nationaltorwart Manuel Neuer keine gute Figur machte. Der Rekordmeister blieb damit auch im 33. Spiel in Folge ungeschlagen.

Bayer war mit dem Punktgewinn mehr als gut bedient und konnte sich bei seinem herausragenden Torwart Bernd Leno für den Bonuspunkt bedanken: „Er war heute weltklasse“, lobte Bayer-Kapitän Simon Rolfes seinen Keeper und auch Trainer Sami Hyypiä pflichtete bei: „Er hat sehr gut gehalten und uns heute den Punkt gerettet.“

Leno, der nach wie vor von der WM-Teilnahme 2014 in Brasilien träumt, war deshalb auch durchaus zufrieden: „Ich habe erwartet, dass ich viel zu tun bekomme, weil Bayern eine Übermannschaft ist. Für einen Torwart sind solche Spiele schön, um sich auszuzeichnen.“ Der U21-Nationaltowart war aber auch realistisch: „Spielerisch sind wir noch ein Stück weg von den Bayern, das muss man anerkennen.“

sid

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