Spieltagsabsage wegen des Coronavirus

Bekommt der SV Werder Bremen mit Geisterspielen noch richtig Probleme?

Für den SV Werder Bremen könnten weitere mögliche Geisterspiele wegen des Coronavirus im Weserstadion richtig Probleme bedeuten.
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Für den SV Werder Bremen könnten weitere mögliche Geisterspiele wegen des Coronavirus im Weserstadion richtig Probleme bedeuten.

Bremen – Am Ende war die Absage des Geisterspiels in Bremen durch Innensenator Ulrich Mäurer gar nicht mehr von Bedeutung, denn der SV Werder Bremen hätte ohnehin nicht am Montagabend gegen Bayer Leverkusen gespielt.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) war am Freitagnachmittag – lange nach Mäurers Entscheidung – doch noch zu der Erkenntnis gekommen, dass Bundesligaspiele – selbst ohne Zuschauer – in der aktuellen Situation der Coronakrise keinen Sinn machen und hatte den kompletten Spieltag abgesagt. Doch für Werder Bremen ist die Sache dennoch heikel. Denn was passiert, wenn nach der verordneten Pause wieder Geisterspiele angesetzt werden? Droht dann erneut eine Absage in Bremen und im schlimmsten Fall eine Niederlage am Grünen Tisch?

Werder Bremen: Frank Baumann rechnet wegen Coronakrisemit weiteren Geisterspielen

Frank Baumann hatte dieses Thema bei der Pressekonferenz am Freitag angeschoben. Der Sportchef des SV Werder Bremen rechnet damit, dass die Bundesliga nach der bis zum 2. April währenden Pause – wenn überhaupt – nur ohne Zuschauer fortgesetzt werden kann. Denn mit einer Entspannung der Coronakrise ist bis dahin nicht zu rechnen. „Wenn wir die Saison zu Ende spielen wollen, werden uns Geisterspiele erwarten“, sagte Baumann: „Denn Anfang/Mitte April wird es keine Situation geben, in der wir vor 40 bis 50.000 Zuschauern werden spielen können.“

Doch Geisterspiele könnten noch zum Problem für Werder Bremen werden. Schließlich wurde bereits die Partie gegen Bayer Leverkusen abgesagt, weil die Verantwortlichen mit einem zu großen Fan-Aufkommen rund ums Stadion rechneten. Die Ansteckungsgefahr am Coronavirus für Fans und Polizisten, die möglicherweise den Aufmarsch hätten auflösen sollen, wäre zu hoch gewesen, hieß es. „Es ist eine Illusion, davon auszugehen, dass die Veranstaltung von Geisterspielen die Fans davon abhalten wird, sich zu versammeln“, hatte Innensenator Ulrich Mäurer erklärt. Nach Einschätzung der Polizei Bremen und Vertretern des SV Werder Bremen sei mit bis zu 2.000 Werder-Fans und Schaulustigen in Stadionnähe zu rechnen gewesen.

Coronakrise: Werder Bremen appelliert an die Vernunft der Fans

Die wenigstens davon wären wohl Ultras gewesen, für die sind Montagsspiele grundsätzlich ein rotes Tuch. Die erwarteten Anhänger stammten aus „der gesamten Breite der Fanszene“, betonte Hubertus Hess-Grunewald. Der Werder-Präsident appellierte für die Zukunft an die Vernunft der Fans, die er in den vergangenen Jahren eigentlich als „sehr verantwortungsvoll“ kennengelernt habe: „Wir müssen versuchen, die Kommunikation mit den Fans so hinzubekommen, dass im Vorfeld klar ist, dass keine Fans kommen.“ Die Absage des Geisterspiels gegen Leverkusen soll nur eine „Einzelentscheidung für dieses eine Spiel“ gewesen sein, meinte Hess-Grunewald. Das wird sich für Werder Bremen dann möglicherweise schon Anfang April zeigen, denn für den 3. April ist das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach angesetzt. (han/kni)

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