0:2-Niederlage im Weserstadion

Ein Türöffner für Dortmund, ein „Killer“ für Werder - und Selke nimmt ein „Ding auf meine Kappe“

Davie Selke nimmt das Tor von Dan-Axel Zagadou im Spiel von Werder Brewmen gegen Borussia Dortmund auf seine Kappe.
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Davie Selke nimmt das Tor von Dan-Axel Zagadou im Spiel von Werder Brewmen gegen Borussia Dortmund auf seine Kappe.

Bremen – In Minute 52 war plötzlich alles umsonst gewesen. So lange hatte Werder Bremen die Offensive von Borussia Dortmund mit den Top-Acts Erling Haaland und Jadon Sancho gut im Griff gehabt.

Es stand 0:0 zwischen den beiden Teams, und es durfte bis dahin als Erfolg gewertet werden, dass die Bremer den schwarz-gelben Weltklassesturm abgemeldet hatten. Doch dann passierte, was Werder Bremen in der laufenden Saison schon verhängnisvoll oft passiert ist: Standardsituation – in diesem Fall ein Eckball – und Gegentor! BVB-Verteidiger Dan-Axel Zagadou hatte sich vor dem Tor gegen Bewacher Davie Selke durchgesetzt. „Das Ding nehme ich auf meine Kappe“, räumte der Bremer Stürmer nachher ein: „Ich war zwar an ihm dran, konnte ihn aber nicht am Abschluss hindern.“ Es war in der laufenden Saison Gegentreffer Nummer 18 nach einem ruhenden Ball für Werder.

Werder Bremen: Kohfeldt nimmt Selke in Schutz

Trainer Florian Kohfeldt reihte die Aktion aber nicht bei den vielen anderen Szenen ein, in denen Werder Bremen schlicht nicht aufgepasst hatte vor dem eigenen Tor – wie in der Woche zuvor während des 0:3 bei RB Leipzig. Selke in den Senkel stellen – nein, dafür gab es keinen Anlass. Kohfeldt: „Diesmal war es anders, kein Aufmerksamkeitsdefizit. Davie war ja da, hat einfach den Zweikampf verloren, das kann passieren.“ Kann es, keine Frage. Aber jede Woche eine neue Erklärung für dann doch irgendwie gleiche Muster zu finden, bringt keinen Fortschritt.

Fakt ist: Das 0:1 war die spielentscheidende Szene. „Für Dortmund ist es der Türöffner gewesen“, urteilte Werder-Verteidiger Ömer Toprak, der die Defensive bis dahin sehr gut organisiert hatte. Werder Bremen musste anschließend etwas die Abwehr lockern, Dortmund bekam dadurch mehr Räume. Und kam zum 2:0 durch Erling Haaland (66.). „Das war der Killer für uns“, sagte Toprak. (csa)

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