Werder-Verteidiger fällt wieder aus

Bowling oder Hexenwerk - Verletzung von Ludwig Augustinsson gibt Werder Bremen wieder Rätsel auf

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Doppeltes Rätselraten um Ludwig Augustinsson von Werder Bremen. Warum ist er verletzt? Wie lange muss er jetzt pausieren?

Bremen – Die neue Verletzung von Ludwig Augustinsson befeuert die Dauerdiskussion um die Ausfallquote beim SV Werder Bremen. Wie löst der Club sein Muskel-Mysterium?

Muskelverletzungen gehören üblicherweise nicht zu den Risiken des Bowlings. Eher Fingerquetschungen, weil die Greifer ungeschickterweise zwischen zwei Kugeln geraten. Ludwig Augustinssons Finger sind allerdings in Ordnung, einer seiner Oberschenkel nicht. Wegen einer erneuten muskulären Blessur in diesem Bereich fällt der Linksverteidiger von Werder Bremen für mindestens zwei weitere Spiele aus.

Werder Bremen: Ludwig Augustinsson schon wieder verletzt

Ein Zusammenhang mit einem ins Zwielicht geratenen Bowling-Ausflug nach Hannover am Sonntagabend verneinte Werder-Sportchef Frank Baumann jedoch deutlich. Ein Zusammenhang mit den Reha-Maßnahmen bei Werder ist dagegen augenscheinlich, denn Augustinsson ist nicht der erste Bremer Profi, der in der laufenden Saison während des Fitnessaufbaus einen Rückschlag erleidet. Zudem ist er bereits der zwölfte Spieler, der wegen einer Muskelverletzung ausfällt.

Was ist da bloß los bei Werder Bremen? Diese Frage ist in dieser Saison schon etliche Mal gestellt worden. Auch jetzt bei Augustinsson, der nach seinem im letzten Hinrundenspiel gegen den 1. FC Köln erlittenen Muskelfaserriss schon kurz vor dem Comeback stand, nun aber weiter ausfällt. Weil er im gleichen Oberschenkel, aber an anderer Stelle erneut eine Muskelverletzung erlitt. Das Spiel gegen Hoffenheim am Sonntag wird der Schwede deshalb verpassen, ebenso die darauf folgende Partie beim FC Augsburg. „Danach werden wir aber auch kein Risiko eingehen. Es kann sein, dass er dann für weitere ein, zwei Spiele ausfällt“, sagt Baumann.

Werder Bremen: Ratlosigkeit bei Verletzungen?

Das würde passen in die Reihe der Bremer Grusel-Geschichten, die bislang in Ömer Toprak, Niklas Moisander, Philipp Bargfrede sowie aktuell auch Fin Bartels ihre unglücklichen Protagonisten hatten. Allesamt erlitten sie Muskelverletzungen, während sie sich nach anderen oder ähnlich gearteten Verletzungen zurückkämpften. Baumann, der vor wenigen Wochen noch besondere Vorsicht bei Spielern, eine noch detailliertere Kommunikation zwischen allen an einer Reha beteiligten Personen sowie ein noch größeres Augenmerk auf die Belastungssteuerung angemahnt und propagiert hatte, wirkt nun ratlos.

„Ludde ist nicht wirklich anfällig für solche Verletzungen. Er ist so belastbar, dass er ein Reha-Programm aushalten kann. Unsere Ursachenforschung geht deshalb noch weiter. Es gibt viele mögliche Gründe.“ Natürlich könne es im Rahmen einer Reha auch zu Komplikationen kommen. Sich an die Vollbelastung heranzutasten, sei „immer ein Spagat“, so Baumann, „aber wir müssen die Spieler ja an die Vollbelastung heranführen, können sie nicht total in Watte packen.“

Ludwig Augustinsson: Verletzung nicht beim Bowling entstanden

Komisch wirkt im Fall Ludwig Augustinsson der Ausflug nach Hannover, wo er sich am Sonntag mit seinen schwedischen Landsleuten und 96-Profis John Guidetti und Miiko Albornoz zum Bowling traf. Dass am Morgen danach die Nachricht von der neuerlichen Verletzung des Bremers die Runde machte, ließ den von Coach Kohfeldt als „Musterprofi“ geadelten 25-Jährigen plötzlich als Spieler erscheinen, der mit seiner Gesundheit geschludert hat. Baumann dazu: „Die Verletzung ist am Ende der vergangenen Woche beim Laufen entstanden, nicht beim Bowling.“ Und dass Augustinsson trotz des Handicaps Pins umwarf, müsse er erst noch mit ihm und dem Arzt besprechen, erklärte der Geschäftsführer Sport.

Baumann muss aber auch das eigentliche und weitaus umfassendere Werder-Rätsel lösen. Dass in nur sechs Monaten zwölf verschiedene Spieler Muskelverletzungen erleiden – teilweise sogar zwei hintereinander wie Augustinsson, Toprak und Moisander –, liegt weit außerhalb einer normalen Quote. 53 verpasste Spiele kommen so bislang zusammen. „Es ist ein Stück weit verhext“, klagt Baumann. Zum Vergleich: Alle anderen Verletzungen wie Kreuzbandriss (Füllkrug), Zehenbruch (Veljkovic), Knieschaden (Möhwald, Augustinsson) etc. summieren sich auf 68 verpasste Partien. (csa)

Zur letzten Meldung vom 20. Januar 2020:

Kein Einsatz gegen Hoffenheim und Augsburg: Augustinsson schon wieder verletzt

Bremen - Zu glauben ist das alles längst nicht mehr, aber es ist nun mal wahr: Werder Bremen vermeldet den nächsten Eintrag in seine schier endlosen Krankenakte. Ludwig Augustinsson wird für die beiden kommenden Bundesliga-Spiele gegen Hoffenheim und Augsburg nicht zur Verfügung stehen. Das gab der Verein am Montag bekannt.

Nach einem Muskelfaserriss, den sich Ludwig Augustinsson während des letzten Hinrundenspiels von Werder Bremen in Köln zugezogen hatte, war er eigentlich in diesen Tagen zurückerwartet worden. Während seiner Reha hat sich Augustinsson nun aber erneut verletzt - dieses Mal an der vorderen Oberschenkelmuskulatur.

„Luddes vorherige Verletzung am hinteren Oberschenkel war nahezu ausgeheilt. Dass dann während einer intensiven Einheit eine Verletzung an der Vorderseite aufgetreten ist, ist in unserer Situation natürlich unglücklich“, wird Sportchef Frank Baumann in der Mitteilung des Vereins zitiert. Und weiter: „Wir werden jetzt alles daransetzen, dass Ludwig sich vollständig auskuriert und erst wieder zurückkehrt, wenn er topfit ist.“ (dco)

Zur letzten Meldung vom 16. Januar 2020

Ludwig Augustinsson arbeitet am Werder-Comeback in Düsseldorf

Bremen - Sein Einsatz bei Werder Bremens Rückrundenauftakt in Düsseldorf (Samstag, 15.30 Uhr) steht nach wie vor auf der Kippe, aber Ludwig Augustinsson (25) gibt weiterhin alles dafür, um rechtzeitig bis zur Partie fit zu werden.

Am freien Dienstag schuftete der Schwede, der sich während des letzten Hinrundenspiels des SV Werder Bremen in Köln einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hatte, für sein Comeback. Dass Ludwig Augustinsson dabei schon wieder mit dem Ball am Fuß trainierte, darf durchaus als gutes Zeichen gewertet werden.

Am Mittwoch, so hatte es Trainer Florian Kohfeldt angekündigt, soll Augustinsson ins Teamtraining zurückkehren. Bis zum Düsseldorf-Spiel blieben ihm dann noch drei Einheiten mit der Mannschaft.

Werder Bremen: Wieder Personalsorgen in der Abwehr

Sollte Augustinsson gegen den Tabellen-16. spielen können, hätte Werder (Platz 17) in der Defensive eine Baustelle weniger: Die linke Seite wäre keine Problemzone mehr. Entweder als klassischer Linksverteidiger in einer Viererkette oder auf der linken Halbposition neben einer Dreierkette - eine dieser Rollen würde der Schwede übernehmen, was es Trainer Kohfeldt wiederum etwas leichter machen würde, eine Lösung für die rechte Defensivseite zu finden.

Dort fallen sowohl Stammkraft Theodor Gebre Selassie als auch dessen Back-up Michael Lang aus. Spielt Augustinsson links, könnte Marco Friedl eine Alternative für rechts sein. Je nach System kommen aber auch Maximilian Eggestein, Benjamin Goller, Leonardo Bittencourt und Christian Groß für den Job infrage. (dco)

Zur letzten Meldung vom 22. Dezember 2019:

Muskelfaserriss bei Augustinsson: Ohne den Schweden nach Mallorca?

Die Hinrunde ist für Ludwig Augustinsson so zu Ende gegangen, wie sie begonnen hatte: mit einer Verletzung. Der Linksverteidiger des SV Werder Bremen hat sich bei der 0:1-Niederlage beim 1. FC Köln einen Muskelfaserriss im rechten hinteren Oberschenkel zugezogen.

Das hat eine noch am Samstagabend in Bremen durchgeführte MRT-Untersuchung ergeben. Besonders ärgerlich: Ludwig Augustinsson wird nun mit großer Wahrscheinlichkeit das Trainingslager des SV Werder Bremen auf Mallorca (ab 3. Januar) verpassen. 

Werder Bremen: Kohfeldt hofft auf schnelle Rückkehr von Ludwig Augustinsson

Noch hat Coach Florian Kohfeldt aber Hoffnung, dass der Schwede, der erst Ende November nach dreimonatiger Pause wegen einer Knieverletzung sein Comeback gefeiert hatte, wenigstens Teile des Trainingslagers absolvieren kann. „Wir hoffen, dass er während der Vorbereitung wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren kann. Ob er mit ins Trainingslager reisen wird, legen wir beim Trainingsauftakt am 2. Januar fest“, sagte Kohfeldt in einer Pressemitteilung des Clubs. Augustinsson kam in der Hinrunde wegen seiner langen Verletzungspause nur auf sechs Einsätze. Gegen Köln war er nach 69 Minuten ausgewechselt worden.

Entwarnung meldete Werder am Sonntag derweil bei Milos Veljkovic, der kurz nach Augustinsson verletzt den Platz verlassen musste. Die muskulären Probleme „haben sich als nicht gravierend herausgestellt“. (csa)

Mehr News zu Werder Bremen

Update: Der SV Werder Bremen muss gegen Fortuna Düsseldorf auf Ludwig Augustinsson verzichten.

Zur letzten Meldung vom 21. Dezember 2019:

Das Verletzungspech schickt letzten Gruß in 2019: Augustinsson und Veljkovic hat es erwischt

Werder Bremen hat gegen den 1. FC Köln erneut verloren und überwintert damit in der Abstiegszone. Doch damit nicht genug: Im Gesicht genäht, den rechten Oberschenkel dick in Eis gepackt. „Milos sieht aus, als hätte er zwölf Runden gegen Mike Tyson hinter sich“, sagte Florian Kohfeldt, der trotz der 0:1-Pleite des SV Werder Bremen beim 1. FC Köln und trotz neuer Verletzungssorgen seinen Humor noch nicht ganz verloren hatte.

Allerdings schwang auch sehr viel Bitterkeit mit. Dass das Verletzungspech ihm kurz vor Ende des Jahres und der Hinrunde noch einen letzten Gruß schickte, hätte nun wirklich nicht mehr sein müssen. Ludwig Augustinsson erwischte es Mitte der zweiten Halbzeit am rechten hinteren Oberschenkel

Der Schwede konnte nicht weiterspielen. Minuten später ging es auch bei Milos Veljkovic nicht mehr. Nachdem er wegen eines Ellbogenschlags im Gesicht genäht worden war, raffte er sich nochmal auf, dann verpasste ihm ebenfalls der rechte Oberschenkel den K.o. – Eisverband und raus. Diagnose? Jeweils noch unsicher.

Werder Bremen: Muskelverletzung und Prellung bei Abwehrspielern

„Bei Milos habe ich die Hoffnung, dass es nur eine Prellung ist“, sagte Kohfeldt. Bei Augustinsson ist eine Muskelverletzung dagegen ziemlich sicher. Je nach Schwere könnte es sein, dass der Schwede das in zwei Wochen beginnende Trainingslager des SV Werder Bremen auf Mallorca (3. bis 11. Januar) verpasst.

Keine neuen Sorgen muss sich Kohfeldt dagegen um Philipp Bargfrede machen. Der Sechser musste in Köln zwar ebenfalls vorzeitig vom Platz, doch litt er „nur“ unter Krämpfen. Bargfrede geht gesund in den kurzen Urlaub und kommt hoffentlich auch gesund zurück. Kohfeldt appellierte nochmal an alle seine Spieler, sich über die Feiertage „absolut professionell“ zu verhalten, „damit wir ab dem 3. Januar intensiv trainieren können“. (csa)

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