Werder Bremen vor dem Rückrunden-Start

„Zur Identität zurückgefunden“: Maxi Eggestein über die Krise, die Werder-Vorbereitung, Neuzugang Kevin Vogt und Düsseldorf

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Maximilian Eggestein will mit dem SV Werder Bremen wieder in die Spur finden. Am Samstag starten die Grün-Weißen in die Rückrunde.

Bremen – Maximilian Eggestein hat zweifellos für den fußballerisch schönsten Moment der Winterpause gesorgt. Sein Treffer aus der Distanz während des Testspiels gegen Monza verdiente nur ein Prädikat: herrlich! Ein Tor als Ausrufezeichen. Und als Hinweis darauf, dass Eggestein in der Rückrunde womöglich wieder der Eggestein ist, den der SV Werder Bremen so dringend braucht.

Nach einer auch für ihn persönlich sehr enttäuschenden ersten Saisonhälfte hat sich der 23-Jährige mit der Mannschaft viel vorgenommen, wie er in einer Medienrunde verriet. Auftaktgegner Fortuna Düsseldorf, Neuzugang Kevin Vogt, mögliche Rückschläge und Olympia in Tokio – der Profi des SV Werder Bremen äußerte sich ausführlich zu mehreren Themen. Maximilian Eggestein über. . .

. . . sein Gefühl nach der Vorbereitung des SV Werder Bremen

Viel Zeit war es nicht. Gerade einmal 16 Tage liegen zwischen Werders Start in die Vorbereitung am 2. Januar und dem Werder-Rückrundenauftakt in Düsseldorf am 18. Januar. Maxi Eggestein ist trotzdem überzeugt davon, dass bei Werder vieles besser geworden ist. „Ich spüre, dass wir zu unserer Identität zurückgefunden haben“, sagte der Mittelfeldspieler und kam umgehend auf ein Wort zu sprechen, das bei Werder Bremen derzeit Hochkonjunktur hat: Mut.

„Den hatten wir am Ende der Hinrunde verloren und haben dann teilweise kopflos agiert. Zu unserer Art, Fußball zu spielen, gehört aber viel Mut dazu.“ Eggestein bezeichnete das 0:5 gegen Mainz als „Extrem-Beispiel, denn da ist alles zusammengebrochen“ – und stellte klar: „So etwas darf nicht wieder passieren, weil wir immer davon gelebt haben, dass wir auch in solchen Situation nicht raus aus dem Spiel waren, sondern immer noch die Chance hatten, zurückzukommen.“ Niemals aufhören – dafür möchte Werder in der zweiten Saisonhälfte endlich wieder stehen. „Ich bin positiv gestimmt“, sagte Eggestein.

. . . Werder Bremens Winter-Neuzugang Kevin Vogt

Zum guten Gefühl Eggesteins trägt mit Sicherheit auch der neue Mann bei. Kevin Vogt soll Werders Defensive Stabilität verleihen und mit „positiver Arroganz“ (Trainer Florian Kohfeldt) vorangehen. „Kevin passt mit seinem Charakter gut in unsere Situation“, hielt Maxi Eggestein fest. Bereits nach der ersten gemeinsamen Trainingseinheit war für ihn klar: „Er wird uns direkt weiterhelfen.“

. . . das Auftaktspiel des SV Werder Bremen gegen Fortuna Düsseldorf

Der Tabellen-17. Werder Bremen gastiert beim 16. Fortuna Düsseldorf – es sind Spiele wie diese, für die einst das Wort Kellerduell erfunden wurde. Maximilian Eggestein sieht es als Vorteil, dass seine Mannschaft gleich zum Start der Rückrunde auf einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt trifft. „Ich sehe darin eine große Chance. Wir können direkt zeigen, dass wir wissen, worum es geht.“ Die Hinrunde war für die Bremer mit Pleiten gegen die direkten Rivalen Mainz und Köln zu Ende gegangen. „Jetzt wollen wir zeigen, dass wir es besser können“, betonte Eggestein.

. . . Rückschläge in der Rückrunde

Florian Kohfeldt hat sein Team in der Winterpause darauf vorbereitet: Es wird auch in der zweiten Saisonhälfte wieder Rückschläge geben – wichtig ist nur der Umgang damit. Auch Eggestein macht sich keine Illusionen, dass plötzlich alles perfekt funktioniert. „Ich habe den Abstiegskampf schon ein paar Mal mitgemacht und weiß, dass da nicht immer alles so läuft, wie man es sich erhofft“, sagte der Profi, der aber nicht zwingend davon ausgeht, dass Werder bis zum Ende ums Überlegen in der Bundesliga kämpfen muss: „Wir alle wünschen uns, dass es relativ schnell relativ gut für uns läuft und wir uns in einen Flow spielen, aber wir dürfen dabei nicht naiv sein.“

. . . seinen Traum von Olympia in Tokio - mit Werder-Star Maximilian Eggestein?

Die vorläufige Kaderliste von U 21-Nationalcoach Stefan Kuntz ist raus – und Maximilian Eggestein steht drauf. Der Bremer hat also weiterhin gute Chancen, für das Olympische Fußballturnier nominiert zu werden. „Es ist ein schönes Event, bei dem ich gerne dabei wäre“, hielt Eggestein fest, „als Fußballer hat man dazu ja nicht so oft die Möglichkeit, deshalb ist es für mich sehr reizvoll.“ Nun ist Werders Mann mit der Rückennummer 35 aber Profi genug, um zu wissen, dass er seinem Club in dieser Frage besser nicht vorgreift. Schließlich würde er Werder Bremen bei einer Olympia-Teilnahme im Sommer drei bis vier Wochen lang fehlen. „Man muss vernünftig sein und schauen, wie die Situation ist“, sagte der 23-Jährige: „Wenn ich das machen möchte, glaube ich aber nicht, dass mir Werder irgendwelche Steine in den Weg legen würde.“

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Jetzt hat sich auch noch Florian Kohfeldt verletzt! Der Coach des SV Werder Bremen ist aber in Düsseldorf dabei. Der SV Werder Bremen muss gegen Fortuna Düsseldorf auf Ludwig Augustinsson verzichten.

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