Werder will Abwehrspieler verpflichten

Gladbach-Verteidiger nach Bremen? Michael Lang: „Werder ist ein super Verein“

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Rechtsverteidiger gesucht: Wechselt Michael Lang von Borussia Mönchengladbach zum SV Werder Bremen?

Bremen – Werder Bremen gehen verletzungsbedingt die Abwehrspieler aus, Sportchef Frank Baumann will auf dem Transfermarkt nachlegen. Gesucht wird ein Außenverteidiger mit Erfahrung. Einer, der ins Anforderungsprofil passt, ist Michael Lang von Borussia Mönchengladbach – und der 28-Jährige kann sich einen Wechsel nach Bremen offenbar gut vorstellen.

Update: Der Transfer von Gladbachs Michael Lang zu Werder Bremen ist fast perfekt, der Wechsel steht unmittelbar bevor.

„Von der Konstellation her könnte es eine Möglichkeit sein, weil sie in der Defensive ein paar Ausfälle haben. Auch vom Verein her klingt Bremen sehr gut, Werder kommt sehr sympathisch rüber“, sagte Michael Lang dem „Express“. Überhaupt sieht der Verteidiger bei Werder aktuell bessere Einsatzchancen als im hochkarätig besetzten Kader von Borussia Mönchengladbach. „Ich möchte gerne spielen und gebraucht werden. Das ist Stand heute bei Werder Bremen eher der Fall als hier in Gladbach. Die Basis ist nicht schlecht. Werder ist ein super Verein“, schwärmt Lang.

In Mönchengladbach stehen bei Neu-Trainer Marco Rose auf der Position des Rechtsverteidigers andere Spieler hoch im Kurs. Die Nase vorne hat aktuell der von RB Salzburg mitgebrachte Stefan Lainer - er ist gesetzt. Zudem gibt es im Borussia-Kader in Tony Jantschke und Jordan Beyer noch konkurrenzfähige Alternativen auf der Lang-Position. Michael Lang selbst will sich allerdings nicht vorschnell abschreiben lassen: „Noch habe ich hier nicht aufgegeben. Wenn ich am 3. September noch hier bin, ist es nicht so, dass ich jeden Tag zu Tode betrübt zum Training kommen würde.“

Werder Bremen sucht „Soforthilfe“: Gladbach-Manager Eberl will „gute Lösung für Michael Lang“

Gladbach-Sportchef Max Eberl macht derweil kein Geheimnis daraus, dass er den aufs Abstellgleis geratenen Blondschopf bei einem entsprechenden Angebot ziehen lassen würde. „Wir warten ab, was bis zum 2. September passiert und wünschen uns, dass Michael Lang eine gute Lösung für sich findet“, sagte Eberl am Mittwoch - und weiter: „Interessenten für ihn gab es immer.“

Für die „Fohlen“ absolvierte Michael Lang insgesamt 17 Bundesliga-Spiele (ein Treffer). Für Werder Bremen könnte der Schweizer durchaus die von Frank Baumann gesuchte „Soforthilfe“ sein. In der Defensive fehlen den Grün-Weißen neben den gerade erst bestätigten Ausfällen von Ömer Toprak (Muskel-Sehnenverletzung an der Wade, sechs Wochen Pause) und Ludwig Augustinsson (Knie-OP, drei Monate Pause) auch die Innenverteidiger Milos Veljkovic (Zehenbruch, Rückkehr ungewiss) und Sebastian Langkamp (individuelles Training nach Muskelfaserriss). (mwi)

Zur letzten Meldung vom 28. August 2019:

Verletzungssorgen: Werder Bremen sucht Abwehrspieler, hilft Gladbachs Michael Lang?

Die Hoffnung war da, dass die Verletzungen bei Ömer Toprak und Ludwig Augustinsson sich als nicht so schlimm erweisen würden. Vielleicht hier drei Wochen Pause und dort vier. Doch es passt zur aktuellen Situation bei Werder Bremen, dass sich a) diese Hoffnung nicht erfüllt hat und dass es b) noch viel schlimmer gekommen ist als befürchtet. Hilft Michael Lang?

Innenverteidiger Ömer Toprak wird den Bremern mindestens sechs Wochen fehlen, Linksverteidiger Augustinsson gar drei Monate. Hiobsbotschaften. Denen der SV Werder Bremen jedoch mit der Verpflichtung eines weiteren Abwehrspielers begegnen wird. 

„Es gibt den einen Kandidaten, den wir verpflichten wollen. Ob sich das realisieren lässt, werden wir in den kommenden Tagen erfahren“, erklärte Sportchef Frank Baumann am Dienstag in einer Medienrunde und versprühte am Tag der schlimmen Nachrichten eine Prise Optimismus: „Wir sind auf einem guten Weg, den Spieler zu uns zu holen.“ Bis Montag ist dafür noch Zeit, dann schließt auch für Werder Bremen das Transferfenster.

Werder Bremen will Soforthilfe für die Abwehr holen - Gladbachs Michael Lang wieder ein Thema?

Um wen es sich bei dem Top-Kandidaten handelt, sagte Baumann nicht. Nur dass es kein Perspektivspieler ist, sondern einer, der in der prekären Lage auch tatsächlich sofort eine Hilfe ist. „Fakt ist, dass uns von sieben guten Defensivspielern vier nicht zur Verfügung stehen. Wir müssen schauen, dass wir jemanden dazubekommen, der direkt in der Bundesliga spielen kann.“

Nach Informationen der DeichStube habenhat sich Werder Bremen auf seiner schon vor Wochen gestarteten Suche nach einem Rechtsverteidiger auch mit dem Schweizer Nationalspieler Michael Lang befasst. Der 28-Jährige ist bei Borussia Mönchengladbach nicht mehr erste Wahl, ist grundsätzlich aber ein Profi mit Bundesliga-Niveau.

Bei Werder Bremen waren Spieler seiner Qualität aber wieder aus dem Fokus geraten, weil doch eher ein Back-up für Theodor Gebre Selassie gesucht wurde, ein Spieler mit Entwicklungspotenzial, aber ohne abschreckendes Preisschild. Das Profil habe sich aber wieder geändert, räumte Baumann ein: „Weil wir kurzfristig jemanden brauchen, der schon nachgewiesen hat, dass er in einer Top-Liga spielen kann. Deswegen gehe ich aktuell davon aus, dass wir einen Spieler mit Erfahrung verpflichten.“ Michael Lang steht bei der Borussia noch bis 2022 unter Vertrag. Sein aktueller Marktwert wird bei „transfermarkt.de“ auf 4,5 Millionen Euro geschätzt. Baumann sagt über seinen anonymen Top-Kandidaten, dass eine Leihe „nicht zwingend erforderlich“ sei.

Zum Handeln sind die Bremer gezwungen, weil ihnen das Verletzungspech fortgesetzt mehr als übel mitspielt. Bei der Arthroskopie des rechten Knies von Ludwig Augustinsson wurde eine Schädigung diagnostiziert, die laut Werder bei allen zuvor durchgeführten bildgebenden Untersuchungen nicht erkannt werden konnte. Mehr verrät der Verein nicht. Dass der Schwede drei Monate nicht zur Verfügung steht, ist jedoch Fakt. Augustinsson hatte den Eingriff in seiner Heimat vornehmen lassen und wird dort auch den ersten Teil der Reha absolvieren.

Werder Bremen: Trotz Verletzungspech zuversichtlich

Bei Ömer Toprak ist es im Vergleich zu Augustinsson „nur“ die Hälfte der Ausfallzeit. Doch auch so ist es schlimm genug. Toprak wurde als Reaktion auf die Verletzungen von Milos Veljkovic (Zeh-OP) und Sebastian Langkamp (Muskelfaserriss) von Borussia Dortmund verpflichtet. Nun fehlt er selbst. Der Innenverteidiger hat sich beim 2:3 gegen 1899 Hoffenheim eine Muskelverletzung mit Beteiligung der Sehne in der linken Wade zugezogen. 

Erst Mitte Oktober wird er wieder zur Verfügung stehen. „Die Ausfälle sind bitter“, klagt Baumann einerseits, fordert andererseits aber alle – vom Fan bis zum Profi – auf, sich nicht am Frust über das Verletzungspech und den missglückten Saisonstart festzubeißen: „Es gibt in jeder Saison Phasen, in denen es nicht so läuft wie gewünscht. Wir bekommen das gerade sehr geballt zu spüren. In solchen Situationen gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man lässt es über sich ergehen oder man stemmt sich dagegen. Und das hat die Mannschaft gegen Hoffenheim gut gemacht. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir trotz der insgesamt schwierigen Personallage schnell die ersten Punkte einfahren werden.“ Idealerweise am Sonntag gegen den FC Augsburg. Dann vielleicht schon mit einem neuen Verteidiger im Kader. (csa)

Zur letzten Meldung vom 26. August 2019:

Werder Bremen braucht Hilfe in der Abwehr, aber die Suche ist extrem schwierig

Seit Wochen sucht Werder Bremen vergeblich einen neuen Außenverteidiger. Nun drängt nicht nur die Zeit, sondern auch der personelle Notstand in der Abwehr.

Werder Bremen fehlen aktuell drei Innen- und ein Linksverteidiger, deshalb stand gegen 1899 Hoffenheim eine echte Not-Abwehr auf dem Platz. Mit Theo Gebre Selassie im Zentrum und Maxi Eggestein als Rechtsverteidiger. Auch gegen den FC Augsburg wird Werder wohl wieder so verteidigen müssen. Es sei denn, Sportchef Frank Baumann präsentiert bis dahin noch den herbeigesehnten Mann für die rechte Abwehrseite. Doch danach sieht es nicht aus.

Die Suche ist extrem schwierig. Und durch die Knie-OP bei Ludwig Augustinsson ist jetzt noch mehr Druck auf dem Kessel als ohnehin schon. Aber: Die Bremer haben ihre Qualitätsvorstellungen, die abgebenden Clubs ihre Preisforderungen. Beide Faktoren zueinander zu bringen, hat bisher nicht geklappt. Und Baumann verströmte nach der 2:3-Pleite von Werder Bremen bei 1899 Hoffenheim nicht gerade Optimismus, dass er bis zum Augsburg-Spiel am Sonntag oder bis zur Deadline der Transferphase am Tag darauf einen neuen Mann für die Abwehr verpflichtet haben wird. Selbst wenn – „ob der dann gleich spielt, müsste man erst mal sehen. Man weiß nie, ob es gleich passt.“

Werder Bremen: Maximilian Eggestein kann Rechtsverteidiger, ist aber keine Dauerlösung

Hätte Werder Bremen in Benjamin Henrichs seinen Wunschspieler bekommen, hätte sich diese Frage nicht gestellt. Der Mann von der AS Monaco hat die Qualität, sofort weiterzuhelfen. Ein Spieler dieser Kategorie soll es auch sein für die Bremer, doch gefunden haben sie ihn noch nicht.

Wie sehr der Schuh drückt, zeigt die aktuelle Situation. Wenn neben LinksverteidigerLudwig Augustinsson auch Theo Gebre Selassie nicht zur Verfügung steht – ob wegen einer Verletzung oder wegen der Abordnung in die Mitte –, ist niemand da, der noch als Vertreter einspringen kann. Jedenfalls niemand, der ausgebildeter Rechtsverteidiger ist. Maxi Eggestein ist allenfalls eine Not-, aber gewiss keine Dauerlösung. Baumann: „Es war in Hoffenheim schon sehr viel Bastelei. Diese Situation ist wirklich nicht optimal für den Trainer.“

Werder Bremen: Nicht viel Geld für Abwehrspieler-Transfer

Das sieht der Trainer auch so. Doch weder jammert Florian Kohfeldt noch erwartet er von seinem Sportchef, nun auf Biegen und Brechen einen neuen Rechtsverteidiger zu liefern. „Ich werde nichts fordern, weil ich weiß, wie sehr wir am Limit sind“, sagt der 36-Jährige und singt ein Loblied auf Baumann, der „im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten einen überragenden Kader zusammengestellt hat“. 

Nabil Bentaleb vom FC Schalke 04 soll den Kader von Werder Bremen bald weiter verbessern. Ein Rechtsverteidiger auch. Aber, so Kohfeldt: „Wir können jetzt nicht sagen, wir holen adhoc irgendwo her noch mal fünf Millionen und verpflichten eine Soforthilfe. Das geht nicht bei uns, das ist auch okay.“ Es sei seine Aufgabe, auf anderem Weg für Lösungen zu sorgen.

Aktuell kann das nur bedeuten, mit den Verlegenheitslösungen weiterzumachen. Gebre Selassie attestierte der Coach, gegen Hoffenheim „ein Top-Spiel“ abgeliefert zu haben. Auch Maxi Eggestein habe seine Sache auf rechts gut gemacht. „Aber wir ziehen einen möglichen deutschen Nationalspieler aus dem Mittelfeldzentrum ab, um ihn außen verteidigen zu lassen, weil es nicht anders geht. Das ist nicht optimal. Vor allem nicht, weil uns Maxi im Mittelfeld fehlt.“ (csa)

Weitere News zu Werder Bremen

Die Grün-Weißen haben noch eine Woche Zeit, um neue Spieler-Transfers zu tätigen - das ist der Weg von Werder Bremen bis zum Deadline Day. Ganz bittere Diagnose: Ludwig Augustinsson wird Werder Bremen monatelang fehlen. Ein Südkoreaner für die Defensive von Werder Bremen – Kyu-hyun Park durfte am Mittwoch erstmals mit der Mannschaft trainieren.

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