Erfolgreicher Gaststart für den Nienburger Tom Holtz in der internationalen Supermonoklasse

Dünne Luft an der internationalen Spitze

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Ein bayerischer Hersteller für Rennmotorräder gab dem 15-Jährigen die Möglichkeit, mit einem Prototypen bei den zwei Rennen in Oschersleben zu starten.

OSCHERSLEBEN. Tim Holtz nahm am Wochenende an einem Lauf zur Europameisterschaft in der Supermonoklasse teil. Ein bayerischer Hersteller für Rennmotorräder gab dem 15-jährigen Nienburger die Möglichkeit, mit einem Prototypen bei den zwei Rennen in Oschersleben zu starten.

OSCHERSLEBEN. Das Nienburger Motorsporttalent Tim Holtz hatte am Wochenende die Chance, an einem Lauf zur Europameisterschaft in der Supermonoklasse teilzunehmen. Ein bayerischer Hersteller für Rennmotorräder gab dem 15-Jährigen die Möglichkeit, mit einem Prototypen bei den zwei Rennen in Oschersleben zu starten. Es handelt sich bei der internationalen Supermonoklasse um eine europaweite Rennserie auf leichten Einzylinder Motorrädern mit maximal 850 Kubikzentimeter-Motoren und einem Mindestgewicht von 120 Kilogramm. Die Leistung der Fahrzeuge liegt üblicherweise bei etwa 90 PS. Der Prototyp, den Holtz fuhr, war allerdings noch mit einem serienmäßigen Motor mit lediglich 75 PS ausgestattet. Im freien Training musste sich der junge Nienburger erstmal an das kleine und leichte Fahrzeug gewöhnen, kam aber schnell auf akzeptable Rundenzeiten und stellte das Motorrad am Ende des Qualifyings auf Startplatz sieben. Wie bei Holtz üblich, machte er die ersten Plätze bereits unmittelbar nach dem Start gut und ging als vierter in die erste Runde. Auf der folgenden Gerade machte sich allerdings der Leistungsunterschied deutlich bemerkbar und der Nienburger wurde von zwei Konkurrenten überholt. Seinen sechsten Platz verteidigte er mit sehr viel fahrerischem Einsatz und mehrfachen Ausbremsmanövern bravourös bis ins Ziel. Das zweite Rennen begann mit einer kurzen Verzögerung durch die Rennleitung. Tim Holtz ließ sich dadurch aus der Ruhe bringen und verschlief prompt den Start. Er musste drei weiteren Fahrern den Vortritt lassen und kam als zehnter aus der ersten Runde zurück. Mit wiederholtem Windschattenfahren und anschließendem Ausbremsen des Gegners gelang es ihm, zwei Mitbewerber zu überholen und den achten Platz zu erobern. Holtz stellte an diesem Wochenende fest, dass die Luft an der Spitze eines internationalen Rennens doch sehr dünn ist und selbst kleine Fehler sofort bestraft werden. Trotzdem war er von diesem Gaststart begeistert. Schließlich zeigte der 15-Jährige, dass er mit leistungsfähigerem Material zumindest in dieser Rennserie auch mit der europäischen Spitze mithalten könnte.

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