Tim Holtz ist mit durchwachsenem Wochenende in Schleiz zufrieden

Starke Konkurrenz und unberechenbares Wetter

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Tim Holtz (Startnummer 49) auf Tuchfühlung mit Christoph Beinlich. Gegen Rennmitte zog der Nienburger an dem IDM-Piloten vorbei.

Schleiz - von Leif Rullhusen.  Durchwachsen wie das Wetter verlief das Rennwochenende für Tim Holtz. Der Nienburger Motorradpilot sah auf seiner Triumph Daytona in zwei Rennläufen zur DMV-Rundstrecken Championship auf dem Schleizer Dreieck nur einmal als Vierter die schwarz-weiß-karierte Zielflagge.

Trotzdem ist der 16-Jährige zufrieden und baute seine Führung in der Gesamtwertung auf Dominik Borgelt sogar aus. Auch in der Superstock-Serie beträgt sein Vorsprung noch immer satte 15 Punkte auf Max Böttcher.

Dass es auf dem Schleizer Dreieck eng würde, wusste Holtz im Vorfeld. Er war auf dem überaus anspruchsvollen Kurs, der größtenteils auf öffentlichen Straßen verläuft, erst einmal gefahren. Zudem traten zahlreiche Gaststarter aus der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) und dem Yamaha R6-Cup an. „Es ist die einzige Veranstaltung in Schleiz, in der die Piloten vor ihrem Wertungslauf auf dem Kurs trainieren können“, berichtet Holtz.

Starke Konkurrenz, ein relativ unbekannter Kurs und unberechenbares Wetter erklären das für Holtz ungewohnte Rennergebnis. Beim zweiten Lauf ging der Nienburger, neben einigen weiteren Piloten gar nicht an den Start. „Das Risiko war zu groß“, begründet er diese Entscheidung. Eine Stunde vor dem Start hatte es geregnet. Die Strecke war noch nicht wieder vollständig abgetrocknet. „Weder Slicks, noch Regenreifen wären die richtige Wahl gewesen. Und Intermediates dürfen wir nicht fahren.“ Unter Sicherheitsaspekten sei der Startverzicht deshalb die richtige Entscheidung gewesen, ist Holtz auch im Nachhinein überzeugt. Zumal ein Sturz auf dem Straßenkurs ohne entsprechende Sturzräume ein deutlich höheres Verletzungsrisiko, als auf einer reinen Rennstrecke darstellt.

Zwar ging der Nienburger im ersten Lauf „nur“ als vierter über die Ziellinie, trotzdem gewann er die Superstock-Klasse und wurde zweiter in der Gesamtwertung. Die Erklärung: Zwei Fahrer vor ihm – der erste und dritte – hatten einen Frühstart hingelegt und bekamen eine 20-Sekunden-Zeitstrafe aufgebrummt. Damit rutschte der zweite, Toni Riedel, aufs Siegertreppchen und Tim Holtz auf Rang zwei. Da Riedel in der offenen Klasse antritt, gewinnt Holtz in der Superstock-Serie und wird im Gesamtklassement zweiter hinter Riedel. Positiv wirkt sich auf sein Punktekonte aus, dass Dominik Borgelt, Hauptkonkurrent in der Gesamtwertung, im ersten Rennen ausfiel und im zweiten ebenfalls nicht an den Start ging. Nur Max Böttcher nutzte den Startverzicht von Holtz und rückte in der Superstock näher an den Nienburger heran.

Fernab aller Rechenspiele lieferte sich der junge Nienburger Motorradpilot auf der Strecke einen spannenden Kampf mit dem IDM-Piloten Christoph Beinlich. Bis zur Rennmitte klebte Holtz an dessen Hinterrad, bevor er vorbeizog. Doch Beinlich blieb dran. In der letzten Runde fuhr Tim Holtz absolute Kampflinie, um seinen vierten Platz zu verteidigen. „Ich konnte mich gegen einen IDM-Fahrer durchsetzten“, ist Holtz deshalb entsprechen zufrieden mit dem Rennverlauf. Das heißt allerdings nicht, dass er zukünftig auf die gewohnten Siege verzichten will. „Auf dem Sachsenring werde ich wieder angreifen“, verspricht der Nienburger. Dort finden am ersten Juli-Wochenende die nächsten beiden DMV-Läufe statt.

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