Nienburger Bezirksligist startet mit einem Remis gegen Stadthagen in die Hallensaison

NTC-Damen: Reine Nervensache

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Arianna Balic (links im Bild) sowie Carina Beermann hatten in einem nervenaufreibenden Doppel denkbar knapp das Nachsehen.

BR.-VILSEN - von Lutz Ritter. „Wir sind mit dem Ergebnis durchaus zufrieden“, kommentierte Kristina Heinrich das Unentschieden  des Nienburger TC gegen die Zweitvertretung des TC GW Stadthagen. Dabei wäre gegen den Aufstiegsaspiranten sogar ein Saisonstart nach Maß möglich gewesen.

BR.-VILSEN - von Lutz Ritter. „Wir sind mit dem Ergebnis durchaus zufrieden“, kommentierte Kristina Heinrich das Unentschieden (3:3-Matchbilanz) des Nienburger TC gegen die Zweitvertretung des TC GW Stadthagen. Dabei wäre gegen den Aufstiegsaspiranten aus dem Schaumburger Land sogar ein Saisonstart nach Maß möglich gewesen. Nicht nur die Satzbilanz sprach am Ende für die Kreisstädterinnen, auch die Doppelstärke des heimischen Bezirksligisten hätte den (verdienten) doppelten Punktgewinn zum Winterrundenauftakt unter Dach und Fach bringen dürfen. „Es war ein sehr engagiertes Auftreten unseres Teams; während der letzten Ballwechseln unfassbar spannend und reine Nervensache“, fasste Mannschaftsführerin Heinrich den engen Ausgang der Partie zusammen, in der Sandra Heuer nach ihrem halbjährigen Australienaufenthalt erstmals wieder an Position vier aufschlug. Während Nienburgs Rückkehrerin nicht zuletzt aufgrund ihrer geringen Spielpraxis gegen eine solide auftrumpfende Cheyenne Gretkiewicz in zwei Durchgängen (0:6, 2:6) das Nachsehen hatte, präsentierte sich Teamkollegin Arianna Balic bereits in beeindruckender Form. Das erst 15-jährige Nachwuchstalent bestach durch einen guten Aufschlag, dominierte die Auseinandersetzung vom ersten bis zum letzten Ballwechsel und siegte dank ihres ebenso temporeichen wie sicheren Auftritts ohne Mühe (6:1, 6:3) gegen eine phasenweise überfordert wirkende Luisa Herbst. „Arianna hat sich in den letzten sechs Monaten noch einmal merklich verbessert“, lobte Heinrich Nienburgs Nummer zwei und fand zugleich aufmunternde Worte für Vereinskameradin Heuer. Auf deren Position dürfte in den nächsten Wochen die schon vor Saisonbeginn geplante Rotation greifen, sodass neben Heuer auch mit einem Einsatz von Celeste Brümmer sowie Antonia Selchow zu rechnen ist. Überhaupt sind die Damen des NTC personell gut besetzt, was sich nicht zuletzt durch die mittlerweile bewährte Zusammenarbeit mit dem TSV Haßbergen erklärt. „Faktisch ist es ein Zusammenschluss von Spielerinnen beider Vereine, der den Wettkampf auf Bezirksliga-Niveau erst ermöglicht. Es ist davon auszugehen, dass wir im Sommer mit derselben Aufstellung erneut für die Farben des TSV auflaufen“, erklärte Heinrich, die selbst an Position drei ihre Matches bestreitet. Und das einmal mehr mit durchschlagendem Erfolg. Während vieler langer Ballwechsel behielt die 21-jährige die Geduld und war ihrer Kontrahentin in den entscheidenden Momenten schlichtweg einen Schritt voraus; am Ende fand ein verdienter 6:3, 6:4-Sieg über Victoria Schwarze seinen Eintrag ins Spielformular. Dass nach den Einzelpartien dennoch nur ein Unentschieden zu Buche stand, war der Niederlage von Carina Beermann geschuldet: Nienburgs Spitzenspielerin musste sich trotz einer beherzten Vorstellung Stadthagens nervenstarker Merle Scholz mit 6:2, 0:6, 6:10 geschlagen geben. Spannung sollte demzufolge für die abschließenden Doppel vorprogrammiert sein, wenngleich mit einem derartigen Verlauf wohl kaum zu rechnen war. Zunächst besiegte das Duo Heinrich / Selchow die Kombination Schwarze / Gretkiewicz denkbar knapp mit 1:6, 7:5, 10:8, um dann bei der Niederlage von Beermann / Balic gegen Stadthagens Spitzendoppel Scholz / Herbst (6:4, 5:7, 6:10) hilflos zum Zuschauen verdammt zu sein. Kurios: Während Nienburgs zweites Doppel einen 5:2-Rückstand aus Durchgang zwei noch abzuwehren vermochte, mussten sich Beermann / Balic mit demselben Ergebnis – wenngleich in Front liegend – noch nach drei nervenaufreibenden Sätzen geschlagen geben.

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