Nienburger Drittligist fährt beim VC SFG Olpe ersten Auswärts-Dreier der Saison ein

VC-Damen bestätigen Aufwärtstrend

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Es ist vollbracht: Der erste Auswärts-Dreier ist unter Dach und Fach.

OLPE - von Lutz Ritter. Für die Drittliga-Damen des VC Nienburg bleibt der Aufwärtstrend auch zu Rückrundenauftakt bestehen: Dank eines 3:0-Erfolgs beim Tabellennachbarn VC SFG Olpe fuhr der Aufsteiger zum zweiten Mal in Folge einen „satten Dreier im Expresstempo“ ein.

OLPE - von Lutz Ritter. Für die Drittliga-Damen des VC Nienburg bleibt der Aufwärtstrend auch zu Rückrundenauftakt bestehen: Dank eines 3:0 (25:18, 25:22, 25:12)-Erfolgs beim Tabellennachbarn VC SFG Olpe fuhr der Aufsteiger zum zweiten Mal in Folge einen „satten Dreier im Expresstempo“ ein und stieß somit erstmals bis auf Rang sechs der aktuellen Tabelle vor. Ein beeindruckender Start ins neue Kalenderjahr, der zunächst jedoch unter keinem guten Vorzeichen stand. Ohne Nacera Belala (Erkältung) sowie Viola Dreppenstedt (beruflich verhindert) trat der Liga-Neuling seine Reise ins südliche Nordrhein-Westfalen an, was Coach Thomas Plathner vor Spielbeginn nur zähneknirschend kommentierte, nach erfolgreicher Arbeit indes mit den Worten umschrieb: „Je weiter die Fahrt, desto geiler die Spiele!“ Und Arbeit gab es reichlich; auch für das hervorragend abgestimmte Trainerduo Plathner / Torben Keßler. Diese wagten den taktischen Spagat, die erst zu Wochenbeginn ins Training eingestiegene Denise Linke zurück auf ihre gelernte Mittelblocker-Position zu beordern und Außenangreiferin Julia Höftmann als Diagonalspielerin auf die Platte zu schicken. Eine ebenso mutige wie durchschlagende Maßnahme. „Ich wollte auf die Stärken des Gegners reagieren und von daher unsere Block- und Feldabwehr stabilisieren“, erklärte Nienburgs erfahrener Übungsleiter seine überraschenden Positionswechsel. „Da ich im Verlauf der Partie nicht großartig tauschen konnte, konnte ich ja auch nichts falsch machen“ ergänzte der 45-jährige spitz, als er auf die dünne Personaldecke der Kreisstädterinnen angesprochen wurde. Doch allen Widerständen zum Trotz starteten die VCerinnen erstaunlich konzentriert, ließen jegliche Nervosität in der Umkleide und präsentierten sich von Beginn an hellwach. Die anfangs hohe Fehlerzahl des Gegners trug ihr Übriges dazu bei, dass Olpe nahezu überrant und ein frühzeitiger sieben Punkte Vorsprung (14:7) scheinbar problemlos zur verdienten Satzführung verteidigt werden konnte. So ging es nach gerade einmal 20 Minuten in den zweiten Abschnitt der Partie, bei dem Nina Keßler & Co. trotz eines bemerkenswert sicheren Annahmespiels Mühe hatten, ihre Schäflein ins Trockene zu bringen. Letztlich waren es einmal mehr gelungene Aktionen in der Feldabwehr, mit denen schon verloren geglaubte Bälle im Spiel gehalten und die Gastgeberinnen permanent in Bewegung sowie zum Reagieren gezwungen wurden. „Oftmals gelang es uns noch zu punkten, als sich der Gegner schon als Sieger wähnte“, honorierte Plathner die einsatzwillige Leistung seiner Damen. Von dieser Vorstellung gleichermaßen beeindruckt wie beflügelt ließen die Weserstädterinnen im abschließenden Durchgang nichts mehr anbrennen. Dank guter Liberoleistung hielten die Gäste ihr Defensivverhalten auf konstant hohem Niveau und spielten mit der SFG phasenweise Katz und Maus. Mehrere Aufschlagserien trugen maßgeblich dazu bei, dass die Plathner-Riege erfolgreich Revanche für ihre unglückliche 2:3-Hinspielniederlage nahm und darüber hinaus den ersten (zählbaren) Auswärtserfolg unter Dach und Fach brachte. „Wir sind im Fluss und die guten Trainingseindrücke wurden heute bestätigt“, reflektierte Plathner den knapp sechzigminütigen Pflichtspielauftritt seiner Mannschaft. „Es freut mich, dass die kontinuierliche Arbeit der letzten Monate nun nach und nach Früchte trägt“, resümierte Nienburgs Volleyballlehrer den positiven Verlauf seit Jahresende, mahnte aber zeitgleich, man möge die Kirche doch im Dorfe lassen. „Wir haben jetzt mit Bad Laer, Marmagen und Cloppenburg nahezu aufeinander folgend die „Großen Drei“ unserer Staffel vor der Brust. Da gilt es nicht zu überpacen und weiterhin sorgfältig die Hausaufgaben zu machen.“

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