Nienburger Tim Holtz feiert Premiere in der IDM-Superstock 600

Gelungener Gaststart in der Oberliga

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Tim Holtz (vorne) ließ auch in der IDM einige Gegner hinter sich.

Hockenheim - von Leif Rullhusen. Zum Saisonfinale schnupperte Triumph-Pilot Tim Holtz internationale Rennsportluft. Eine Woche nach der DMV-Meisterschaft startete der Nienburger in der Internationalen Deutschen Superbike-Meisterschaft.

Und er zeigte, dass er auch in der Rennsport-Oberliga problemlos mithält. Der DMV-Titel, den der Daytona-Pilot in Oschersleben souverän nach Hause fuhr, bescherte Tim Holtz nicht nur einen ordentlichen Pokal – er brachte dem 16-Jährigen auch einen Gaststart in der IDM Superstock 600. Die Rennläufe am vergangenen Wochenende auf dem Hockenheimring in dieser hochkarätigen Rennserie waren gewissermaßen das Salz in der ohnehin gut gewürzten Rennsaison.

Auf Platz 13 beziehungsweise 14 ging Tim Holtz über die Ziellinie – bei 22 Startern ein solides Ergebnis im Mittelfeld. Das ist umso beeindruckender, wenn man den Aufwand von Tim Holtz und seiner zweiköpfigen Boxen-Crew mit dem der Spitzenteams in der IDM vergleicht. „Das ist schon eine ganz andere Hausnummer. Die Teams rücken dort mit kompletten Sattelzügen voller Equipment an“, berichtet Thomas Holtz, Vater und Crew-Member. „Dort kümmert sich beispielsweise allein ein Mitarbeiter ausschließlich ums Data-Recording. Die Teams zeichnen sämtliche Fahrwerks-, Motor- und Bremsdaten auf, um diese zu analysieren.“ Anhand von Vergleichsfahrten werden so unter anderem Anbremspunkte, Schaltpunkte und Fahrwerkseinstellungen optimiert.

Trotz des vergleichsweise geringen Aufwands zeigte Tim Holtz bereits im freien Training, dass er auch in der IDM Schritt halten konnte. Mit einer Rundenzeit von 1,33 belegte der Nienburger im Qualifying schließlich Platz 14. Den behielt er auch nach dem Start zum ersten Rennlauf, der allerdings nach einem Sturz unterbrochen und neu gestartet wurde.

Diesmal machte sich bei dem jungen Nienburger doch ein wenig der Nervosität bemerkbar. Er verpatzte den Re-Start und verlor ein paar Plätze. Die erkämpfte sich Tim Holtz aber zurück und überquerte auf Position 13 die Ziellinie. Im zweiten Lauf glückte der Start, Tim Holtz erteidigte seine Position. Bis ins Ziel fuhr er dann ein einsames Rennen mit viel Luft nach vorne und hinten. Für das Team von Tim Holtz war die IDM-Premiere angesichts des Aufwands der Spitzenteams nicht nur ein beachtlicher Erfolg sondern auch eine überaus spannende Erfahrung.

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