Juri Baron: „Ich bin mir sicher – der Schlüssel zu meinem Erfolg war EMS“

Bester Sportler - Mit Leib und Seele

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Juri Baron wurde in Bonn als Sportler des Monats gewählt: „Damit habe ich niemals gerechnet.“

Nienburg - von Kristina Stecklein.  „Bester Profisportler“ – ein Titel, der besonders stolz macht. So darf sich auch der 31-Jährige Nienburger und Profisportler Juri Baron neuerdings bezeichnen. Mit einer Besonderheit: Der Ringer wurde in Bonn ausgezeichnet.

„Damit habe ich niemals gerechnet“, erklärt Baron gegenüber dem Blickpunkt. „Ich habe 42 Prozent aller Stimmen erhalten – doppelt so viele, wie der Zweitplatzierte“, sagt der Profisportler, immer noch sichtlich überwältigt. Dabei habe er nicht einmal ans berühmte Treppchen gedacht: Obwohl Baron bereits mehrfach ausgezeichnet worden ist, war er sich sicher, dass seine Konkurrenz zu stark sei. „Ein unglaublicher Profibasketballer der ‘Bonner Telekom Baskets’ stand unter anderem auch zur Wahl“, erinnert der Nienburger sich.

Seit 2009 ist der Ringer auf Bundesligaebene unter anderem beim TKSV Bonn-Duisdorf unter Vertrag. Die Kampfsportart hat sich in Niedersachsen, generell im Norden des Landes, bislang noch nicht sonderlich durchgesetzt. „Da ist Bonn am nächsten, deshalb stehe ich dort unter Vertrag“, erläutert der 31-Jährige.

Über 600 Kilometer fährt Juri Baron somit an einem Wettkampfwochenende – und das ganze 16 Wochen lang. Zusammengerechnet könnte der Sportler damit von Nienburg aus startend einen Roadtripp – hin und zurück – in die kasachische Hauptstadt Astana machen. Doch das ist für Juri kein Problem – und umziehen kommt nicht in Frage. „Ich liebe Nienburg. Ich lebe hier seit Ewigkeiten. Meine Familie, meine Freunde sind hier und ich habe ein Haus. Ich bin mit Nienburg verbunden.“

Der 31-jährige Nienburger lebt für den Sport: Fünfmal die Woche trainiert er in seinem Ringerteam sowie mit EMS. Seit dem 3. Dezember besitzt er sogar ein eigenes Studio.

Im Alter von vier Jahren zog Juri mit seinen Eltern aus Kasachstan in die Stadt an der Weser. Sein Vater Philipp war früher selbst erfolgreicher Ringer. 1996 entschloss sich das Vater-Sohn-Gespann ein Ringerteam in Nienburg zu gründen. „Wir wollten die Kids von der Straße holen“, weiß Baron. „Damals gab es in Nienburg ein größeres Drogenproblem. Wir hätten nicht gedacht, dass es so fruchtet.“ Heute sind beim TKW Nienburg mittlerweile über 50 Ringsportbegeisterte, die Juri und sein Vater Philipp trainieren. Und das mit ziemlichem Erfolg: Seit 1999 befindet sich das Team in Niedersachsen ungeschlagen auf dem ersten Platz. Aktuell arbeiten sie daran, auch weiterhin ungeschlagen zu bleiben, denn in wenigen Wochen steht die Landesmeisterschaft in Oldenburg und Hannover an. „Wir wollen den Titel verteidigen und sind mitten im Training dafür“, betont der gutgelaunte Sportler ernst. Auf die Frage, wie er die Chancen des Teams einschätzen würde, antwortet der Nienburger ohne mit der Wimper zu zucken: „Wir müssen gewinnen.“

Dieser eiserne Kampfgeist hat Juri Baron im Jahr 2016 zu zahlreichen Erfolgen verholfen: 11 von 14 Kämpfen konnte der hauptberufliche Profisportler als punktbester Ringer seines Teams für sich entscheiden – unter ihnen auch der Sieg gegen den dreifachen afghanischen Meister. Drei Mal die Woche trainiert er mit seinem Ringerteam, zwei Mal die Woche macht er EMS-Training (Elektro-Muskelsti

Wer nun selbst Feuer und Flamme ist, kann gerne zum Training des TKWs kommen. Dienstags und freitags beginnt das Training um 17 Uhr und endet um 19.30 Uhr (Alpheideschule), samstags wird von 10 bis 12 Uhr in der TKW-Halle trainiert. Es handelt sich um simultane Übungseinheiten: Sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene trainieren gleichzeitig, es gibt zwei unterschiedliche Matten. Auch Kinder ab 4 Jahren werden zur Matteneingewöhnung herzlich eingeladen. Wettkämpfe sind in jeder Altersklasse keine Pflicht. Im Sommer 2017 fährt das Team zum Trainingslager in die Nienburger Partnerstadt Witebsk in Weißrussland.

mulation) in seinem eigenen Studio „OneLife“ in Nienburg. „Ich bin überzeugt, dass das der Schlüssel zum Erfolg ist“, versichert der Profisportler. Auch Profis wie Fußballer Mario Gomez und Claudio Pizarro sowie Olympia-Sieger Usain Bolt schwören auf das Training mit EMS.

Seit dem 3. Dezember hat sich Ringer selbstständig gemacht, sein Studio befindet sind in der Nienburger Georgstraße, direkt neben dem Posthof. Zuvor betreute er ein anderes Studio in Nienburg als Personaltrainer – nach einem Jahr entschied er sich dann, einen Schritt weiter zu gehen. „Ich wollte mich weiter entwickeln“, lautet die einfache Erklärung.

Dabei ist ihm wichtig, dass alle Übungen Muskel-, Gelenkschonend und vollständig ausgeführt werden. Dann agiert Baron wieder als Personaltrainer – mit maximal zwei Klienten pro Einheit. „Als Profisportler habe ich einen Ruf zu verlieren“, fügt er an. Deshalb sei ihm die ausführliche Beratung besonders wichtig. Da gibt er – so wie auch beim Ringen – mindestens 100 Prozent.

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