Steyerberger holt Sieg zum DTM-Auftakt

René Rast: Mit Vollgas in die Turbo-Ära

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René Rast feiert seinen ersten Sieg in der Turbo-Ära.

Hockenheim. Überragend startete Vizemeister René Rast in die aktuelle DTM-Saison.

Der Steyerberger gewann gleich das zweite Rennen am Sonntag, nachdem ihm am Vortag ein technischer Defekt ausbremste. Und wie: Von Platz 16 hatte sich Rast durch das Feld bis an die Spitze gekämpft. Damit setzte er gleich zu Beginn der neuen Turbo-Ära ein deutliches Ausrufezeichen.

Teams, Veranstalter und Zuschauer sahen den ersten beiden Rennen an diesem Wochenende mit großer Spannung entgegen. Schließlich sind die Fahrzeuge jetzt mit aufgeladenen Vierzylinderaggregaten unterwegs. Sie lösen die V-8-Motoren der zurückliegenden Jahre ab und leisten rund 100 PS mehr als ihre Vorgänger. Darüber hinaus hat sich Mercedes aus der Rennserie verabschiedet. Stattdessen feiert die britische Traditionsmarke Aston Martin Premiere in der DTM.

Dreifachsieg am Sonntag: Audi ist auf dem Hockenheimring ein eindrucksvoller Start in die Turbo-Ära der DTM gelungen. Im packenden Sonntagsrennen siegte der Steyerberger René Rast vom Audi Sport Team Rosberg mit einer gewagten Strategie vor Nico Müller und Robin Frijns.

René Rast musste sich nach einem Problem im Qualifying mit Startplatz 16 begnügen. Mit einer Zwei-Stopp-Strategie fuhr der DTM-Champion des Jahres 2017 trotzdem zu seinem elften Sieg. Das Audi Sport Team Rosberg holte Rast während einer Safety-Car-Phase zum Reifenwechsel an die Box. Der Audi-Pilot nutzte den Vorteil der frischen Reifen perfekt und kämpfte sich innerhalb von nur sieben Runden vom 15. auf den ersten Platz nach vorn. Beim Pflichtboxenstopp in Runde 22 verlor er nur kurz die Führung und fuhr anschließend den Sieg souverän nach Hause.

„Fast das ganze Feld in wenigen Runden zu überholen, ist für einen Rennfahrer ein ganz besonderer Spaß“, freute Rast. „Vielen Dank an Audi Sport, mein Team Rosberg und die Mechaniker, die alles gegeben haben. Wir hatten heute eine tolle Strategie. Ich musste das Auto nur noch ins Ziel fahren. Was für ein Tag!“ Das Podium für Audi komplettierten Nico Müller und Robin Frijns, die beide aus der zweiten Startreihe ins Rennen gingen und mit unterschiedlichen Strategien fast zeitgleich auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel fuhren.

Während der Lauf am Sonntag unter trockenen Bedingungen ablief, lieferten sich die Piloten am Samstag eine Regenschlacht. Pechvogel war René Rast. Vom vierten Startplatz kämpfte sich der Vizemeister bei den nasskalten Bedingungen auf Platz zwei nach vorn und machte anschließend Jagd auf den Führenden Marco Wittmann. Der Audi-Pilot schien gute Karten zu haben, seinen siebten DTM-Sieg in Folge zu feiern, als er sechs Runden vor Schluss mit einem Defekt am Antriebsstrang seines Audi RS 5 DTM ausrollte. Das erste Rennen der Turbo-Ära gewann BMW-Pilot Marco Wittmann vor Mike Rockenfeller und Robin Frijns (beide Audi).

Vor den nächsten beiden DTM-Rennen am 18. und 19. Mai im belgischen Zolder liegt René Rast aktuell auf Platz drei in der Fahrerwertung.

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