Ein vierter Platz in Oschersleben reichte dem Nienburger Motorradpiloten zum Gesamtsieg

Tim Holtz holt den DMV-Titel

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Souverän zur Meisterschaft: Der Nienburger Tim Holtz brauchte in Oschersleben kein unnötiges Risiko einzugehen, um sich seine erste DMV-Meisterschaft zu sichern.

Oschersleben - von Leif Rullhusen. Eigentlich standen die Vorzeichen gut: 33 Punkte Vorsprung vor den letzten drei Läufen der DMV Meisterschaft. Und die fanden auf Tim Holtz Hausrennstrecke in Oschersleben statt. Trotzdem wurde es noch einmal spannend.

Der Start in das Rennwochenende am vergangenen Freitag verlief zunächst perfekt. Der junge Nienburger Motorradpilot sicherte sich mit seiner Triumph Daytona souverän die Pole-Position – mit 1,5 Sekunden Vorsprung auf seinen Hauptkonkurrenten Max Böttcher. Doch dann spielte ausgerechnet seinem ärgsten Verfolger und Regenspezialisten das Wetter in die Karten. Nach wochenlanger Trockenheit begann es kurz vor Rennstart zu regnen.

Böttcher zog direkt nach dem Start an Holtz vorbei und setzte sich Runde für Runde vom Nienburger ab. Allerdings nicht lange: Der Regen in Kombination mit der wochenlangen Trockenheit zuvor hatte die Pistenoberfläche in einen Zustand von Schmierseife versetzt. Das wurde Böttcher zum Verhängnis. Er stürzte, war damit raus und konnte keine Punkte auf Tim Holz gutmachen. Der ließ es zunächst langsam angehen. Daraufhin zog der drittplatzierte Bastain Reinisch am Nienburger vorbei. „An dem wollte ich dranbleiben“, berichtet Holtz. Das gelang dem Nienburger leider nur kurzzeitig, dann wurde auch er Opfer der Schmierseifenpiste und stürzte. Die Entscheidung im Titelkampf war also um ein Rennen vertagt. Allerdings hatte Böttcher nun nur noch zwei Läufe, um den Rückstand von 33 Punkten auszugleichen.

Der Regen hatte in Nacht zu Samstag zwar den Dreck von der Piste gespült, tat Holtz aber nicht den Gefallen, danach aufzuhören. Also erneuter Wettervorteil für Buchner. Das Startduell gewann diesmal allerdings Bastian Reinisch. Erst dahinter sortierten sich Böttcher und Holtz ein. „Ich wusste, dass mir in dieser Konstellation sogar ein vierter Platz zur Meisterschaft gereicht hätte“, erläutert Holtz. „Ich habe meine Runden abgespult und jedes Risiko vermieden.“ So ließ er Thomas Knandel noch an sich vorbeiziehen und unternahm in diesem Lauf keinen Versuch, an dessen Hinterrad zu bleiben. Als ungefährdeter Vierter sah der junge Nienburger die schwarz-weiß-karierte Zielflagge und hat gleich in seiner DMV-Premierensaison den Titel in der Tasche.

Beim finalen Rennlauf verzichtete Tim Holtz auf einen Start. Bei nach wie vor nasser Strecke ging er kein weiteres Risiko ein.

Die erste Saison in der DMV Rundstrecken Championship hat gezeigt, dass Tim Holtz auch in diesem Wettbewerb verdammt schnell ist, wenn die Rahmenbedingungen passen. Und auf seiner Hausrennstrecke in Oschersleben ist Tim Holtz sowieso das Maß der Dinge. Der erst 16-jährige Rennfahrer kann aber noch mehr. Er gibt nicht einfach nur Gas, er taktiert auch und steckt zurück, wenn es nötig ist. Einziges Manko: Bei Regen hat der junge Nienburger Pilot noch etwas Nachholbedarf.

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