Volleyball: Drittligist bleibt beim SV Bad Laer ohne Satzgewinn

Keine Durchschlagskraft

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Denise Linke wurde abermals vom Diagonalangriff in den Mittelblock beordert.

BAD LAER - von Lutz Ritter. Binnen 90 Tagen stellte sich der SV Bad Laer ein zweites Mal als übermächtiger Gegner für die Drittliga-Damen des VC Nienburg heraus. Nach der aus dem November vergangenen Jahres datierenden Heimspielpleite zogen die Kreisstädterinnen nun auswärts den Kürzeren.

BAD LAER - von Lutz Ritter. Binnen 90 Tagen stellte sich der SV Bad Laer ein zweites Mal als übermächtiger Gegner für die Drittliga-Damen des VC Nienburg heraus. Nach der aus dem November vergangenen Jahres datierenden Heimspielpleite zogen die Kreisstädterinnen nun auswärts den Kürzeren (18:25, 21:25, 17:25) und erhielten trotz einer zuweilen ansprechenden Leistung ihren ersten - wenngleich nicht unerwarteten - Rückrundendämpfer. „Für uns wäre ein Satzgewinn schon ein Erfolg gewesen“, untermauerte VC-Coach Thomas Plathner seine vor Spielbeginn getroffene Einschätzung über das Leistungsvermögen des Aufstiegsaspiranten. Nicht zu Unrecht: Das von seinem Trainerkollegen Knut Powilleit erfolgreich betreute Team des SV Bad Laer begann wie die Feuerwehr, überrante müde wirkende VCerinnen und benötigte lediglich eine Rotation, um frühzeitig auf 7:1 davonzuziehen. Ein Vorsprung, bei dem sich clever aufspielende Gastgeberinnen im weiteren Satzverlauf die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließen und gegen zuletzt auch auswärts erfolgreiche Nienburgerinnen ihre Vormachtstellung eindrucksvoll unter Beweis stellten. „Uns fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. Da war uns der Gegner heute überlegen“, analysierte Nienburgs Trainer den zeitigen Rückstand seiner Auswahl. Weit ausgeglichener der Verlauf des zweiten Durchgangs: Trotz anhaltend starker Abwehrleistungen des heimischen Sextetts hielten die Nordertörschen fortan besser mit, leisteten sich nach dem zwischenzeitlichen 15:15-Ausgleich jedoch zu viele Fehler, um gegen ein von Diagonalangreiferin Ricarda Hellmich geführtes SV-Team zu bestehen. Selbst die erneut als Mittelblockerin zum Zuge kommende Denise Linke fand an der Seite ihrer Mannschaftskolleginnen kein probates Mittel, das den temporeichen Angriffen Bad Laers Zählbares entgegensetzte. Zwar attestierte Plathner seinen Damen eine gute Annahme, doch bemängelte der zweitliga-erfahrene Volleyballlehrer in den entscheidenden Phasen des Spiels ein ums andere Mal die Durchschlagskraft seiner Mannschaft: „Wir waren bis zu diesem Zeitpunkt zumeist auf Augenhöhe, haben uns aber mit drei, vier unnötigen Fehlern selbst eines besseren Ergebnisses beraubt“, erklärte der 45-jährige nach weniger als einer Dreiviertelstunde den 0:2-Satzrückstand seiner Damen. Auch vermochten die eingewechselten Johanna Wittneben sowie Viola Dreppenstedt im weiteren Spielverlauf kaum Einfluss auf die Partie zu nehmen, sodass sich den Zuschauern im dritten Durchgang ein ähnliches Bild bot wie im Abschnitt zuvor. Neben der spielerischen Reife ließ die höhere Einsatzbereitschaft des SV-Teams das sportliche Pendel zusehends in Richtung der führenden Mannschaft ausschlagen. „Viel zu häufig war der Oberkörper zu weit draußen und der Ball landete folgerichtig im Aus“, haderte Plathner mit technischen Nachlässigkeiten seiner Akteurinnen. Vor allem gegen Ende des Spiels verstand es der Tabellen-Zweite Nienburgs Angreiferinnen zunehmend unter Druck zu setzen und eigene Blockstärken auszuspielen. „Uns fehlte heute der finale Abschluss. Wir haben gut mitgespielt, die Dynamik aber nicht genutzt. Zwar präsentierten wir uns besser als im Hinspiel, sind aber noch nicht da wo wir sein wollen. Wir werden auch in Zukunft hart an uns arbeiten müssen, soll der Aufwärtstrend in den nächsten Spielen unter Beweis gestellt werden“, prognostizierte Plathner und ärgerte sich zeitgleich über die „Art und Weise dieser Niederlage, bei der ich den absoluten Willen, einem bärenstarken Gegner konsequent und nachhaltig Paroli zu bieten, lange Zeit vermisste.“

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