Nach Wirbel um Greiss

Dämpfer für deutsches Team bei WM: 2:3 gegen Dänemark

Dänemarks Julian Jakobsen (r) und Deutschlands Yannic Seidenberg kämpfen um den Puck. Foto: Monika Skolimowska
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Dänemarks Julian Jakobsen (r) und Deutschlands Yannic Seidenberg kämpfen um den Puck. Foto: Monika Skolimowska
Dänemarks Nicholas Jensen (r) und Deutschlands Yasin Ehliz (2.v.l.) prügeln sich auf dem Eis; die Schiedsrichter gehen dazwischen. Foto: Monika Skolimowska
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Dänemarks Nicholas Jensen (r) und Deutschlands Yasin Ehliz (2.v.l.) prügeln sich auf dem Eis; die Schiedsrichter gehen dazwischen. Foto: Monika Skolimowska
Patrick Reimer (r) jubelt über den Treffer zum 1:0 gegen Dänemark. Foto: Monika Skolimowska
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Patrick Reimer (r) jubelt über den Treffer zum 1:0 gegen Dänemark. Foto: Monika Skolimowska
Deutschlands Torschütze zum 2:0 Brooks Macek (r) jubelt mit Yannic Seidenberg (l). Foto: Monika Skolimowska
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Deutschlands Torschütze zum 2:0 Brooks Macek (r) jubelt mit Yannic Seidenberg (l). Foto: Monika Skolimowska
DEB-Goalie Danny aus den Birken wehrt den Puck ab. Foto: Monika Skolimowska
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DEB-Goalie Danny aus den Birken wehrt den Puck ab. Foto: Monika Skolimowska
Dänemarks Torschütze zum 2:2 Morten Poulsen (l) jubelt mit seinen Teamkollegen. Foto: Monika Skolimowska
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Dänemarks Torschütze zum 2:2 Morten Poulsen (l) jubelt mit seinen Teamkollegen. Foto: Monika Skolimowska

Diese WM-Niederlage tut der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft richtig weh. Nach der Aufregung um Torhüter Thomas Greiss lässt das DEB-Team gegen Dänemark eine 2:0-Führung und beste Chancen bis in die Verlängerung hinein ungenutzt. Verstärkung aus Amerika kommt aber.

Köln (dpa) - Nach dem Wirbel um Torhüter Thomas Greiss hat Deutschlands Eishockey-Nationalteam bei der Heim-WM einen schweren Dämpfer erhalten.

Ohne den NHL-Keeper der New York Islanders unterlag die Auswahl von Bundestrainer Marco Sturm am Freitagabend mit 2:3 (2:2, 0:0, 0:0) nach Verlängerung gegen Dänemark und muss nun um die Teilnahme am Viertelfinale bangen. Bereits am Samstag gegen Italien muss Deutschland ebenso unbedingt gewinnen wie am Dienstag im letzten Vorrundenspiel gegen Lettland.

Vor 18 629 Zuschauern in der ausverkauften Arena in Köln war die schnelle 2:0-Führung durch Tore von Patrick Reimer (9. Minute) und Brooks Macek (10.) zu wenig. Für den WM-Gastgeber von 2018 trafen Frederik Storm (17.) und Morten Poulsen (17.) per Doppelschlag sowie Peter Regin (62.) in der Zusatzspielzeit.

"Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Der einzige Vorwurf, den man uns machen kann ist, dass wir die Tore nicht gemacht haben. Das ist für uns natürlich jetzt frustrierend", sagte Kapitän Christian Ehrhoff bei Sport1 und lobte Dänemarks starken Schlussmann Sebastian Dahm. Auch Bundestrainer Sturm meinte: "Der Unterschied war der Torhüter. Wir haben genügend Chancen gehabt, das Spiel zu gewinnen. Hat nicht sollen sein."

Zu allem Überfluss droht in Moritz Müller nach NHL-Torjäger Tobias Rieder ein weiterer Spieler nun verletzt auszufallen. Der Verteidiger der Kölner Haie musste bereits im ersten Drittel in die Kabine und kam nicht wieder aufs Eis.

Dafür könnte am Samstag NHL-Star Leon Draisaitl erstmals bei der WM auflaufen. Der 21 Jahre alte Playoff-Topscorer der Edmonton Oilers soll nach dem Saison-Aus in der nordamerikanischen Profiliga am Samstagvormittag in Frankfurt landen. "Wenn er sich gut fühlt wird er spielen", sagte Bundestrainer Sturm. Auch Torhüter Philipp Grubauer kommt laut Sturm am Samstag, soll aber erst gegen Lettland spielen.

Auf einen anderen NHL-Spieler verzichtete er gegen Dänemark. Torhüter Thomas Greiss von den New York Islanders saß offiziell wegen einer leichten Verletzung nur auf der Bank. Dessen Vertreter Danny aus den Birken vom deutschen Meister EHC Red Bull München sah zumindest beim zweiten Gegentor nicht gut aus. Nur 25 Sekunden zuvor hatte Storm den Anschluss erzielt. Damit war das 2:0 dahin.

Das DEB-Team hatte sich zunächst unbeeindruckt von den Vorwürfen an Greiss gezeigt. Der Deutsche Eishockey-Bund hatte zuvor bestätigt, dass Greiss unter anderem mit Zustimmung zu rechtsgerichteten Inhalten im sozialen Netzwerk Instagram während des US-Wahlkampfes seine Unterstützung vom inzwischen gewählten US-Präsident Donald Trump gezeigt hatte. Darüber hatte der Deutschlandfunk berichtet.

Der DEB kritisierte noch unmittelbar vor dem Spiel, dass Greiss unter anderem auch einen Vergleich von Hillary Clinton mit Adolf Hitler mit dem 'Gefällt-Mir'-Button markiert hatte. "Grundsätzlich ist Hitler ein No-Go, das ist ganz klar. Es gibt Dinge, die gehen in Deutschland nicht", sagte DEB-Vizepräsident Marc Hindelang. Greiss hatte seine Zustimmung nach einem Gespräch mit dem Verband inzwischen wieder gelöscht. Dabei will es der DEB bewenden lassen.

"Er wird weiter im Kader bleiben", sagte Hindelang und stellte zugleich klar: "Thomas Greiss ist kein Rechtsextremist und auch kein Rechtspopulist." Das Präsidiumsmitglied bestätigte außerdem, dass der Vorfall auch im Team diskutiert worden sei. "Ja, das ist ein Thema. Da sind die Meinungen auch geteilt."

Allerdings schien die Affäre das deutsche Team zumindest am Freitag eher zu beflügeln. Anders als beim 3:2-Zittersieg gegen die Slowakei nach Penalytschießen begann Deutschland stark. Mit einem sehenswerten Volley-Tor von Torjäger Reimer ging der WM-Gastgeber in Führung, Münchens Macek legte schnell nach. Nach dem unglücklichen Ausgleich nach Aus den Birkens Patzer war Deutschland im letzten Drittel klar überlegen, nutzte aber auch in der Verlängerung nicht die Chance zum Sieg und wurde durch Regins Kontertor bestraft.

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