Internet aus dem All

Wie Sie die „Starlink“-Satelliten von Elon Musk und SpaceX am Himmel beobachten können

Die „Starlink“-Satelliten von SpaceX und Elon Musk sind klar am Nachthimmel zu sehen. Der Start der nächsten 60 Satelliten wurde verschoben – wegen einer wichtigeren Mission.

  • Immer wieder sind zahlreiche  „Starlink“-Satelliten von SpaceX* und Elon Musk am Nachthimmel zu sehen
  • Die Satelliten ziehen wie auf einer Perlenschnur aufgereiht oder wie eine Lichterkette über den Himmel
  • Wie man die „Starlink“-Satelliten am Himmel sehen kann und was hinter dem Projekt von Elon Musk steckt


Update vom 27. Mai 2020, 16.10 Uhr: Bevor in den kommenden Tagen die „Starlink“-Satelliten von SpaceX wieder am Himmel zu sehen sind, steht ein Raketenstart bevor, der nichts mit den Internet-Satelliten zu tun hat. Am heutigen Mittwoch um 22.33 Uhr soll SpaceX erstmals Astronauten ins All transportieren*. Sie starten mit einer „Falcon 9“-Rakete; eine „Crew Dragon“-Raumkapsel soll sie zur ISS befördern.

Die nächsten Möglichkeiten, die „Starlink“-Satelliten im Rhein-Main-Gebiet zu sehen:

  • 28. Mai 2020, 3.50 Uhr: Von Südwesten nach Osten
  • 29. Mai 2020, 2.52 Uhr: Von Südwesten nach Osten
  • 31. Mai 2020, 2.28 Uhr: Von Süden nach Osten

„Starlink“-Satelliten von SpaceX live am Himmel zu sehen

Update vom 22. Mai 2020, 14.20 Uhr: In den kommenden Tagen sind die „Starlink“-Satelliten von SpaceX über dem Rhein-Main-Gebiet nur selten am Himmel zu sehen. Derzeit gibt es nur zwei Termine, an denen sie gesichtet werden können:

  • 24. Mai 2020, 4.38 Uhr: Von Südwesten nach Osten
  • 26. Mai 2020, 4.13 Uhr: Von Südwesten nach Osten

SpaceX: Nächster „Starlink“-Start abgesagt - bemannte Mission geht vor

Update vom 20. Mai 2020, 15.15 Uhr: Eigentlich sollten die nächsten 60 „Starlink“-Satelliten von SpaceX* bereits längst gestartet sein, doch der Start wurde verschoben. Zuerst wegen schlechtem Wetter, letztendlich aber, weil nicht mehr genug Zeit gewesen wäre, das Bergungsschiff „Of Course I Still Love You“ nach dem Auffangen des Boosters für den nächsten Einsatz vorzubereiten. Der steht nämlich bereits für kommende Woche an: Am 27. Mai 2020 will SpaceX erstmals Astronauten zur ISS transportieren* und für diese Mission, die möglichst nicht verschoben werden soll, wird das Bergungsschiff ebenfalls benötigt.

Update vom 15. Mai 2020, 14.50 Uhr: An diesem Wochenende sollen erneut 60 „Starlink“-Satelliten von SpaceX ins All geschossen werden. Geplant ist der Start der „Falcon 9“-Rakete mit den 60 Satelliten für Sonntagvormittag (17.5.). Wird der Start wie geplant durchgeführt und gelingt, sind 480 „Starlink“-Satelliten in Umlaufbahnen um die Erde unterwegs. SpaceX ist bereits seit einiger Zeit der Betreiber, der die meisten Satelliten kontrolliert.

„Starlink“-Satelliten von SpaceX ziehen wie an einer Perlenschnur über den Himmel

Update vom 13. Mai 2020, 20.15 Uhr: Wer die „Starlink“-Satelliten von SpaceX am Nachthimmel beobachten will, bekommt in den nächsten Tagen wieder die Gelegenheit dazu. In den kommenden Nächten ziehen die hell leuchtenden Satelliten - wie an einer Perlenschnur aufgereiht - als Lichterkette über den Himmel. So können Sie die Satelliten im Rhein-Main-Gebiet am Himmel sehen:

  • 13. Mai 2020, 23.01 Uhr: Die Satelliten-Kette fliegt von Westen nach Südosten
  • 14. Mai 2020, 23.37 Uhr: Die „Starlink“-Satelliten rasen von Westen nach Südwesten
  • 15. Mai 2020, 22.37 Uhr: Die SpaceX-Satelliten fliegen von Westen nach Südosten
  • 17. Mai 2020, 22.13 Uhr: Die Satelliten sind von Westen nach Südosten zu sehen

Für andere Beobachtungsstandorte können Sie sich mit Hilfe dieses Tools die besten Beobachtungszeiten für die „Starlink“-Satelliten errechnen lassen.

„Starlink“-Satelliten von Elon Musk immer wieder hell am Himmel zu sehen

Erstmeldung vom 13. Mai 2020: Seit April 2020 sind 420 „Starlink“-Satelliten von SpaceX in Umlaufbahnen um die Erde unterwegs - und die Zahl soll bald weiter ansteigen: Am 17. Mai 2020 sollen die nächsten 60 Internet-Satelliten von einer „Falcon 9“-Rakete von SpaceX ins All gebracht werden. Insgesamt hat SpaceX, das private Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, Genehmigungen für bis zu 12.000 der kleinen Satelliten, die für schnelles Internet aus dem All sorgen sollen. Anträge für weitere 30.000 dieser Satelliten sind gestellt.

„Starlink“-Satelliten von SpaceX ziehen wie eine „Lichterkette“ über den Nachthimmel

Die „Starlink“-Satelliten sind immer wieder am dunklen Himmel über Deutschland zu sehen: Wie eine „Lichterkette“ ziehen sie über den Nachthimmel und sorgen teilweise sogar für Meldungen bei UFO-Meldestellen. Dass die „Starlink“-Satelliten so auffällig sind, sorgt für Unmut. Astronomen und Sternengucker haben die Sorge, dass die SpaceX-Satelliten den natürlichen Sternenhimmel zerstören*. Betroffen sind nicht nur Hobby-Sternengucker oder beispielsweise Astrofotografen, sondern auch die professionelle Astronomie mit ihren großen Teleskopen.

Elon Musk und SpaceX haben mittlerweile Abhilfe versprochen: Nachdem Anfang des Jahres 2020 ein so genannter „DarkSat“, ein dunkel lackierter Satellit getestet wurde, sollen als nächstes „Sonnenschirme“ für die „Starlink“- Satelliten* getestet werden. Diese „Sonnenschirme“ sollen besonders helle Teile der Satelliten vor der Sonne abschirmen - so sollen die „Starlink“-Satelliten weniger hell am Himmel strahlen.

Welches Ziel Elon Musk und SpaceX mit den „Starlink“-Satelliten verfolgen

So sieht es aus, wenn SpaceX und Elon Musk weitere 60 „Starlink“-Satelliten ins All schießen. Eine „Falcon 9“-Rakete startet.

Doch welche Ziele verfolgen SpaceX und der exzentrische Unternehmer Elon Musk mit dem Projekt „Starlink“? Das Ziel von Elon Musk ist es, eines Tages Menschen zum Mars zu fliegen, die dort leben sollen. Aus diesem Grund hat er sein Raumfahrtunternehmen SpaceX gegründet, das mittlerweile nicht nur mit seine Recyling-Rakete „Falcon 9“ die Branche umgekrempelt hat, sondern in Kürze (geplant ist der 27. Mai 2020) als erstes privates Unternehmen Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS fliegt. Es wäre der erste bemannte Raketenstart von US-Boden seit dem Ende der Space Shuttles im Jahr 2011.

Geld für die Mars-Pläne wollen Elon Musk und SpaceX mit Internet aus dem All verdienen. Das ist derzeit noch sehr teuer, soll durch das weltumspannende Netz von „Starlink“-Satelliten jedoch schneller und günstiger werden. In jedem Winkel der Erde soll so künftig schnelles Internet aus dem All verfügbar sein, so der Plan von SpaceX.

„Starlink“-Satelliten sind nach dem Start als „Lichterkette“ am Himmel zu sehen

Doch gleich nach dem Start der ersten 60 „Starlink“-Satelliten im Mai 2019 wurde klar: Die Satelliten sorgen nicht nur für schnelles Internet, sondern sind in gewissen Phasen auch sehr hell und deutlich am Himmel zu sehen. Für Aufsehen sorgte damals ein Video, das einen so genannten „Satellitenzug“ zeigte: Die 60 Satelliten zogen sehr dicht hintereinander und sehr hell strahlend über den Himmel. Im Laufe der Zeit erreichten die „Starlink“-Satelliten von SpaceX zwar ihre eigentlichen Umlaufbahnen und die „Lichterkette“ am Himmel zog sich auseinander, doch teilweise sind die Satelliten weiterhin hell und klar am Himmel zu sehen.

Da es Genehmigungen für insgesamt 12.000 „Starlink“-Satelliten gibt, haben nicht nur Freunde des Nachthimmels die Sorge, dass die SpaceX-Satelliten den natürlichen Sternenhimmel zerstören könnten. Gleichzeitig gibt es die Befürchtung, dass der Erdorbit durch die zahlreichen „Starlink“-Satelliten „vermüllt“ wird. Das könnte gefährliche Kollisionen von Satelliten verursachen und dadurch auch die bemannte Raumfahrt - etwa die ISS - gefährden.

Von Tanja Banner

*fr.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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