Abschluss des Kulturherbstes lockte Menschmassen und begeisterte

Magische Momente in Nienburgs Innenstadt

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Das Lichterfest in Nienburgs Innenstadt begeisterte unzählige Menschen.

Nienburg - Von Maren Hustedt. „Mein Nienburg“ steht in geschwungener Zuckerschrift auf den süßen Lebkuchenherzen, welche zum Abschluss des diesjährigen Nienburger KleinKunstFestes verteilt wurden. Die Kinder, die sich die süßen Andenken mit leuchtenden Augen um den Hals hängen durften, waren zuvor im dichten Strom kreuz und quer durch die Innenstadt Laterne gelaufen.

Wie die Motten zum Licht waren etwa eine Stunde früher die Besucher des Kulturherbstes auf der Langen Straße zusammengekommen, um den „Glowing Angels“ möglichst nahe zu sein. Schon von Weitem waren die vier Meter großen Künstler auf Stelzen in ihren hell weiß oder bunt leuchtenden Kostümen zu sehen. Bereits Minuten vor dem eigentlichen Auftritt strömten die Menschenmassen in Richtung Rathaus, von wo aus die Darsteller ihren Marsch durch die Innenstadt starteten.

So dicht war die Menschenmenge, die staunte, fotografierte und filmte, dass die strahlenden Engel, Clowns und Phantasiefiguren sich ihren Weg nur langsam und vorsichtig bahnen konnten. Die ehrfürchtige Stille, die den Auftritt zunächst begleitete, wurde nur unterbrochen durch spontanen Beifall und Begeisterungsrufe. Sichtlich genossen die Künstler die ungeteilte Aufmerksamkeit und schwammen förmlich durch das Meer an Schaulustigen hindurch. Wer am Sonntag den Weg in die Innenstadt gefunden hatte, erlebte beim abendlichen Auftritt der „Dulce Compania“ märchenhafte Momente des Staunens und der Verzauberung, die zweifellos unvergessen bleiben.

„Es ist so wunderbar, wie die Leute mitgehen und sich begeistern“, kommentierte Olga Suin de Boutemard, mit einem glücklichen Strahlen im Gesicht. Die Geschäftsführerin des Nienburger Kulturwerks hatte gemeinsam mit Kulturchef Wolfgang Lange, Michael Duensing (lokaler Geschäftsführer des Landschaftsverbands Weser-Hunte) und anderen Kulturbeauftragten das Programm des Kulturherbstes gestaltet und präsentiert und war überaus zufrieden mit dessen gelungenem Ablauf sowie der großen Resonanz.

Die Phantasiefiguren waren begehrte Fotoobjekte.

Bereits seit Freitag präsentierte eine Künstlergruppe der GalerieN in einem Zelt auf der Langen Straße Lichtinstallationen, welche mittels Fernbedienungen von den Besuchern selbst gestaltet und verändert werden konnten. Meistens dauerte es eine Weile, bis klar war, welche Fernbedienung welche Lichter steuerte, aber auf der Suche danach hatten sowohl Erwachsene als auch Kinder viel Spaß. „Die Idee zu der Installation hatte Kirsten Pfeifer“, erklärte eine der Akteurinnen, die gern mit den Besuchern ins Gespräch kamen und bei der Bedienung der Technik behilflich waren.

Auch der Walkact der Großmaskengruppe „Die schrägen Vögel“ aus Haßbergen sorgte für farbenfrohe Begegnungen auf Nienburgs Straßen. Ausgelassen tantzen die maskierten Akteure über Nienburgs Straßen und scheuten sich auch nicht, mit den Besuchern auf Tuchfühlung zu gehen.

Von dem starken Zustrom der Besucher profitierten auch die Einzelhändler in Nienburgs Innenstadt, die in ihren Geschäften zum Flanieren und Stöbern eingeladen hatten. Winterkleidung, Porzellan, Bücher, Geschenk- und Drogerieartikel – alles erfreute sich des Interesses der Kundschaft, welche die Pausen zwischen den Vorführungen gern zum Bummeln und Einkaufen nutzte. Neben dem üblichen Warenangebot erwarteten die Besucher in den Geschäften auch spezielle Angebote sowie attraktive Rabattaktionen.

Die Geschäfte luden zu einem Besuch ein.

Der in dieser Form neu gestaltete „Nienburger Kulturherbst“ war mit Highlights aus Musik, Theater, Kino, Kabarett, darstellender Kunst und auch zahlreichen Mitmachaktionen über die Monate Oktober und November prall gefüllt. Die unterschiedlichsten Darbietungen fanden hauptsächlich in Nienburg, aber auch in Rehburg, Bruchhausen-Vilsen, Haßbergen, Liebenau, Eystrup, Wietzen und Hoya statt und zeigten auf, welche kulturelle Vielfalt der Landkreis Nienburg tatsächlich zu bieten hat.

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