Neuer Club hat zum Altstadtfest geöffnet

Nienburg: Im Club „Below“ wird weiter getanzt

+
Thanh Nguyen (links) und Jannes Dück sprechen über das neue Konzept des Clubs.

Nienburg - Von Max Brinkmann - Der Club in der Langen Straße 86 war die vergangenen acht Jahre die Location für Aftershow-Partys beim Nienburger Altstadtfest. Früher oder später am Abend kam dort fast jeder vorbei, der noch Lust zu Feiern hatte, obwohl das offizielle Programm schon zu Ende war.

Es war unklar, ob es dieses Jahr wieder so wird: Ende Mai verkündete Geschäftsführer Thanh Nguyen das Ende des „Sectors“. Ihm fehle die Zeit, um neben seinem IT-Systemhaus auch noch einen Club zu managen. In den vergangenen Monaten hat er jedoch Unterstützer gefunden. Jetzt wird der ehemalige „Sector“-Club zum „Below“ und hat auch zum Altstadtfest geöffnet.

Als Jannes Dück im Mai den Zeitungsartikel zur Schließung gelesen hat, war ihm klar, dass er helfen möchte. „Sonst hätten wir hier in Nienburg keine Ausgehmöglichkeit mehr gehabt“, erklärt er. Deshalb setzte sich der 22-Jährige mit Nguyen in Verbindung. Dieser ließ bereits im Mai verlauten, dass er sich auch vorstellen könnte, mit Unterstützung weiterzumachen. Er bräuchte allerdings jemanden, der einen großen Part übernimmt. „Es ist wichtig, dass sich auch in der Woche jemand mit Clubangelegenheiten beschäftigt“, meint Nguyen.

Mit Dück hat er nun einen passenden Partner gefunden. Der Eventmanager in Ausbildung übernimmt ab sofort die Vermarktung des neuen „Below“, stellt Kontakte zu Firmen sowie Vereinen her und kümmert sich um die Promotion und die Social Media-Kanäle des Clubs. Nguyen bleibt weiterhin Geschäftsführer.

Auf den Namen „Below“ ist Nguyen übrigens durch ein gleichnamiges Getränk gekommen: „Er ist gut verständlich und leicht auszusprechen. Außerdem passt er zur Location“ – die ist bekanntlich im Untergeschoss.

Partys zum Altstadtfest

Bis es im Oktober richtig losgeht, gibt es noch eine Reihe von Abriss-Partys. Drei davon finden zum Altstadtfest statt. Das „Below“ hat dann Donnerstag, Freitag und Samstag geöffnet. Wie in den vergangenen Jahren sollen dort dann Aftershow-Partys stattfinden. „Wir wollen wieder zum Sammelpunkt für alle“, sind sich Nguyen und Dück einig.

Nach dem Altstadtfest beginnt die Umbaupause. „Es wird kein von Grund auf neuer Club werden, aber wir wollen einige Sachen ersetzen und umbauen. Es soll eine bessere Trennung zwischen Lounge und Clubbetrieb geben“, beschreibt Nguyen. Mehr zum neuen Konzept soll erst später verraten werden.

Besser erreichbar

Etwas, das in Zukunft auf jeden Fall besser laufen soll, ist die Erreichbarkeit. „Anrufe gehen nicht mehr unter“, verspricht der 37-Jährige. Künftig ist das Team des „Below“ offiziell unter der Telefonnummer 05021/8650370 erreichbar. Ab Oktober können unter der Nummer unter anderem Reservierungen abgesprochen werden. Schon jetzt können sich dort Bewerber melden – denn die Betreiber brauchen noch Personal: „Aktuell suchen wir in alle Richtungen: Thekenpersonal, Bestücker/Springer und Promoter“.

Mit der ersten Abriss-Party am vergangenen Samstag sind die beiden durchaus zufrieden. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Ärger unter den Gästen, deshalb entschied sich der Geschäftsführer dazu, den Einlass härter zu kontrollieren.

Dadurch sei gleich ein anderes Publikum zusammengekommen. „Wir mussten deswegen zwar eine Kritik einstecken, aber wenn wir diesen Schritt nicht gegangen wären, hätte sich nichts geändert. Dann hätten wir den Club nicht wieder öffnen brauchen“, zieht Nguyen ein Fazit. Mit der neuen Ausrichtung wollen Nguyen und Dück die Zukunft des Nachtlebens in Nienburg sichern.

Das könnte Sie auch interessieren

Politik

Supertanker mit iranischem Öl verlässt Gibraltar

Supertanker mit iranischem Öl verlässt Gibraltar
Politik

Spanien bietet "Open Arms" Balearen als sicheren Hafen an

Spanien bietet "Open Arms" Balearen als sicheren Hafen an
Welt

Dutzende Verletzte bei schweren Unwettern über Deutschland

Dutzende Verletzte bei schweren Unwettern über Deutschland
Welt

"Hölle auf Erden": 50 Meter hohe Flammen auf Gran Canaria

"Hölle auf Erden": 50 Meter hohe Flammen auf Gran Canaria

Kommentare