„Run auf die sinnlosesten Weihnachtsgeschenke“

Klima-Killer Black Friday: Proteste und Boykottaufrufe im Netz

Der Black Friday ist für einige einfach nur ein sehr schwarzer Tag für die Umwelt. Sie fordern einen „Kauf-Nix-Tag“.

  • Für zahlreiche Menschen ist der Black Friday das Shopping-Event des Jahres.
  • Proteste von Einzelpersonen und Umweltorganisationen finden jedoch ebenfalls alljährlich statt.
  • Auch dieses Jahr wird wieder zum Boykott aufgerufen.

München- „Stell dir vor es ist Black Friday & niemand geht hin!“ - dieser Satz stand vergangenes Jahr während einer Demonstration auf einem Plakat geschrieben - in Großbuchstaben und am Black Friday des Jahres 2019. Es war jedoch nicht nur Black Friday, sondern eben auch der globale Aktionstag für mehr Klimaschutz, wenige Tage vor Beginn der Weltklimakonferenz in Madrid. Und tatsächlich braucht es damals wie heute sehr viel Vorstellungskraft bei dem Gedanken, dass irgendwann mal ein Black Friday stattfinden sollte, an dem wirklich niemand teilnimmt. So gaben die Verbraucher im letzten Jahr alleine in Deutschland knapp 3,1 Milliarden Euro am Black-Friday-Wochenende aus*.

Black Friday: Kauf-Nix Tag gegen die Klimakrise

Gefordert wird die Nicht-Teilnahme trotzdem jedes Jahr aufs Neue. Der Black Friday* ist für viele weltweite Schnäppchenjäger zwar der Shopping-Höhepunkt des Jahres. Viele sehen ihn jedoch auch als wirklich schwarzen Tag für die Umwelt - als beispielhaften Symbol-Tag dafür, was verbrauchertechnisch und politisch alles so falsch läuft auf dem Planeten Erde.

Berechtigt ist die Konsumkritik - laut Pressemitteilung des Umweltbundesamts steigen die Verpackungsabfälle in Deutschland seit 1991 kontinuierlich an, der Online-Handel hat daran einen erheblichen Anteil - Stichworte Verpackung und Retouren. Das treibt die Treibhausgas-Emissionen weiter in die Höhe. Der Einzelhandel kommt jedoch nicht viel besser weg - immerhin muss auch hier der Fahrtweg sowie die Infrastruktur des Ladens, also zum Beispiel Beleuchtung und Klimatisierung mit einberechnet werden.

Umweltschutz am Black Friday: Weltweite Demonstrationen

Umweltschutzorganisationen wie Attac und Greenpeace, aber auch Einzelpersonen rufen deshalb jährlich immer wieder zu Demonstrationen und Protesten gegen das Black-Friday-Wochenende auf. Weltweite Versammlungen oder Demonstrationen könnten dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie etwas schwierig werden, unter Hashtags wie #BlockFriday und #KaufnixTag wird jedoch auch dieses Jahr wieder dazu aufgefordert, sein eigenes Konsumverhalten nochmals zu überdenken. Die Corona-Pandemie erschwert jedoch nicht nur Demonstrationen gegen den Black Friday, zumindest in Frankreich führte sie jetzt auch zu einer Verschiebung des Shopping-Events. Vor dem Hintergrund alljährlicher Tricksereien mit dem Rabatt-Geschäft* sollten die Verbraucher aber auf jeden Fall vorsichtig sein, egal welcher Meinungs-Fraktion sie angehören. (leb) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Redaktionsnetzwerks Ippen-Digital.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Lucas Bäuml/dpa

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