Geschäfte in Mannheim geschlossen

Black Friday sorgt für Chaos: Corona-Verstöße und volle Fußgängerzonen - Polizei muss Läden schließen

Kunden stehen dicht gedrängt in einer Media-Markt-Filiale.
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Trotz Corona-Regeln: Kunden stehen am Black Friday dicht gedrängt in einer Media-Markt-Filiale.

Der Black Friday sorgt vielerorts für Chaos in den Innenstädten. In Mannheim war es der Polizei zeitweise nicht mehr möglich, die Corona-Auflagen zu kontrollieren.

Mannheim - Das Black-Friday-Wochenende* sorgt für volle Innenstädte - und teils zu volle Innenstädte. In manchen Städten ist die Überwachung der Corona-Regeln für die Polizei nicht mehr möglich. Besonders betroffen war am Freitagnachmittag bereits Mannheim. Dort mussten die Einsatzkräfte Verstärkung aus der Nachbarstadt Heidelberg anfordern.

Wegen der Zugangsbeschränkungen hätten sich lange Schlangen vor den Geschäften gebildet. Dies hatte wiederum Auswirkungen auf den Straßenverkehr: Teils waren die Straßenbahnlinien blockiert.

Black-Friday-Chaos während Corona: Mannheimer Polizei lässt Geschäfte schließen

Laut Polizei Mannheim war es teilweise nicht mehr möglich, die Einhaltung der Abstände zu garantieren sowie die Maskenpflicht zu überprüfen. Daher mussten einige Läden sowie zwei Schnellrestaurants sogar vorübergehend geschlossen werden. Gegen deren Betreiber wird jetzt ermittelt wegen des Verdachts, gegen die geltenden Corona-Regeln verstoßen zu haben. Manche der Einzelhändler seien überfordert gewesen, andere eher gleichgültig.

Der aus den USA stammende Black Friday* stößt dabei nicht überall auf Anklang: In München haben Klimaaktivisten* vor der Zentrale des US-Konzerns Amazon protestiert. Sie fordern einen Boykott der Black-Friday*-Aktion und machen auf die - aus ihrer Sicht - negativen Folgen des Konzernerfolgs aufmerksam: „Umweltzerstörung, Steuerflucht, schlechte Arbeitsbedingungen, die Verdrängung des Einzelhandels“. Dazu wählten die Aktivisten eine kreative Form des Protests.

Black Friday auch am Wochenende: Polizei rüstet sich für verstärkte Einsätze in den Innenstädten

Weil der Schnäppchentag in einigen Städten auf eine ganze Black Week ausgedehnt wird, haben sich die Einsatzkräfte in den deutschen Innenstädten auch für das Wochenende verstärkt. Die Hoffnung bleibt, dass in den meisten Städten die Vernunft siegt.

Dass das möglich ist, glaubt auch die Polizei in Mannheim nach den negativen Erfahrungen gestern noch: „Schnäppchenjagd und Warteschlangen auf der einen Seite, weniger Kontakte, Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz* auf der anderen Seite schließen sich gegenseitig aber nicht aus“, sagte Polizeipräsident Andreas Stenger. Zahlreiche Kunden bemängelten dennoch immer wieder fehlende Abstandsregelungen. (kat) *Merkur.de und tz.de sind Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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