Forschung

Alternative zur Corona-Impfung? Forscher setzen Hoffnung auf dieses Medikament

Das Infektionsgeschehen des Coronavirus kennt kein Limit - doch ein Grippe-Wirkstoff könnte bald für einen Lichtblick sorgen. Dieser soll das Virus blockieren.

  • Das hochansteckende Corona*-Virus sorgt für ein rasantes Infektionsgeschehen.
  • Forscher aus den USA entdeckten nun ein Grippe-Mittel, dass den Übertragungsweg von Corona erheblich eindämmen könnte.
  • Im Zuge der Studie wird der Wirkstoff des Medikaments derzeit an Menschen getestet.

Kassel - Das Coronavirus sorgt für ein rasantes und weltweites Infektionsgeschehen. Obwohl der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech bereits zugelassen* wurde und ein baldiger Impfstart bevorsteht, kann man auch im neuen Jahr mit zahlreichen Neuinfektionen rechnen. In den USA wurde nun ein Medikament entdeckt, dass die Coronavirus-Übertragung stoppen soll.

Wissenschaftler machen eine erstaunliche Entdeckung: Laut des Online-Nachrichtenportals inFranken stießen Forscher an der Georgia State University auf ein Grippemittel, was die Neuinfektionen stark eindämmen und somit das Infektionsgeschehen um einiges entschleunigen könnte.

Hilft ein Grippe-Mittel gegen Corona? Forscher verblüffen mit Ergebnissen

Der Name des Medikaments lautet „Molnupiravir“ oder auch „MK-4482/EIDD-2801“, welches ursprünglich ausschließlich als Mittel gegen grippale Infekte vorgesehen war. Im Rahmen der anhaltenden Corona-Pandemie änderten die Forscher ihre Pläne und machten es sich zum Ziel, das Medikament in Verbindung mit Covid-19 zu testen.

An infizierten Frettchen, die bei der Virusverbreitung jungen Erwachsenen ähneln, sollte die Auswirkung des Mittels schließlich simuliert werden. „Wir glauben, dass Frettchen ein relevantes Übertragungsmodell sind, weil sie SARS-CoV-2 leicht verbreiten, aber meistens keine schwere Krankheit entwickeln“, so Dr. Robert Cox, Mitglied des Forscherteams. Einige Tiere, die mit dem Coronavirus infiziert waren, erhielten das Medikament „Molnupiravir“ und wurden anschließend mit nicht-infizierten Frettchen zusammengesetzt.

Corona-Studie aus den USA: Dieses Grippe-Medikament kann die Übertragung eventuell eindämmen

Die Erkenntnisse im Zuge der Forschung sind verblüffend: In der Gruppe steckte sich nicht ein weiteres Tier mit dem Virus an - in der Placebo-Gruppe infizierten sich laut einem Studienbericht hingegen alle.

Das Grippe-Medikament zeigte Wirkung: Die Wissenschaftler machten die Erkenntnis, dass eine Einnahme von “Molnupiravir“ die Übertragung von Corona binnen 24 Stunden vollständig blockieren kann. Die Georgia State University spricht derweil bereits von einem Durchbruch, denn das Mittel könne das Infektionsgeschehen rasch eindämmen. Den aktuellen Forschungsergebnissen zufolge, habe das Medikament drei große Vorteile:

  • Der Wirkstoff sei in der Lage, die Verbreitung von schweren Erkrankungen zu hemmen.
  • Durch die Einnahme von “Molnupiravir“ könne die Infektionsphasen sowie die Quarantänezeit erheblich verkürzt werden.
  • Die Infektionsketten bei lokalen Ausbrüchen sind leichter in den Griff zu bekommen und können einfacher unterbrochen werden.

Neue Erkenntnisse in der Corona-Forschung - Grippe-Wirkstoff nun an Patienten getestet

Falls Corona-Patienten auf den Wirkstoff genauso reagieren wie die Frettchen, wären sie innerhalb von 24 Stunden nicht mehr hochansteckend. Die Einnahme von „Molnupiravir“ könnte demnach helfen, die rasante Entwicklung der Infektionszahlen abzubremsen und zu senken. Da das Grippe-Mittel aber ausschließlich an den kleinen Tieren getestet wurde, ist noch unklar, ob dies der Fall ist oder, ob es zu Nebenwirkungen kommen kann. Zudem kann auch noch kein Urteil über die Wirkungsdauer und die Länge der Behandlung gefällt werden.

Tagtäglich gibt es zahlreiche Neuinfektionen mit Corona. Forscher aus den USA stießen jetzt auf einen Grippe-Wirkstoff, der die Übertragung des hochinfektiösen Virus abbremsen und sogar eindämmen könnte. (Symbolbild)

Kritiker behaupten, dass eine Behandlung mit „Molnupiravir“ sogar zu Veränderungen des Erbguts führen könnte - die Forscher allerdings dementieren diese Behauptung. Der Pharmakonzern Merck hat bereits eine klinische Studie mit circa 1300 Probanden gestartet, deren Ergebnisse im Laufe des nächsten Jahres veröffentlicht werden. Dann wird sich schlussendlich auch herausstellen, ob das Medikament seine Wirkung bei Menschen genauso entfalten kann wie bei Frettchen. (Alina Schröder) *hna.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Gil Cohen Magen/dpa/XinHua

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