News-Ticker

Corona-Impfung in Niedersachsen: Anspruch auf frühere Impfung? Gericht hat entschieden

Wer 80 Jahre oder älter ist, kann in Niedersachsen seit Donnerstag (28.01.2021) einen Termin für die Corona-Impfung vereinbaren. Wie ein Gericht bestätigte, sind jüngere Menschen von diesem Beschluss ausgeschlossen.

  • Die Corona*-Impfungen in Niedersachsen haben begonnen.
  • Über 80-Jährige, die zuhause leben, können über eine Hotline oder ein Online-Portal einen Impftermin vereinbaren.
  • Ab dem 1. Februar sollen über 80-Jährige in Impzenten die Corona-Impfung bekommen können.

Update vom Mittwoch, 03.02.2021, 13:32 Uhr: Ein 73-jähriger herzkranker Mann aus Oldenburg hat keinen Anspruch darauf, sofort gegen Covid-19 geimpft zu werden. Das entschied das Landessozialgericht in Celle. So berichtet der NDR. Nach Angaben des Gerichts müssten, solange der Impfstoff knapp sei, Prioritäten gesetzt werden. Die Priorisierung sei „grundsätzlich nicht zu beanstanden“.

Die vorrangige Impfung von Personen ab 80 Jahren überzeuge, weil damit viele schwere Infektionsverläufe und Todesfälle verhindert werden könnten. Es bestünden keine Zweifel daran, dass die weiteren Differenzierungen ab Stufe zwei und Stufe drei wissenschaftlich fundiert seien, so das Gericht. Mit seiner Entscheidung bestätigte das Landessozialgericht nun den Beschluss des Sozialgerichts Oldenburg. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Corona-Krise: In Niedersachsen werden seit Donnerstag Impftermine für über 80-Jährige vergeben. (Symbolbild)

Corona-Impfung in Niedersachsen: Hotline überlastet

Update vom Freitag, 29.01.2021, 12.56 Uhr: Zum Start der Terminvergabe für die Corona-Impfungen in Niedersachsen waren die Telefon-Hotline sowie das Online-Portal massiv überlastet. Bereits nach wenigen Stunden waren zunächst keine Termine mehr über das Online-Portal verfügbar. In den kommenden Wochen wird die Terminvergabe vermutlich zäh weitergehen. Denn wegen des knappen Impfstoffs werden pro Woche nur etliche tausend Impftermine zu vergeben sein, sagte die Vize-Chefin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Freitag.

Niedersachsen erwarte in der kommenden Woche die Lieferung von rund 29.000 Corona-Impfdosen von Biontech/Pfizer, die teils aber für die noch laufende Impfung von Heimbewohnern eingesetzt würden, so Schröder. Am Donnerstag wurden rund 13.000 Impftermine vergeben, 2700 weitere Termine waren am Freitagmorgen noch verfügbar, gut 6000 Menschen kamen auf eine Warteliste, berichtet die dpa.

Am ersten Tag der Terminvergabe habe es mehr als acht Millionen Anrufversuche bei der Hotline und stündlich im Durchschnitt 1,4 Millionen Zugriffe auf das Online-Portal gegeben, so Schröder. Bei einem solchen Ansturm könne auch mit intensiver Vorbereitung nicht verhindert werden, dass die Technik überlastet wird, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD).

„Gerne würden wir noch deutlich mehr Termine für alle Impfberechtigten ermöglichen, aber dafür fehlt uns derzeit leider einfach der Impfstoff“, so Reimann. „Wer über die Hotline einen Wartelistenplatz für eines dieser Impfzentren erhält, bekommt automatisch einen Termin zugewiesen, sobald vor Ort Impfstoff zur Verfügung steht“, betonte sie. Mit einem Online-Impfrechner kann der mögliche persönliche Impftermin errechnet werden.

Corona-Impfung in Niedersachsen: Keine Termine verfügbar - Das können Sie tun

Update vom Donnerstag, 28.01.2021, 9.34 Uhr: Ab heute läuft in Niedersachsen die Terminvergabe für die Corona-Impfungen für über 80-Jährige. Doch die Telefon-Hotline ist am Donnerstagmorgen offenbar überlastet, alle über das Online-Portal buchbaren Termine sind bereits vor 10 Uhr morgens ausgebucht. „Leider sind derzeit aufgrund der begrenzten Impfstoff-Menge keine Termine mehr buchbar“, heißt es auf der Internetseite impfportal-niedersachsen.de.

In das Impfportal werden fortlaufend neue Termine eingepflegt heißt es weiter, „bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.“ Wann neue Termine eingetragen werden, dazu gibt es zunächst keine weiteren Informationen. Wer nicht darauf warten möchte, hat die Option, die Telefon Hotline unter 0800/9988665 anzurufen.

Allerdings berichteten Anrufer am Donnerstagmorgen (28.01.2021) laut dpa-Informationen von Schwierigkeiten, bei der Nummer durchzukommen. Zudem könne die Ansage ertönen, die Nummer sei nicht vergeben. „Dies ist ein technischer Fehler, auf den der vom Land beauftragte Dienstleister keinen direkten Einfluss hat. An der Behebung des Fehlers wird aber bereits gearbeitet“, schreibt das Land Niedersachsen.

Wer bei der Corona-Hotline durchkommt und 80 Jahre oder älter ist, kann sich telefonisch jedoch auf eine Warteliste setzen lassen. „Sie erhalten dann automatisch einen Termin, sobald neue Impfstoff-Kapazitäten verfügbar sind“, schreibt das Land Niedersachsen. Insgesamt leben in Niedersachsen rund 550.000 Menschen, die älter als 80 Jahre sind.

Trotz Impfstoff-Engpass - Terminvergabe für über 80-Jährige in Niedersachsen startet

Update vom Mittwoch, 27.01.2021, 15 Uhr: In Niedersachsen können sich ab Donnerstag (28.01.2021) Menschen, die 80 Jahre oder älter sind, einen Termin für die Corona-Impfungen vereinbaren oder sich auf die Warteliste setzen lassen. Das teilt die Landesregierung in einer Pressemitteilung mit.

Corona-Krise: In Niedersachsen ist am Donnerstag (28.01.2021) die Vergabe für Impftermine gestartet. (Symbolbild)

Entweder können Berechtigte einen Termin unter der Telefonnummer 0800/9988665 oder unter der Website www.impfportal-niedersachsen.de vereinbaren. Gleichzeitig warnt die Landesregierung vor einem großen Ansturm. Nicht jeder kann sofort einen Termin bekommen.

Nach erfolgreicher Terminvergabe erhält der Impfberechtigte eine Bestätigung per Post. Diese muss zwingend zum geplanten Termin mitgebracht werden. Wer nicht gleich einen Impftermin bekommt, wird auf die Warteliste gesetzt. Diese soll jedoch zeitig abgearbeitet werden. Da für einen umfassenden Corona-Schutz zwei Impfungen nötig sind, werden direkt beide Termine festgelegt.

Corona-Impfung in Niedersachsen: Impfstoff weiterhin knapp

Aufgrund des knappen Corona-Impfstoffs können nicht alle Impfzentren in Niedersachsen direkt Termine vergeben. Zusätzlich werden mindestens 50 Prozent der Impfdosen weiterhin für Bewohner und Personal in Pflegeheime eingesetzt. Im Laufe der nächsten Woche wird es also maximal rund 15.000 Termine geben, heißt es weiter.

„Allein zur Gruppe der impfberechtigten Personen über 80 gehören landesweit rund 550.000 Menschen. Solange Niedersachsen nicht regelmäßig deutlich mehr Impfstoff erhält, wird es leider nicht möglich sein, die Zahl der Termine schon kurzfristig deutlich zu erhöhen“, erklärt Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann. Impfberechtigte Personen, wie medizinisches Personal, können ab nächster Woche einen Termin reservieren.

Corona-Impfung in Niedersachsen: Frau stirbt nach Injektion - Obduktion schafft Klarheit

Update vom Montag, 25.01.2021, 14.21 Uhr: Immer wieder treten Vorwürfe zu Todesfällen nach einer Corona-Impfung auf. Auch in Niedersachsen stand der Verdacht im Raum, dass eine 46-jährige Frau aus Uelzen an den Folgen einer Impfung verstorben sei.

Dies bestätigte sich allerdings nicht, wie ndr.de berichtet. Das zeige das Ergebnis einer Obduktion der Rechtsmedizin in Hamburg, so eine Sprecherin der Lüneburger Staatsanwaltschaft. Für den Tod der Frau muss demnach eine andere Ursache vorliegen. Die 46-Jährige erhielt am Mittwoch (20.01.2021) ihre erste Corona-Impfdosis und starb noch am selben Tag.

Corona-Impfung in Niedersachsen: Demonstranten fordern Impfstoff-Freigabe

Update vom Samstag, 23.01.2021, 15.10 Uhr: Laut einer aktuellen Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) haben sich am Samstag (23.01.2021) rund 80 Demonstranten in der Innenstadt von Hannover zusammengefunden, um für die Freigabe der Impfstoffe zu demonstrieren. Unter dem Motto „Gebt die Patente frei - Corona-Impfstoff für alle“ breiteten sie ein Banner vor dem Hauptbahnhof aus, auf dem die Kontinente und deren voraussichtliche Versorgung mit dem Impfstoff zu sehen war.

Anlass dieser Demonstration waren wohl die Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO), den Patentschutz auf Produkte und Technologien zur Eindämmung der Corona-Pandemie zeitweise aufzuheben. Zu den Protesten hatten in einigen deutschen Städten die Interventionistischen Linken aufgerufen.

Corona-Impfungen in Niedersachsen: Bald Impftermine über die Hotline möglich

Update vom Freitag, 22.01.2021, 16.39 Uhr: Die Telefon-Hotline für Fragen zur Corona-Impfung in Niedersachsen hat im Januar schon mehr als 100.000 Anrufe erhalten. Der Dienstleister Majorel stockt seine Mitarbeiterzahl daher kontinuierlich auf - von rund 70 Mitarbeitern im Dezember über aktuell rund 130 auf 250 bis 280 in den kommenden Wochen. Das liegt vor allem an der Möglichkeit, künftig Impftermine über die Hotline zu vereinbaren. Ab dem 28. Januar 2021 sollen Zuhause lebende Senioren über 80 Jahre Termine entweder über die Hotline oder über ein Online-Portal vereinbaren können.

Die Corona-Impfungen für Über-80-Jährige, die zu Hause wohnen, werden ab 1. Februar zunächst nur in wenigen Impfzentren in Niedersachsen statt in allen beginnen können, so der Corona-Krisenstab des Landes laut Informationen der dpa. Wer nicht sofort einen Termin erhält, kann sich auf eine Warteliste setzen lassen. In Niedersachsen leben mehr als 550.000 Menschen über 80 Jahre. Laut Majorel könnten mit 250 Mitarbeitern rund 25.000 Anrufe täglich bearbeitet werden.

Corona-Impfung in Niedersachsen: 42 Prozent der Heimbewohner und -mitarbeiter geimpft

Trotz aktueller Lieferengpässe und der Knappheit von Impfstoff gebe es die Perspektive, insbesondere mit der Zulassung weiterer Impfstoffe Millionen von Menschen in Niedersachsen zu impfen, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Er setzt daher weiter auf eine breite Impfkampagne als Weg aus der Corona-Krise. „Das Fundament ist der Impfschutz“, sagte Weil. Große Hoffnung setzt Niedersachsen auf die Zulassung des Impfstoffs von Astrazeneca, die Ende Januar erwartet wird.

Eine Impfung für alle bis zur Jahresmitte anzubieten, wie die Bundesregierung es plant, sei „ambitioniert, aber wir sind fest entschlossen, dass Niedersachsen seinen Anteil an diesem Vorhaben mit großem Engagement leisten wird“, sagte Weil. „Eine geimpfte Gesellschaft muss vor dem Virus keine Angst mehr haben, und das ist unser Ziel.“

Bislang wurden in Niedersachsen etwa 120.000 Menschen geimpft. Bis Mitte Februar sollten alle Heimbewohner und -beschäftigten geimpft werden, sofern dazu die Möglichkeit besteht, sagte Weil laut dpa-Informationen. Bislang seien etwa 42 Prozent der Bewohner und Mitarbeiter geimpft worden.

Kritik an Informationskampagne in Niedersachsen - Impf-Briefe an Verstorbene verschickt

Update vom Donnerstag, 21.01.2021, 16.09 Uhr: Zum Beginn der Impfkampagne in Niedersachsen wurden über 80-Jährige von der niedersächsischen Landesregierung per Brief informiert. Genutzt wurde dazu eine Datenbank der Post. Offenbar sind dabei auch Briefe an bereits verstorbene Personen versendet worden. Das hat das Sozialministerium übereinstimmenden Berichten zufolge bestätigt. Die Opposition äußerte erneut Kritik an der Nutzung von Postdaten für die Briefkampagne. „Es war von Anfang an ein Fehler, sich auf die Post zu verlassen. Denn man weiß, dass deren Adressenlisten weder vollständig noch in jedem Fall korrekt sind“, sagte die Grünen-Abgeordnete Meta Janssen-Kucz.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sagte, er hoffe, dass es sich um Ausnahmen handele. „Aber wir werden bei einem Projekt von diesem Ausmaß nach meiner Einschätzung immer irgendwelche Ruckeligkeiten haben, wo es nicht tatsächlich zu 100 Prozent das ist, was man sich wünscht.“ Er betonte jedoch, das Sozialministerium habe im Sinne der schnellen Information richtig entschieden. Laut einem Bericht des NDR wurde im Rahmen der Impfkampagne auch ein Schreiben an einen Mann versendet, der bereits seit 39 Jahren verstorben ist.

Gravierende Lieferengpässe in Niedersachsen - „Kein sofortiger Impfstopp“

Update vom Mittwoch, 20.01.2021, 14.18 Uhr: Trotz der erheblichen Verzögerungen können die Corona-Impfungen in Niedersachsen weitergehen. „Ein sofortiger Impfstopp droht nicht“, erklärt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Insgesamt stünden weniger Impfdosen zur Verfügung als ursprünglich geplant.

Dennoch werde weiter geimpft, solange noch genügend Corona-Impfstoff da sei. „Wir haben das Problem, dass wir nicht so viel impfen können, wie die Impfstruktur und die Landkreise und Kommunen das könnten.“ Im Gegensatz zu Niedersachsen hat Nordrhein-Westfalen wegen der Verzögerungen einen sofortigen Impfstopp in Krankenhäusern verhängt. Auch der Start der Impfungen für über 80-Jährige wurde verschoben. Inzwischen wurden in Niedersachsen 102.806 Corona-Impfungen verabreicht, davon erhielten 1.555 Personen bereits die zweite Impfung.

Corona-Impfungen in Kassel: Gravierende Impfstoff-Engpässe

Update vom Dienstag, 19.01.2021, 17.22 Uhr: Bei der Corona-Impfkampagne in Niedersachsen kommt es zu erheblichen Verzögerungen. Wie der NDR am Dienstag (19.01.2021) berichtet, seien im Januar rund 40 Prozent weniger Impfstoff in Niedersachsen angekommen, als ursprünglich geplant.

Laut Angaben der stellvertretenden Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, sollte das Land Niedersachsen im Januar jede Woche 63.000 Dosen des Impfstoffs erhalten. In der kommenden Woche falle jedoch eine Lieferung komplett aus und in der darauffolgenden Woche komme nur eine geringere Menge an als zugesagt. Bereits in der ersten Kalenderwoche sei es zu Lieferausfällen gekommen. Als Grund dafür wurde eine Produktionsumstellung in einem Werk von Biontech und Pfizer in Belgien angegeben.

Durch die erheblichen Verzögerungen könne die Immunisierung der Bewohner und Pflegekräfte in Altenheimen in Niedersachsen, deren Abschluss eigentlich für Ende Januar geplant war, voraussichtlich erst Mitte bis Ende Februar abgeschlossen werden. Durch den gravierenden Lieferengpass des Corona-Impfstoffes könnten laut Schröder auch die Impfungen der Über-80-Jährigen, die nicht in einer Einrichtung wohnen, in den meisten Impfzentren in Niedersachsen noch nicht wie geplant am 1. Februar beginnen.

Corona-Impfung in Niedersachsen: Erste Stadt vermittelt Impfpaten für ältere Menschen

Update vom Montag, 18.01.2021, 14.11 Uhr: Inzwischen haben die Zweitimpfungen in Seniorenheimen in begonnen. Damit könnte bald die nächste Stufe der Corona-Impfungen beginnen. Nun will eine Stadt in Niedersachsen mit der Vermittlung vom Impfpaten beginnen.

Wie ndr.de berichtet, vermittelt das Familienbüro der Stadt Winsen im Landkreis Harburg die Paten. Diese sollen ältere Menschen bei der Terminvergabe für eine Corona-Impfung unter die Arme greifen. Wer zu einem Impfzentrum gefahren werden möchte, kann durch die Impfpaten ebenfalls unterstützt werden.

Corona-Impfung in Niedersachsen: Stadt informiert Bürger

Die Stadt Winsen informiert die Bürger mit einem Schreiben. Gleichzeitig wird nach Freiwilligen gesucht, die Impfpaten werden möchten. Wer Interesse hat, kann sich im Familienbüro von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr unter der Corona-Hotline 04171/65 73 33 oder per Mail familienbuero@stadt-winsen.de melden.

Corona-Impfung in Niedersachsen: Seniorenheime starten mit Zweitimpfungen

Update vom Sonntag, 17.01.2021, 14.16 Uhr: Bewohner und Pflegekräfte von Seniorenheimen in Niedersachsen erhalten ab dem heutigen Sonntag (17.01.2021) die zweite Corona-Impfung. Das berichtet der NDR. Den Anfang machen demzufolge Einrichtungen in den Landkreisen Osnabrück und Cloppenburg.

In beiden Regionen in Niedersachsen waren am 27. Dezember landesweit die ersten Impfungen verabreicht worden. Nach aktuellen Erkenntnissen soll der bestmögliche Impfschutz ab einer Woche nach der zweiten Corona-Impfung bestehen. In den kommenden Tagen sollen weitere Regionen in Niedersachsen folgen, in denen die Zweitimpfung gegen das Coronavirus verteilt wird.

In Seniorenheimen in Niedersachsen wurde mit den zweiten Corona-Impfungen begonnen (Symbolbild).

Corona-Impfung in Niedersachsen: Unternehmen aus Niedersachsen an Impfstoff-Entwicklung beteiligt

Update vom Samstag, 16.01.2021, 15.56 Uhr: Die Firma Vibalogics aus Cuxhaven ist offenbar an einem Impfstoff gegen Covid-19 beteiligt, das teilte ndr.de am Samstag (16.01.2021) mit. Laut dem Bundestagsabgeordnete Enak Ferlemann (CDU) könnte das Mittel bald zugelassen werden.

Der neue Corona-Impfstoff des belgischen Pharmaunternehmens Janssen, das wiederum zum US-Konzern Johnson & Johnson gehört, müsse im Gegensatz zum Impfstoff von Biontech/Pfizer lediglich einmal verabreicht werden, um ausreichenden Impfschutz zu erreichen und sei darüber hinaus einfacher zu lagern.

Das in Cuxhaven ansässige Biotechnologie-Unternehmen Vibalogics arbeite laut Ferlemann zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus mit dem belgischen Pharmaunternehmen zusammen. In den USA und in Europa sei die Zulassung des Impfstoffes bereits im Dezember 2020 beantragt worden. Bundesverkehrsstaatssekretär Ferlemann rechnet mit einer Zulassung in „wenigen Wochen“, heißt es auf ndr.de. Deutschland habe bereits 37 Millionen Dosen bestellt.

Corona-Impfung in Niedersachsen: Gesundheitsministerin wirbt für Geduld bei Impfterminen

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) hat ältere Menschen um Geduld bei der Terminvergabe für Impfungen gegen das Coronavirus gebeten, das geht aus einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Samstag (16.01.2021) hervor. Ab dem 28. Januar sollen über 80-jährige Niedersachsen, die nicht in Heimen leben, Termine über eine Hotline und eine Internetplattform vereinbaren können. Das Impfen soll laut Ministerium im Februar beginnen. Die entsprechende Hotline werde in den ersten Tagen sicher sehr häufig in Anspruch genommen.

Corona-Impfung in Niedersachsen: Weil fordert Zulassung von britischem Impfstoff

Update vom Freitag, 15.01.2021, 15.30 Uhr: Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa), hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil eine rasche Zulassung des Corona-Impfstoffs des britischen-schwedischen Unternehmens Astrazeneca gefordert. „Was ich nicht begreife, ist, warum bestimmte Impfstoffe in Europa später zugelassen werden als im Rest der Welt“, so Weil gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Weil betrachtet es als von entscheidender Bedeutung, dass auch dieser Impfstoff so schnell wie möglich zugelassen wird. „Mit dem Impfstoff von Astrazeneca können Tausende Hausärzte in die Impfkampagne einsteigen, was richtig Schwung in die Sache bringen würde“, sagte der SPD-Politiker. So schnell wie bei einer Grippe-Impfung werde es zwar nicht gelingen, aber die Einbeziehung der Hausärzte sieht Weil als möglichen Durchbruch.

Corona-Impfung in Niedersachsen: Weil hat Verständnis für Impf-Kritikern

Zudem äußerte sich der Ministerpräsident von Niedersachsen gegenüber der noch geringen Impfbereitschaft verständnisvoll: „Ich kann verstehen, dass Menschen ungern die Ersten sein wollen, aber inzwischen gibt es täglich mehr gute Erfahrungen. Das Pflegepersonal trägt eine große Verantwortung - nicht nur für die eigene Gesundheit.“

Eine Corona-Impfpflicht, wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sie fordert, halte er jedoch nicht für sinnvoll. „Schon die Debatte darüber ist schädlich. In einer Situation, in der viele Menschen zweifeln und zögern, muss die Forderung nach einer Pflicht doch zusätzliches Misstrauen auslösen. Das können wir nicht gebrauchen“, so Weil.

Ministerpräsident Stephan Weil fordert eine schnelle Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffs - lehnt eine allgemeine Impfflicht aber ab.

Corona-Impfungen in Niedersachsen: Land hält trotz Kritik an Verteilschlüssel fest

Trotz zahlreicher Klagen und der Kritik über den Lieferumfang und -rhythmus der Corona-Impfstoffe will das Land Niedersachsen laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) weiterhin an dem gewählten Verteilschlüssel, der auf die Einwohnerzahl beruht, festhalten. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte am Freitag (15.01.2021) in Hannover, dass es verständlich sei, dass die Landkreise mehr Impfungen durchführen möchten. Die Lieferungen an das Bundesland seien allerdings begrenzt.

Derzeit sind wöchentlich circa 30.000 Dosen des Impfstoffs des Herstellers Biontech/Pfizer verfügbar - jedes der insgesamt 50 Impfzentren lasse sich damit aber nicht jede Woche beliefern. Der Sprecher betont, dass der Verteilschlüssel eine faire Verteilung der Impfstoffe garantiere. Zusätzliche Lieferungen an einzelne Landkreise würden schließlich bedeuten, dass die Dosen einem anderen Landkreis weggenommen werden müssten.

Corona-Impfungen in Niedersachsen: Zweite Informationskampagne geplant

Update vom Donnerstag, 14.01.2021, 15.45 Uhr: Nachdem eine Briefkampagne des Sozialministeriums für über 80-Jährige zum Impfstart kritisiert wurde, soll es laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine zweite Informationskampagne über die Kommunen in Niedersachsen geben. Wie das Ministerium am Donnerstag mitteilte, sollen so die betroffenen Menschen über die verfügbaren Meldedaten angeschrieben werden.

Zuvor war die Kampagne in Kritik geraten, weil die Deutsche Post beauftragt wurde, unter Nutzung unvollständiger Adresslisten der Deutsche Post Direkt GmbH entsprechende Haushalte anzuschreiben. Es wurde bemängelt, dass dadurch nicht alle Menschen über 80 Jahren erreicht werden. Die Schreiben der Kommunen sollen das nun ändern und weiter über die Corona-Impfung informieren.

Corona-Impfungen in Niedersachsen: Politiker kritisieren Vorgehen des Sozialministeriums

Am Mittwoch (13.01.2021) kritisierten Grüne, FDP und CDU das Vorgehen des Sozialministeriums. Das Ministerium verteidigte den Weg: Man hätte vermeiden wollen, in Corona-Zeiten 409 Meldebehörden in Niedersachsen mit dem zügigen Zusammenstellen von Adresslisten zu beauftragen. Zudem sei es aus Datenschutzgründen nicht zulässig, Meldedaten aus den Behörden gebündelt an einen privaten Dienstleister für den Versand weiterzuleiten.

Corona-Impfungen in Niedersachsen: Land verschickt Einladungen

Update vom Mittwoch, 13.01.2021, 17.14 Uhr: Wie die Landesregierung in Niedersachsen mitteilt, werden ab kommender Woche die Einladungen verschickt: Ab dem 1. Februar sollen in Niedersachsen Menschen, die nicht in Heimen wohnen und über 80 Jahre alt sind, gegen Corona geimpft werden.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gehören in Niedersachsen rund 800.000 Menschen zur ersten Priorisierungsgruppe für die Corona-Impfungen. Dazu zählen neben den Menschen über 80 auch Pflegekräfte und medizinisches Personal.

Ab dem 28. Januar können sich laut einem Bericht des NDR alle Berechtigten telefonisch oder online einen Termin in ihrem Impfzentrum in Niedersachsen reservieren. Dies gelte auch für jene, die kein Schreiben erhalten, weil ihre Adresse nicht bekannt sei, betonte Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs. Die ersten Geimpften sollen laut Schröder unterdessen am 17. Januar ihre zweite Dosis und damit den vollständigen Impfschutz bekommen.

Corona-Impfungen in Niedersachsen: Moderna-Impfstoff im Landkreis Osnabrück angekommen

Update vom Dienstag, 12.01.2021, 10.34 Uhr: Mit dem Moderna-Impfstoff soll die Corona-Impfkampagne in Deutschland Fahrt aufnehmen. Am Montag (11.01.2021) ist der Corona-Impfstoff des US-amerikanischen Herstellers in einem Zentraldepot im Landkreis Osnabrück angekommen.

Wie eine Sprecherin des Niedersächsischen Gesundheitsministeriums dem NDR bestätigte, enthält die Lieferung 53 Boxen mit insgesamt 63.600 Impfdosen. Davon seien 6000 für Niedersachsen vorgesehen.

Der Corona-Impfstoff von Moderna ist eingetroffen: Die Lieferung wurde unter Polizeischutz in ein Zentrallager in Niedersachsen gebracht und soll von dort deutschlandweit verteilt werden.

Gelagert wird der Corona-Impfstoff in der Artlandkaserne in Quakenbrück im Landkreis Osnabrück. Dort werden die Impfdosen gesichert und verteilt. Am Dienstag soll dann die Auslieferung an Zwischenlager in ganz Deutschland beginnen, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegenüber Deutschlandfunk. Spahn rechne demnach außerdem bis Ende des Quartals mit der Lieferung von zwei Millionen Dosen des Moderna-Impfstoffes.

Corona-Impfungen in Niedersachsen: Kritik für holprigen Start

Update vom Montag, 11.01.2021, 12.00 Uhr: Der Start der Corona-Impfungen in Niedersachsen verlief zunächst etwas holprig. Dazu hat es immer wieder Kritik gegeben. Nun hat die SPD im niedersächsischen Landtag die Vorwürfe zurückgewiesen. Das berichtet die dpa am Montag (11.01.2021). Im Ländervergleich galt Niedersachsen bis vor wenigen Tagen als Nachzügler. Inzwischen geht es mit den Impfungen langsam vorwärts.

„Wir haben über das Land verteilt immerhin 50 Impfzentren, was natürlich einen erhöhten Organisationsaufwand bedeutet. Für Niedersachsen als Flächenland ist dies aber der richtige Weg“, erklärte Wiard Siebels, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der Fahrplan des Landes unterscheide sich deutlich von anderen Bundesländern und den Vorstellungen des Gesundheitsministers Jens Spahn. Erkennbar etwas falsch gemacht habe das Land jedoch nicht, so Siebels.

Corona-Impfungen in Niedersachsen: Impfzentren sollen im Februar öffnen

Update vom Samstag, 09.01.2021, 15.48 Uhr: Nach dem holprigen Start, geht es in Niedersachsen bei den Corona-Impfungen langsam vorwärts. Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) geht davon aus, dass die 50 Impfzentren in Niedersachsen im Februar ihre Arbeit aufnehmen können. „Im Februar planen wir, die Impfungen in den Impfzentren zu starten“, sagte die Ministerin der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ am Samstag (09.01.2021).

Wenn die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen abgeschlossen seien, werde man die über 80-Jährigen in den Blick nehmen, die nicht in Heimen wohnen, sagte Reimann. Auch Beschäftigte in Kliniken und im Gesundheitswesen sollen dann geimpft werden. Ein konkretes Start-Datum für die Impfzentren nannte Reimann allerdings noch nicht.

Corona-Impfung in Niedersachsen: Terminvergabe ab 28. Januar 2021

Das Gesundheitsministerium hatte bereist am Freitag angekündigt, dass die Terminvergabe für die Impfungen in den niedersächsischen Impfzentren nach Möglichkeit am 28. Januar 2021 beginnen sollen - möglich soll dies sein über die Hotline 0800 99 88 665 und ein Onlineportal. Die Corona-Hotline ist bereits seit Mitte Dezember geschaltet, aber aktuell gibt es derzeit keine Impf-Termine, sondern es werden allgemeine Fragen rund um das Coronavirus beantwortet. In Niedersachsen sollen zudem nur „Termin-Pärchen“ - also gleich zwei Termine sowohl für die erste als auch die zweite Impfung - vergeben werden.

Corona in Niedersachsen: Land holt mit Impfungen auf

Update vom Freitag, 08.01.2021, 15.20 Uhr: Nachdem die Impfungen in Niedersachsen eher schleppend gestartet sind, holt das Land laut einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) im bundesweiten Vergleich nun auf. Die Landesregierung begründet den langsamen Impfstart damit, dass die Impfzentren ihre Arbeit nicht alle zeitgleich aufnahmen.

Wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts hervorgeht, wurden am gestrigen Donnerstag (07.01.2021) 7.975 Personen geimpft - das sind so viele wie in keinem anderen Bundesland an dem Tag. Bisher haben insgesamt 32.170 Menschen die Corona-Schutzimpfung bekommen. Auch die ersten Mitarbeiter der Unikliniken in Hannover und Göttingen wurden bereits geimpft.

Mit einer Impfquote von 4,0 Impfungen pro 1.000 Einwohner, hat Niedersachsen die zwei Bundesländer Sachsen (3,8) und Thüringen (3,7) überholt. Den höchsten Wert und damit die meisten Impfungen weist weiterhin das Land Mecklenburg-Vorpommern mit 15,0 Impfungen pro 1.000 Einwohner aus.

Corona-Impfungen in Niedersachsen: Impfkampagne gestartet - geringe Impfbereitschaft in der Pflege

Update vom Donnerstag, 07.01.2020, 17.20 Uhr: Die Impfkampagne gegen das Coronavirus hat in Niedersachsen vor einigen Tagen begonnen. Zuerst sollen laut dem Konzept Pflegekräfte in Alten- und Pflegeeinrichtungen geimpft werden. In den vergangenen Tagen war bekanntgeworden, dass die Impfbereitschaft unter den Pflegekräften vielerorts geringer als die der Heimbewohner ist. 

Die Impfbereitschaft des Pflegepersonals in niedersächsischen Seniorenheimen ist nach Einschätzung der Diakonie jedoch nicht geringer als in der Gesamtbevölkerung. 60 bis 70 Prozent der Pflegekräfte wollten sich gegen Covid-19 impfen lassen, sagte Frank Pipenbrink, Referent Pflege beim Diakonischen Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen. Bei den Bewohnern der Alten- und Pflegeheime in Niedersachsen ist die Impfbereitschaft hoch. Laut der Diakonie liegt sie bei 80 bis 95 Prozent. Viele Pflegekräfte haben Bedenken gegenüber der Corona-Impfung und warten zunächst ab. Viele Pflegekräfte hätten Bedenken, weil der Impfstoff noch so neu sei, sagt Susanne Brockmann, Pflegedirektorin der Bremer Heimstiftung. Sie warteten ab, wie Kolleginnen die Impfung vertragen.

Corona-Impfungen in Niedersachsen: Land hängt mit Impfungen weiter hinterher

Update vom Mittwoch, 06.01.2021, 15.53 Uhr: Nach einem schleppenden Start der Corona-Impfungen in Niedersachsen holt das Bundesland langsam auf. Am Dienstag wurden 6499 Menschen geimpft - etwa doppelt so viele wie am Tag zuvor und so viele wie in keinem anderen Bundesland an dem Tag. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch (06.01.2021) hervor, berichtet die dpa.

„Was das Impfen angeht, haben wir die Impfmenge weg, die uns zur Verfügung steht“, erklärte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag. Im bundesweiten Vergleich hinkt das Land jedoch weiter hinterher: Niedersachsen belegt mit 1,9 Impfungen pro 1000 Einwohner am Mittwoch den vorletzten Platz, nur Thüringen (1,7) schneidet schlechter ab. 

Den höchsten Wert weist Mecklenburg-Vorpommern mit 11,2 auf. Landkreise wie Goslar oder Northeim starteten am Dienstag (05.01.2021) Impfaktionen in Alten- und Pflegeheimen. Insgesamt wurden in Niedersachsen bis Mittwoch 15.164 Personen geimpft.

Corona-Impfungen in Niedersachsen starten holprig: Niedersachsen Schlusslicht bei der Impfquote

Update vom Dienstag, 05.01.2021, 16.45 Uhr: Der Impfstart läuft in Niedersachsen nur schleppend an. Das Bundesland ist im Bundesvergleich Schlusslicht bei der Impfquote. Bislang haben laut Daten des Robert Koch-Instituts in Niedersachsen nur 8665 Menschen den Corona-Impfstoff erhalten. Mit nur 1,1 Impfungen pro 1000 Einwohner hat Niedersachsen die niedrigste Impfquote in ganz Deutschland.

Spitzenreiter Bayern hat bislang 77 876 Frauen und Männer geimpft und damit eine Quote von 5,9 erreicht. Nordrhein-Westfalen hat mit bislang 62 692 geimpften eine Quote von 3,5. Claudia Schröder, Vize-Chefin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, versprach, dass Niedersachsen schnell zu den anderen Bundesländern aufschließen werde.

Als Begründung für die Verzögerung, gab Schröder den etappenweisen Start der Impfungen in Niedersachsen an. Nicht alle Impfzentren und mobilen Teams haben am Montag gleichzeitig gestartet.

Corona-Impfung in Niedersachsen läuft schleppend an: Opposition tobt

Von der Opposition hagelt es derweil Kritik. „Es hat fast eine Woche gedauert, bis der bereits vorhandene Impfstoff in allen Landkreisen angekommen ist, warum das?“, sagte Grünen-Landeschef Hans-Joachim Janßen. „So viel Bräsigkeit der Landesregierung beim Schutz der besonders gefährdeten älteren und pflegebedürftigen Menschen dürfen wir uns nicht leisten. Das muss deutlich schneller gehen.“

Die Niedersächsische Landesregierung hofft derweil, dass der Corona-Impfstoff von Moderna ab der nächste Woche eingesetzt werden kann, sagte Schröder. Bislang gibt es noch keine Zulassung für den Impfstoff. Unklar sei aber noch, wie viele Dosen des Moderna-Impfstoffes Niedersachsen überhaupt erhält.

Corona in Niedersachsen: Alle Impfzentren erhalten Impfstoff

Update vom Montag, 04.01.2021, 11.17 Uhr: Auch in Niedersachsen gehen die Corona-Impfungen weiter. Nun sollen die Impfungen in dieser Woche auf das ganze Bundesland ausgeweitet werden. Das berichtet die dpa. Dem Gesundheitsministerium zufolge können im Laufe des Montagvormittag (04.01.2021) alle 50 Impfzentren den Impfstoff erwarten. Dabei ging ein Sprecher des Ministeriums davon aus, dass die rund 50.700 Impfdosen im Laufe der Woche aufgebraucht werden.

Mittlerweile wurden in Niedersachsen 4.962 Menschen geimpft, so das Robert-Koch-Institut (RKI). Bundesweit meldet das RKI 238.809 Corona-Impfungen. Die meisten Impfungen erhielten bisher Menschen in Bayern (57.833), Nordrhein-Westfalen (48.691) und Hessen (30.085).

Der Corona-Impfstoff ist knapp. Deshalb werden auch in Niedersachsen zuerst besonders gefährdeten Menschen und dem Pflegepersonal die Impfung verabreicht. Bis Ende März das Land dann rund eine Million Dosen erhalten.

Corona in Niedersachsen: Land erhält im Vergleich weniger Impfstoff

Update vom Samstag, 02.01.2021, 17.14 Uhr: Bislang sind in Niedersachsen bis Donnerstag (31.12.2020) 2705 Menschen geimpft worden, wie das Robert Koch-Institut (RKI) meldete - neuere Zahlen stehen derzeit noch nicht zur Verfügung. Bundesweit zählte das Institut bis Donnerstagfrüh mehr als 130.000 Impfungen gegen das Coronavirus, die meisten Impfungen davon in Bayern, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Ein Grund für die niedrige Zahl an Impfungen in Niedersachsen, könnte darin liegen, dass das Land zunächst weniger Impfstoff geliefert bekommen hat als ursprünglich angekündigt. Am Mittwoch seien rund 15.000 Impfdosen weniger angekommen als zugesagt, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Damit standen für die rund 8 Millionen Niedersachsen zunächst 112.000 Impfdosen zur Verfügung. Damit können rund 56.000 Menschen die zwei empfohlenen Impfdosen erhalten.

Corona: Neuer Impfstoff soll am 08. Januar 2021 geliefert werden

Zunächst ging das Ministerium davon aus, dass die für die erste Januarwoche angekündigte Lieferung von weiteren 63.000 Dosen komplett entfällt. Laut Bundesgesundheitsministerium soll es aber am 8. Januar 2021 und dann wieder am 18. Januar 2021 neuen Impfstoff geben - auch in Niedersachsen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sagte: „Erkennbar ist die Produktion noch nicht zuverlässig.“ Der SPD-Politiker wies den Vorwurf zurück, Niedersachsen habe den Impfstart verschlafen. Das Land halte bewusst die Hälfte der Dosen zurück, um für jeden Geimpften auch die notwendige zweite Impfung innerhalb weniger Wochen sicherzustellen.  

Corona-Impfungen in Niedersachsen: Weitere Landkreise haben Impfstoff erhalten

Derweil haben in weiteren Regionen in Niedersachsen die Corona-Impfungen begonnen: In Lüneburg und im Kreis Harburg wurde am Neujahrstag gestartet, in Braunschweig am Silvestertag. In der kommenden Woche soll dann auch Impfstart im Landkreis Göttingen* sein - hier wird zuerst in zwei Altenpflegheimen in Hattorf sowie Wollbrandshausen bei Gieboldehausen geimpft.

Corona: Impfstart in Niedersachsen - Antworten zu den wichtigsten Fragen rund um die Impfungen

Erstmeldung vom Mittwoch, 30.12.2020, 20.04 Uhr: Göttingen - Viele haben den Start der Impfungen gegen das Coronavirus bereits sehnlich erwartet. Am Sonntag (27.12.2020) war es dann auch in Niedersachsen so weit. Der erste Stich erfolgte in Bad Rothenfelde. Die großen Impfzentren sind noch nicht geöffnet.

Es sind die mobilen Impfteams, die derzeit die Corona-Impfungen durchführen. Sie waren in Niedersachsen bereits in verschiedenen Altenheimen. Zuerst sollen über 80-Jährige und Pflegekräfte geimpft werden.

Corona-Impfungen: Impfstoff bisher nur knapp verfügbar

Der Impfstoff ist nur knapp verfügbar in Niedersachsen - und seine Verwendung wird zudem kritisiert. Es gibt Stimmen, die es für sinnvoll erachten, an erster Stelle das Personal im Gesundheitswesen zu impfen. Wir haben die derzeit dringendsten Fragen für Sie beantwortet:

Kann man sich aktuell schon für eine Corona-Impfung anmelden?
In Niedersachsen werden Fragen rund um die Impfung unter der Rufnummer 0800/9988665 beantwortet. Für die insgesamt 50 Impfzentren werden allerdings noch keine Termine vergeben. Gerade werden in Niedersachsen vorrangig durch die mobilen Impfteams die ersten Impfungen verabreicht. Danach ist geplant, dass Menschen über 80 Jahren informiert werden. Wer benachrichtigt wurde, kann entweder Online oder per Telefon einen Impftermin vereinbaren. Nach dem „Grad des individuellen Risikos“ soll die Reihenfolge der Impfungen bestimmt werden. Ausschlaggebend hierfür sind: Alter, Wohnsituation, Vorerkrankung und berufliche Gefährdung.
Startete Niedersachsen zu spät mit dem Impfen?
Täglich veröffentlicht das Robert-Koch-Institut die aktuellen Zahlen der Geimpften in den einzelnen Bundesländern. Am heutigen Mittwoch (30.12.2020) waren es 1527 Impfungen, die bereits durchgeführt wurden. Damit zählt Niedersachsen zu den Ländern, die bisher am wenigsten geimpft haben. Laut einem Ministeriumssprecher haben spätestens am 06.01.2021 alle Impfzentren ihre Dosen. Der Impfstoff wird wahrscheinlich bald aufgebraucht sein.
Wird bereits in allen Regionen Niedersachsens geimpft?
Nein. Geimpft wurde bisher nur in Stadt und Landkreis Osnabrück, im Landkreis Cloppenburg und in der Grafschaft Bentheim. Der Landkreis Nienburg und die Region Hannover sollen am heutigen Mittwoch (30.12.2020) folgen.
Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Landesregierung hier nicht umgehend reagiere und sich proaktiv an weitere Kommunen und Landkreise wende, sagte die FDP-Landtagsabgeordnete Susanne Schütz. „Auch das Krankenhauspersonal, beispielsweise auf den Covid-19-Stationen, sollte keinen Tag länger als nötig auf die Impfung warten müssen.“
Wie viel Impfstoff steht in Niedersachsen zur Verfügung?
Bis zum Jahresende 2020 sollten von dem Impfstoff aus dem Hause Biontech und Pfizer rund 127.000 Impfdosen geliefert werden. Der Impfstoff reicht demnach für bis zu 63.500 Menschen, da er zweimal verabreicht werden muss. Es sollen bis Ende März ca. 1,01 Millionen Impfdosen nach Niedersachsen gehen. Bundesweit sollen es in diesem Zeitraum rund 10,1 Millionen Impfdosen sein. Die Lieferung reicht somit für 500.000 Niedersachsen. In dem Bundesland leben 8 Millionen Menschen.
Impfzentren: Ist genügend Personal verfügbar?
Rekrutiert wurden die Ärztinnen und Ärzte von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN). Die kommen sowohl in den mobilen Teams, als auch direkt in den Impfzentren zum Einsatz. 2071 der insgesamt 14.000 Vertragsärzte meldeten sich bisher freiwillig als Impfärzte, so KVN-Sprecher Uwe Köster gegenüber der dpa. Rund 131 weitere Ärzte erklärten sich über die Ärztekammer Niedersachsen bereit für den Impfeinsatz. Darunter sind wohl auch Ruheständler.
Müssen die Fahrten zu einem Impfzentrum selbst organsiert werden?
Ja - zumindest größtenteils. Einige Kommunen planen laut dem Gesundheitsministerium auch Shuttles anzubieten. Das Land würde diese Maßnahme wohl finanzieren.
Ist das Impfen auch beim Hausarzt möglich?
Aufgrund der kalten Temperatur von -80 Grad Celsius, bei welcher der Impfstoff gelagert werden muss, ist es aktuell nicht möglich, sich beim Arzt impfen zu lassen. Allerdings rechnet auch das Gesundheitsministerium in Hannover mit der Zulassung weiterer Impfstoffe Anfang 2021. Diese sollen dann auch bei Kühlschranktemperatur haltbar sein.
Wie wird verhindert, das die Kühlkette unterbrochen wird?
Die Impfdosen werden erst ausgeliefert, wenn zugesagt wird, das alles bereit ist. Ausgeliefert wird der Impfstoff in Margen zu je 1000 Stück.
Läuft die Lieferung bisher glatt?
Am Mittwoch (30.12.2020) sind bereits 15.000 Impfdosen weniger angekommen als bestellt wurden.
Wann kommt die nächste Lieferung?
Bereits am 11.01.021 soll die nächste Lieferung in Niedersachsen eintreffen.
Worauf wird in Niedersachsen in nächster Zeit gesetzt ?
„Der begrenzende Faktor wird in den nächsten Wochen ganz klar die Impfstoffmenge sein. Deshalb sind die Zulassung weiterer Impfstoffe sowie kontinuierliche und verlässliche Lieferungen des Bundes für uns von allergrößter Wichtigkeit“, sagte Heiger Scholz (Leiter des Corona-Krisenstabes in Niedersachsen).

(Lucas Maier, Sarah Neumeyer, Alina Schröder und Diana Rissmann mit dpa) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr Sport

Fußball-Bundesliga am Samstag: Sechs Spiele, sechs Köpfe

Fußball-Bundesliga am Samstag: Sechs Spiele, sechs Köpfe

Nordische Ski-WM 2021 in Oberstdorf: Die Bilder zum Saisonhighlight

Nordische Ski-WM 2021 in Oberstdorf: Die Bilder zum Saisonhighlight
Fußball

Leipzig im Halbfinale - Poulsen und Hwang treffen gegen VfL

Leipzig im Halbfinale - Poulsen und Hwang treffen gegen VfL
Mehr Sport

Elfmeter und Doppelschlag: Bayern-Schreck Kiel stoppt Essen

Elfmeter und Doppelschlag: Bayern-Schreck Kiel stoppt Essen

Kommentare