Dreiste Maschen

Betrug bei eBay: Die 5 Tricks - so können Sie sich schützen

Auf eBay lauern nicht nur Schnäppchen, sondern auch Betrugsmaschen. Wir listen die Tricks auf und erklären, wie man sich vor ihnen schützen kann.

  • Sowohl auf eBay als auch auf eBay Kleinanzeigen tummeln sich Betrüger.
  • Die Tricks dieser Menschen sind oft gar nicht als solche zu erkennen.
  • Oft hilft ein genauer Blick auf das Profil des Verkäufers.

Kassel - Die Online-Plattform eBay eignet sich hervorragend dafür, nach Schnäppchen Ausschau zu halten oder eben solche auch anzubieten. Dabei ist es egal, ob man den Fokus eher auf hochwertige Neuware legt oder ein Faible für kuriosen Trödel hat - bei eBay gibt es beinahe alles zu finden.

Dennoch ist auch Vorsicht geboten, da sich auf dem virtuellen Flohmarkt auch Betrüger tummeln, die einige Tricks anwenden, an das Geld ahnungsloser Kunden und Bieter zu kommen. Das ZDF veröffentlichte dazu kürzlich eine Dokumentation mit dem Titel „Achtung eBay - Die Tricks der Betrüger“, in der gängige Betrugsmaschen vorgestellt werden. Wir listen die fiesen Maschen auf und erklären, wie Sie sich schützen können.

Tricks auf eBay: Der Käuferschutz-Betrug

Mit dem sogenannten Käuferschutz bietet eBay den Kunden die Garantie, dass ein Artikel im Falle von Fehlern oder einem Defekt zurückgegeben oder umgetauscht werden kann. Man sollte meinen, dass man damit ausreichend abgesichert sei. Allerdings gab es laut der Dokumentation bereits Verkäufer, die einen angeforderten Umtausch so lange herauszögerten, bis die Frist von 30 Tagen verstrichen war. Sowohl eBay als auch der Bezahlservice PayPal schritten in diesem Fall nicht ein.

Wer mit seinem Kauf unzufrieden ist und droht, solchen Tricks zum Opfer zu fallen, sollte daher schnellstmöglich reagieren und das Ganze sofort melden. Falls über PayPal gezahlt wurde, kann es hilfreich sein, den Fehlkauf hier als Erstes anzugeben. Der Online-Bezahldienst hat nämlich einen Käuferschutz von 180 Tagen und damit sechsmal so lange wie eBay.

Auf eBay tummeln sich nicht nur ehrliche Verkäufer. Häufig fallen Käufer auf Tricks von Betrügern herein. (Symbolfoto)

Marken-Produkte auf eBay: Ist der Preis zu niedrig, handelt es sich wohl um Tricks von Betrügern

Sicher, ab und an lässt sich auf eBay tatsächlich ein echtes Schnäppchen machen, jedoch sollte man nicht zu naiv sein und Angebote stets hinterfragen. So wird er in der Dokumentation des ZDF gewarnt, dass hinter vermeintlichen Marken-Produkten mit verführerischen Preisen häufig Fälschungen stecken.

Hier lohnt es sich, die Preise auf anderen Plattformen zu vergleichen. Ist das Produkt auf eBay deutlich günstiger, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Tricks von Betrügern. Zudem sollte man sich die Bewertungen zum Produkt und Händler genauer anschauen.

Abhol-Tricks sind besonders auf eBay Kleinanzeigen beliebt

Die App eBay Kleinanzeigen eignet sich für kleine Verkäufe von Produkten, die meist persönlich übergeben und bar bezahlt werden. Hier wiederum lauert aber für den Verkäufer eine gewisse Gefahr: Zu den beliebten Tricks der Betrüger gehört ein Produkt zu erwerben und dann zu behaupten, dass man den Artikel über PayPal bezahle.

Ein Freund soll das erworbene Produkt daraufhin abholen. Später behauptet der angebliche Käufer dann, den Artikel nie erhalten zu haben. Auch wenn es wirkt, als wäre diese Masche simpel konstruiert, besteht das Problem, dass der Verkäufer nicht beweisen kann, das Produkt übergeben zu haben.

Bei Verkäufen mit Selbstabholung ist es daher sinnvoll auf Bargeld oder eine Überweisung zu bestehen. Darüber hinaus ist es möglich, sich die Übergabe schriftlich bestätigen zu lassen oder einen Zeugen bei der Transaktion dabei zu haben.

Miese Tricks auf eBay Kleinanzeigen: Der Dreiecks-Betrug

Auch dem sogenannten „Dreiecks-Betrug“ können Verkäufer auf eBay Kleinanzeigen zum Opfer fallen. Dabei wird der Verkäufer gebeten, dem Käufer etwas Zeit für die Bezahlung einzuräumen. Willigt der Verkäufer ein und nimmt das Produkt aus dem Netz, können die Betrüger mit ihrem Handwerk beginnen: Dafür wird eine Anzeige mit dem gleichen Produkt erstellt.

Erhält der Betrüger daraufhin eine Kaufanfrage auf sein fingiertes Angebot, gibt dieser die Daten des echten Verkäufers an, damit dieser sein Geld erhält. Der Käufer, der auf die falsche Anzeige reinfällt, ist also völlig ahnungslos und überweist sein Geld an den echten Verkäufer, ohne dass dieser von dem Betrug weiß. Der echte Verkäufer schickt den Artikel daraufhin an den Betrüger, welcher für sein Produkt schlussendlich nie gezahlt hat.

Es wird geraten, stets auf die angegebene Adresse des PayPal-Kontos zu achten und nur dorthin die verkauften Produkte zu verschicken. Außerdem ist es wichtig, den Versandnachweis aufzubewahren, sodass später nachgewiesen werden kann, dass der Artikel wirklich versandt wurde. Wenn bereits während des Gesprächs Eigenarten seitens des Interessenten auffallen und man fürchtet, auf einen der betrügerischen Tricks hereinzufallen. sollte man lieber auf Selbstabholung und Barzahlung bestehen.

Keine Tricks, aber trotzdem ein Ärgernis: Bei eBay immer auf den Verkäuferstatus achten

Wird ein Produkt auf eBay gewerblich verkauft, hat der Käufer üblicherweise ein Widerrufsrecht von 14 Tagen und eine Gewährleistung von 24 Monaten bei Neuwaren und 12 Monaten bei Gebrauchtwaren. Ein privater Verkäufer ist im Falle von Mängeln allerdings nicht zum Umtausch verpflichtet. Viele Nutzer können oft aber nicht eindeutig unterscheiden, ob der Verkäufer gewerblich oder privat auf der Plattform vertreten ist.

Bei solchen Missverständnissen handelt es sich weder um Betrugsmaschen noch um sonstige Tricks, jedoch können durch eine fehlerhafte Annahme schnell hohe Kosten entstehen: Kauft man beispielsweise ein gebrauchtes Elektronikgerät bei einem Privatverkäufer, nimmt aber an, dass es sich um einen gewerblichen Händler handelt, haftet niemand im Falle eines Defekts. Daher sollte man immer einen genauen Blick auf das Profil des Verkäufers werfen. Gewerbliche Verkäufer sind anhand ihres Status in der Anzeige zu erkennen. Im Fall von einem Privatkauf sollte man sich hingegen immer einem gewissen Risiko bewusst sein. (Nail Akkoyun)

Rubriklistenbild: © Monika Skolimowska/ZB/dpa

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