Ob die Kunden da mitspielen? 

Ein-Euro-Kette erhöht Preise extrem - alle Produkte bekommen deftigen Aufschlag

Coronakrise ist schuld: Euroshop erhöht den Preis extrem.
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Coronakrise ist schuld: Euroshop erhöht den Preis extrem.

Drastischer Schritt der Ein-Euro-Kette Euroshop: Das Unternehmen wird nun seine Preise drastisch erhöhen. Ob die Kunden da mitspielen? 

  • Euroshop ist durch die Coronakrise offenbar in finanziellen Druck geraten.
  • Das Ein-Euro-Konzept musste die Schnäppchen-Kette hinter sich lassen.
  • Seit einigen Wochen gibt es in den Läden einen neuen Einheits-Preis.

Aufgrund der durch das Coronavirus verursachten Krise ist die Discounter-Kette Euroshop offenbar in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Vor 16 Jahren, also 2004 öffnete die erste Euroshop-Filiale in Deutschland. Dort erhältlich: Schreibwaren, Deko-Artikel, Bücher und Süßigkeiten. Bis zuletzt galt: Alle Produkte kosten einen Euro. Damit war das Unternehmen eigentlich sehr erfolgreich*. Doch seit wenigen Wochen gibt es einen neuen Preis.

Euroshop gehört zum Familenbetrieb J.E. Schum aus der Nähe von Würzburg, der 1877 als lokaler Eisenhändler startete. Die Idee für Euroshop hatten sich die Gründer womöglich in den USA abgeschaut, wo One-Dollar-Stores besonders beliebt sind.

Corona ist schuld: Euroshop kündigt neuen Preis an - nicht mehr nur 1 Euro

Der Grund für die Krise ist offenbar die Corona-Pandemie. Zum einen mussten alle Euroshop-Läden Mitte März aufgrund der Corona-Beschränkungen in ganz Deutschland* schließen. Infolge der Beschränkungen gerieten zahlreiche Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Zudem verursachen die neuen Hygieneregeln hohe Kosten für Unternehmen. Laut Chip heißt es von den Mitarbeitern, dass die Kosten für diese „sehr strengen“ Maßnahmen an den Kunden weitergegeben werden müssen. Etwa gibt es nun in jedem Laden Desinfektionsmittel am Eingang, Plexiglasscheiben und Einwegmasken für die Verkäufer und Verkäuferinnen. Bei Facebook erklärt die Kette, der Aufschlag sei nötig für ihre Zukunft. Auch andere Discounter hatten kürzlich öffentlich angekündigt, womöglich ihre Preise zu erhöhen*.

Ein-Euro-Kette den Preis - es gibt noch eine weitere Veränderung

Die Preiserhöhung beträgt 10 Prozent und ist damit ungewöhnlich hoch. Um die Akzeptanz des Aufschlags zu erhöhen, postet Euroshop auf dem Facebook-Profil zudem Fotos von Mitarbeitern, die sich für die Umstellung bedanken. Eines lautet beispielsweise: "Ich freue mich, meine Kunden endlich wieder zu sehen. Heute, morgen und in Zukunft. 1,10 € pro Artikel … für unsere Zukunft. Vielen Dank dafür."

Das Sortiment einer EuroShop-Filiale soll 5.000 Artikel umfassen, für die ausnahmslos der neue Preis von1,10 Euro gilt. Und die Kette kündigte eine weitere Neuerung an: Vermehrt akzeptieren die Filialen nun die Bezahlung per Karte oder Smartphone*.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks


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Die Coronavirus-Krise hat das Leben, auch im Einkaufs-Verhalten, drastisch verändert. Einige Dinge könnten auch nach der Krise erhalten bleiben, besonders im Digitalen

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