Kochen

Hackfleisch richtig anbraten: Nur so kriegen Sie es richtig lecker hin

Hackfleisch anbraten halten viele für einfach, aber es will gelernt sein. Wir haben wichtige Tipps, wie Sie Fehler bei der Zubereitung vermeiden.

  • Hackfleisch gehört zu beliebten Zutaten in Soßen, Eintöpfen oder für Burger.
  • Es gibt jedoch ein paar Fehler, die es unbedingt zu vermeiden gilt.
  • So wird das Hackfleisch aromatisch und es wird verhindert, dass es beim Braten Wasser verliert.

Offenbach – Ob in klassischer Bolognese, italienischer Lasagne oder scharfem Chili con carne: Hackfleisch ist vielseitig einsetzbar. Obwohl viele meinen, dass es zudem auch noch leicht in der Zubereitung ist, hat Hackfleisch ein paar Besonderheiten, die es beim Braten zu berücksichtigen gilt – nur so wird das Hackfleisch garantiert aromatisch und saftig.

Auf die Qualität des Hackfleischs kommt es beim Braten an

Zunächst ist es wichtig, gutes Fleisch zu kaufen. Günstiges Hackfleisch aus dem Supermarkt stammt oftmals von Schweinen und Kühen, die mit Mastmitteln gefüttert werden. Dadurch bilden sie verstärkt Muskelmasse, die das Fleisch beim Braten in Form von Wasser verliert. Dadurch wird es trocken. Deshalb: Lieber seltener Hackfleisch kaufen und dafür ein paar Euro mehr beim regionalen Metzger ausgeben.

Hackfleisch wird gerne zu Bällchen geformt. Beim Anbraten sollte man aber einiges beachten.

Darüber hinaus muss das Fleisch unbedingt frisch sein. Wenige graue Stellen sind unbedenklich, aber es sollte insgesamt eine kräftige rote Farbe haben. Nach dem Einkaufen sollten Sie das Hackfleisch unverzüglich kaltstellen und so schnell wie möglich verarbeiten, um zu verhindern, dass es schlecht wird. Allerdings sollte das Fleisch etwa 15 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank genommen werden, sodass es nicht allzu kalt ist.

Achtung mit den Gewürzen beim Braten von Hackfleisch

Wie der Münchner Merkur in einem Beitrag schreibt, gibt sehr kaltes Hackfleisch durch den plötzlichen Temperaturunterschied beim Braten sehr viel Flüssigkeit ab, fällt zusammen und wird trocken statt saftig-aromatisch. Ein weiterer Faktor, der großen Einfluss auf das Endresultat beim Braten von Hackfleisch hat, ist der richtige Zeitpunkt des Würzens. Hier gehen die Meinungen allerdings stark auseinander.

Während manche behaupten, es würde keinerlei Unterschied machen, ob das Hackfleisch bereits vor dem Braten gesalzen wird, sind anderen davon überzeugt, das Salz würde dem Fleisch Wasser entziehen. Laut einem Bericht von „gofeminin.de“ empfiehlt es sich allerdings, das Salz während dem Braten hinzuzugeben. Das Hackfleisch muss noch nicht vollständig gar sein, sollte aber auch nicht mehr komplett roh sein. So wird dem Hack kein Wasser entzogen, das Salz kann sich während des Bratens aber noch vollständig verteilen. Pfeffer und andere Gewürze sollten Sie allerdings erst am Ende der Zubereitung zufügen: Pfeffer bildet bei Hitze nämlich Bitterstoffe.

Nicht jede Pfanne ist für das Braten von Hackfleisch geeignet

Beim Kochen mit Hackfleisch spielen zudem auch die Küchenutensilien eine entscheidende Rolle. Wollen Sie eine große Portion Fleisch anbraten, bedarf es einer entsprechend großen Pfanne. Haben Sie keine solch große Pfanne, sollte das Fleisch lieber in mehreren kleinen Portionen angebraten werden. So wird gewährleistet, dass das Fleisch gut anbraten und Röstaromen entwickeln kann. Auch wenn Hackfleisch bereits Fett enthält, sollten sie es immer in etwas Fett anbraten.

Für knusprig geröstetes Hackfleisch sollte immer etwas Fett in der Pfanne sein.

Hierfür eignet sich Pflanzenfett wie Raps- oder Sonnenblumenöl am besten, da sich dieses sehr hoch erhitzen lässt. Erst wenn das Fett ordentlich heiß ist, sollte das Fleisch hinzugegeben werden. Statt dann direkt den Kochlöffel zu schwingen, ist es wichtig, dass Sie das Hack ohne rühren kurz in der Pfanne braten lassen – so können sich die leckeren Röstaromen entwickeln und ein Wässern wird verhindert. Nach etwa fünf Minuten können Sie das Hackfleisch wenden. Aber Achtung: Das Fleisch darf nicht zu lange braten!

Es sollte zwar überall gebräunt sein und keine rosa Stellen mehr haben, aber wenn Sie es zu lange in der Pfanne lassen, besteht die Gefahr, dass es zäh wird und sein Aroma verliert. Wenn das Fleisch durch ist, kann es weiter verarbeitet werden: Zu einer fruchtigen Soße, zu einem Eintopf, in Gemüse gefüllt und vieles mehr. (tt)

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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